Hey, ich bin Oliver! Ich bin geprüfter Betriebswirt mit Fokus auf Marketing, lebe in Frei­burg, beschäftige mich mit iPad-Produktivität und Energie, fahre Rennrad und Brompton.




#projectipadonly / #bromvoyage

Die Universal­empfehlung: Das iPad Air.

Meine Universalempfehlung für jeden, der das Experiement „Arbeiten mit dem iPad“ starten möchte: Das iPad Air.

Apple hat heute – ohne viel Tamtam – neue iPads vorgestellt. Ein „mittelgroßes“ iPad Air und ein neues iPad mini. „Endlich!“ könnte man an dieser Stelle freudig ausrufen, wenn da nicht der stolze Preis des kleinsten iPads in der Produktreihe wäre. 449 Euro verlangt Apple. Trotz aktuellem A12-Chip, 64 GB Speicher und Pencil-Support ist das ein – wie ich finde – unerhört hoher Preis. Meine Wunsch­vor­stellung von einem digitalen Notizblock für die Hosentasche ist damit erstmal in weite Ferne gerückt.

Das neue iPad Air hingegen ist genau die Art von iPad, die ich mir sehnlichst gewünscht habe. Nicht für mich, sondern für die Menschen, die mich regelmäßig um eine Kaufempfehlung gebeten haben, um das Experiment „iPad only“ zu wagen. Das iPad Air ist damit meine neue Universalempfehlung für 90 Prozent aller Anwender. Der A12-Chip kommt selbst mit Video-Rendering klar. Die zwei Zentimeter größere Bildschirmdiagonale macht sich positiv beim produktiven Arbeiten im Split-View bemerkbar. 64 GB Speicher sollten vollkommen ausreichen, der Apple Pencil (1. Generation) wird unterstützt und der nun vorhandene Smart-Connector ermöglicht den einfachen Anschluss eines Smart Keyboards. Das iPad Air zur mobilen Arbeitsmaschine zum Startpreis von 549 Euro. Die Einbußen an Features zum Vorgänger-iPad (Pro) in gleicher Größe sind dabei minimal und der Preissprung zum aktuellen iPad Pro mit 11" ist mit 320 Euro ganz ordentlich. Die Ersparnis reicht locker für das Smart Keyboard und den Apple Pencil.

Also, du willst mit dem iPad arbeiten und fragst dich mit welchem iPad du starten sollst? Kauf das iPad Air!

Ganz nebenbei freue ich mich unendlich, dass Apple nun endlich die Produktbezeichnungen von Macbooks und iPads glatt gezogen hat! 🙌 Es gibt jetzt ein MacBook, ein MacBook Air und ein MacBook Pro. Ebenso ein iPad, ein iPad Air und ein iPad Pro (ja, und ein iPad mini).

Ein Nachtrag: Mit der Dateien-App auf den RAVPower Filehub zugreifen.

Vor nicht allzu langer Zeit habe ich hier über eine nützliche Zusatz-Hardware berichtet, die mir den Alltag als iPad-Nutzer wesentlich vereinfacht. Egal ob ich eine Powerpoint-Präsentation von einem USB-Stick auf mein iPad übertragen muss oder mir jemand eine externe Festplatte in die Hand drückt, auf der „der ganze Logo-Kram vom Grafiker“ drauf ist – der Filehub von RAVPower eröffnet mir jeden (FAT- oder NTFS-formatierten) Datenträger.

Es gibt nur eine Kleinigkeit, die mich mit meinem Fokus auf Einfachheit und Produktivität, seit dem ersten Tag der Nutzung stört – die RAV Filehub-App. Die Benutzeroberfläche lädt nicht gerade zur Nutzung ein, sie ist außerdem nicht für das iPad Pro 12.9 optimiert und unterstützt kein Drag & Drop. An die Optik könnte ich mich sicher noch gewöhnen, doch der letzte Punkt ist gerade im Dateimanagement ein absoluter Produktivitäts-Killer.

Doch es gibt eine recht einfache Lösung mit der das Dateimanagement über den Filehub wesentlich komfortabler wird: Man kann über SAMBA auf den Filehub als Netzlaufwerk zugreifen! Benötigt wird dazu die (kostenpflichtige) App FileBrowser, welche aus meiner Sicht ohnehin auf keinem iPad fehlen sollte (sie ermöglicht zum Beispiel auch den Zugriff auf WebDAV-Server). Doch zurück zum Filehub und wie man ihn „in“ die Dateien-App bekommt. Zunächst muss man den Filehub als neues Gerät in FileBrowser hinter­legen. Ist man per WLAN bereits mit dem Filehub verbunden, geht dies ganz einfach über Suchen-Funktion. Hier taucht der Filehub unter der Bezeichnung „RP-WD03“ auf. Die Frage zu welchem Maschinentyp der Filehub gehört, beantwortet man mit „PC“ und nach Eingabe der Zugangsdaten, welche man in der Bedienungsanleitung findet, ist man auch schon mit dem Filehub verbunden. Nun könnte man bereits ganz einfach per Drag & Drop mit dem Dateimanagement beginnen. Um über die Dateien-App auf den Filehub zugreifen zu können, muss dort nur noch die FileBrowser-App als Speicherort aktiviert werden. Und schon kann man auf externe Datenträger, alle sonstigen Speicherorte und auf Cloud-Dienste in einer App zugreifen.

Mac Stories Shortcuts Archive →

Since the original release of Workflow in 2014, we’ve created hundreds of automations to help readers use their iOS devices more efficiently. The goal of this archive is to offer a complete catalogue of our old workflows as well as new custom shortcuts for Apple’s Shortcuts app.

Gestern haben Federico Viticci und das MacStories-Team ein Archiv mit 150 Shortcuts aus allen Bereichen veröffentlicht. Neben RoutineHub dürfte dies eine der größten Sammlungen an Kurzbefehlen sein, die man aktuell im Internet finden, nutzen und zur Inspiration kann.

macOS auf dem iPad – mit Luna Display.

English version: macOS on the iPad (with Luna Display).

Das nächste Level des #projectipadonly: Endlich kann ich Adobe InDesign „auf dem iPad“ nutzen und mein Schreibtisch-Setup minimalisieren.

MacOS auf dem iPad – dank Luna Display

Ich bin meinem Traum vom ausschließlichen Arbeiten mit dem iPad wieder einen großen Schritt näher gekommen und könnte mit meinem Technik-Setup nun kaum glücklicher sein. Denn obwohl sich mein Experiment #projectipadonly nennt, mache ich keinen Hehl daraus, dass ein Mac (mini) für mich nach wie vor unverzichtbar ist. Ich benötige ihn nicht oft. Doch es gibt Aufgaben, die zumeist in meine freiberuflichen Tätigkeiten fallen, die ich schlicht nicht vom iPad aus erledigen kann und teilweise auch (noch) nicht will. Doch gestern wurde aus dem „kann“ ein „konnte“.

Vor einigen Tagen habe ich mir endlich einen Luna Display-Dongle bestellt, nachdem ich sehr lang nach einer Lösung gesucht habe, mit der ich meinen Mac (im eigenen Netzwerk) fernsteuern kann. Wobei „fernsteuern“ ein wenig zu harmlos klingt, für das was ich erreichen wollte. Meine Zielen waren:

  1. Ich wollte möglichst latenzfrei zum Beispiel mit Adobe InDesign oder dem Safari Web Inspector arbeiten können.
  2. Ich wollte meinen nicht gerade hübschen 24“-Monitor loswerden und
  3. den Mac mini „headless“ betreiben, ihn aber auch zum Strom sparen in den Ruhezustand schicken können.

Ganz billig ist der Luna Display-Dongle mit 80 Dollar natürlich nicht. Doch in diversen Podcasts (in denen zufällig auch noch ein Rabatt-Code genannt wird) oder den einschlägigen Tech-Websites wurde er als die beste Lösung für meine Vorstellungen angepriesen. Und wie die ersten Tests schnell zeigen sollten, ist er das auch. Denn mit meinem Ziel Nr. 1 schieden Lösungen wie Teamviewer oder Chrome Remote Desktop direkt aus. Die Verbindungen laufen immer über das Internet und sind dementsprechend viel zu langsam. Auch die App duet war, obwohl via USB-Kabel betrieben, für mich nicht zu gebrauchen. Die Latenz war noch zu groß. Betreibt man das Luna Display per WLAN, ist der Bildaufbau auch merklich verzögert oder leicht verpixelt. Jedoch angeschlossen am USB-Kabel, merke ich keinen Unterschied zu einem Monitor. Alles läuft extrem flüssig. ✅

Die Herausforderung für mein Ziel Nr. 2 lag vor allem an meinem Mac mini, Baujahr 2014, der statt dem aktuell verbauten USB-C-Port noch über einen Mini Display- bzw. HDMI-Port verfügt. Um ihn „headless“ betreiben zu können, musste ein HDMI-Dongle her, der einen angeschlossenen Monitor vorgaukelt. ✅

Schreibtisch neu arrangieren, den Monitor abbauen und alles neu und sauber verkabeln

Um Ziel Nr. 3 zu realisieren, habe ich auf die genialen Shortcuts von Federico Viticci zurückgegriffen, die das Aufwecken und Einloggen am Mac sowie das Aktivieren des Ruhezustands via SSH-Kommando ermöglichen. ✅ Ohne den Einsatz von Shortcuts, wäre dieser Punkt nur durch Deaktiveren des Passwort­schutzes am Mac möglich gewesen. Doch aus Sicherheits­gründen schied diese Option natürlich aus.

Nachdem alle Vorraussetzungen erfüllt waren, konnte ich in einer etwa zweistündigen Aktion meinen Schreibtisch neu arrangieren, den Monitor abbauen und alles neu und sauber verkabeln.

Heute morgen fand dann auch gleich der erste produktive Einsatz an meinem wunderbar minimalistischen Schreibtisch statt. In einer zweistündigen InDesign-Session habe ich ein Weiterbildungsskript für eine meiner Kundinnen aufbereitet.

Den „Wake & Login“-Shortcut habe ich mir so angepasst, dass abschließend auch direkt die Luna Display-App geöffnet wird. So kann ich nahtlos starten, wenn ich den Mac einmal benötige. Nach getaner Arbeit schicke ich ihn wieder schlafen. Im Gegensatz zu Federico schalte ich mit dem „Sleep“-Shortcut allerdings nicht nur das Display ab, sondern versetze den Mac in den Ruhezustand (pmset sleepnow statt displaysleepnow).

#Update 06.

Gerade komme ich von einem kleinen Sonntagsspaziergang zurück, bei dem ich mir die aktuelle Podcast-Folge von iPad Pros angehört habe. Und damit bin ich auch schon mitten im sechsten #Update.

In der besagten aktuellen Folge spricht Showhost Tim Chaten mit dem Designer Jon Hicks der kürzlich diesen Artikel veröffentlicht hat, in dem er seinen Weg mit dem iPad als Hauptcomputer beschreibt (und dabei auch ein wenig in Richtung der Herren Tech-Journalisten von The Verge austeilt). Als den essentiellsten Teil des Podcasts empfinde ich die Beschreibung von Jon, wie er es geschafft hat mit seinem wichtigsten Werkzeug (Affintiy Designer) am iPad arbeiten zu können: Er hat sich eine Woche Zeit genommen, Tutorials geschaut und ausprobiert. Soll heißen, auch die Beherrschung eines auf Einfachheit ausgelegten Gerätes wie dem iPad, muss man schlicht und einfach lernen. Vor allem die Übertragung verinnerlichter Workflows vom Mac oder PC kostet Zeit.

Einen App-Tipp für den Bereich Webentwicklung konnte ich aus dem Podcast auch gleich noch mitnehmen: Einen Code-Inspektor der seinen Namen zur Abwechslung auch mal verdient. Die App Inspect ist die beste die mir bisher untergekommen ist. Endlich kann ich mich von den Ergo Web Tools verabschieden.

Wenn es jemanden gibt, zu dem ich in Sachen iOS und iPad aufschaue, dann ist das defintiv Federico Viticci. Diese Woche hat er einen Artikel veröffentlich, den ich mit offenem Mund, vor nerdiger Begeisterung vor mich hin sabbernd gelesen habe und dabei auf die wildesten Automatisierungsideen kam. 🤤 Schon seit einiger Zeit habe ich den Plan, meinen Mac mini gänzlich vom Schreibtisch zu verbannen und ihn nur noch mit dem iPad fernzusteuern. Ein Luna Display-Stick ist dazu bereits unterwegs. Doch mit Hilfe der Shortcuts von Frederico kann ich wieder einige offene Punkte von meiner Liste streichen.

Apropos sabbern, es geht weiter! 🤓 Gestern Abend wurde mir dieser Artikel in meine Twitter-Timeline gespült. Eine Vision für iPad-Kreativität, die es in sich hat. Zwei Apps greifen auf ein und dieselbe Datei zu. Eine App bearbeitet die Datei, die andere verwendet die Datei live als Textur und das auch noch im Split-View. Man stelle sich das mal für die Kombination Photoshop/Illustrator und InDesign vor. Das wäre der Hammer! 🤯

Für Entwickler, ambitionierte Shortcuts-Anwender oder generell die professionelleren iPad-Anwender hat sich letzte Woche wieder etwas im App-Store getan: Mit Jayson wurde ein JSON-Viewer veröffentlicht.

Und zum Schluss noch das „Making of“ zu Apples aktuellen iPad Pro-Spots. Selbstverständlich „filmed, edited, animated, designed, and composed completely with iPad Pro“.

Die Rückkehr des iPad mini?

Einige Anwendungsszenarien als Zweitgerät.

Die Rückkehr des iPad mini? Anwendungsszenarien als Zweitgerät.
Der perfekte digitale Notizblock. Vorausgesetzt das neue iPad mini unterstützt den Apple Pencil oder den Logitech Crayon.

Dieser Tage wird viel darüber gemunkelt was Apple in diesem Jahr alles anstellen wird. Neben drei Kameras für das iPhone, größeren Veränderungen in iOS 13 und einem eigenen Video-Streaming-Service dürfen wir wohl als erstes – vermutlich im März oder April 2019 – neue (günstige) iPad-Hardware erwarten. Neben einem aufgebesserten iPad mit 9,7“, ist die Rückkehr des iPad mini (mit 7.9“) sehr wahrscheinlich.

Nun fragt sich möglicherweise der eine oder andere: Das iPad Mini – was war das noch gleich? Tja, das ist diese kleine iPad mit 7,9“ (bei identischer Auflösung wie das iPad 9.7“) das seine letzte Wiederauffrischung vor etwa 3 1/2 Jahren spendiert bekam und seit etwa zwei Jahren als völlig überteuertes iPad mini 4 in der 128 GB-Version sein Dasein fristet.

Da Apple offenbar noch immer Marktchancen für sein kleinstes Tablet sieht, habe ich mir einmal Gedanken gemacht, ob und wie das Gerät für mich einsetzbar wäre. Denn ein zweites iPad könnte ich für verschiedene Dinge durchaus wieder gebrauchen (seitdem mein iPad 9.7“ in den Besitz meiner Schwester übergegangen ist).

Da ich schwer davon ausgehe, dass ein neues iPad mini sowohl den Apple Pencil als auch den Logitech Crayon unterstützen wird, wäre das 7,9 Zoll große Gerät geradezu perfekt als digitaler Notizblock einsetzbar. Wie im Bild angedeutet liegt es dann einfach – als Alternative zum analogen Notizbuch – neben der Tastatur, um all die flüchtigen Gedanken festzuhalten, die einem während der Arbeit so kommen. Selbst unterwegs – bei Außenterminen oder in der Bahn – kann ich mir gut vorstellen es herauszuholen um digitale Notizen zu erstellen. Es ist so klein und handlich, dass es leicht mit einer Hand zu halten wäre und ein umgeschlagenes Smartcover kann für den extra Grip sorgen.

Neben einem iPad habe ich fast überall auch einen Kindle dabei. Für längeres Lesen würde ich zwar immer ein E-Ink-Display bevorzugen, doch für die kurzen Passagen die ich unterwegs lese, könnte ich mir das iPad mini sehr gut als Alternative und Universalgerät vorstellen.

Halte ich Vorträge oder gebe ich Kurse habe ich neben dem iPad auf dem Präsentation abläuft, meist noch ein zweites iPad in der Hand auf dem ich meinem Leitfaden folge bzw. auf dem ich kurz etwas recherchieren oder nachschlagen kann, wenn es zu Fragen kommt. Auch hier wäre das kleinere und leichtere iPad mini durchaus praktisch. Denn nach zwei oder drei Stunden merkt man selbst das 470 Gramm leichte iPad 9.7“.

Ich versuche, so weit es mir möglich ist, mein Leben papierlos zu gestalten. Post die ich nicht sofort abarbeiten und anschließend entsorgen kann oder Dokumente die archiviert werden müssen, scanne ich meist direkt mit dem iPhone X und Scanner Pro und lege sie in DEVONthink ab. Nun wäre es bei Formularen oder Verträgen praktisch, wenn ich sie auch noch direkt unterzeichnen könnte. Auf dem iPhone ist das nicht möglich oder ich müsste die Dokumente erst wieder am iPad Pro öffnen. Auch die Dokumente mit den 12.9 Zoll großen iPad Pro zu scannen, ist irgendwie nicht so mein Ding. Deshalb auch hier die Lösung: Das iPad mini. Es ist handlich genug um damit die Dokumente erfassen zu können, aber auch groß genug um sie digital zu unterzeichnen.

Das wären vier Szenarien die ich mir spontan mit dem iPad mini vorstellen könnte. Ob ich es mir anschaffen werde, hängt schwer vom Preis ab. Wünschen würde ich mir 299 Euro (zum Vergleich – das aktuelle iPad 9.7“ kostet 349 Euro). Aber wer versteht aktuell schon die Preispolitik von Apple. 🤷‍♂️

Hattet ihr beim Lesen des Artikels auch die Titelmelodie von Star Wars im Kopf? Also wegen „Der Rückkehr …“ 🤓

Mein Foto-Workflow am iPad.

Foto-Verwaltung, Bildbearbeitung und Bildaufbereitung – all das erledige ich an meinem iPad Pro, mit einem SD-Adapter und dem Apple Pencil mit Leichtigkeit. Dabei muss ich gleich zu Beginn gestehen, dass ich nicht mehr so viel Wert auf das perfekt ausgearbeitete Foto lege. „Früher“ habe ich schon mal Stunden damit verbracht, den richtigen Look zu finden. Doch nun fotografiere ich meist (von eher seltenen freiberuflichen Aufträgen mal abgesehen) für mich, für die Erinnerung an den Moment und weniger für die Likes.

Doch ausgehend von der Anzahl der Fragen die ich zu diesem Thema erhalte, sind Bildbearbeitung und Bildverwaltung für meine Kurs-Teilnehmer, Leser und Follower äußerst wichtige Kriterien, die über einen Umstieg auf das iPad entscheiden können. Deshalb versuche ich einmal meinen Foto-Workflow im Detail zu beschreiben. In meinen Kursen behandle ich das Thema hingegen allgemeiner. In meinem Buch [work in progress] selbstverständlich auch. 📚

Foto-Verwaltung – Von der Kamera auf das iPad und in die Cloud

Bevor ich meinen Workflow erklären kann, müssen natürlich erstmal Fotos gemacht werden. Meist geschieht das mit dem iPhone und der Apple Kamera-App im JPG-Format. Wenn ich mehr Zeit investiere, nutze ich die phantastische App Halide und fotografiere im RAW-Format. Eine Vollformat-DSLR, die Nikon D600, kommt auch noch gelegentlich zum Einsatz. Auch hier nehme ich die Bilder im RAW-Format auf.

Auf das iPad Pro gelangen die Bilder vom iPhone ganz einfach via AirDrop. Von der DSLR werden die Bilder über den USB-C-Hub von NOVOO und die Import-Funktion der Fotos-App übertragen. Für die älteren iPads nutzt man am besten den Lightning-Adapter von Apple. Wichtig zu wissen ist, dass die Fotos-App beim Bildimport von einer SD-Karte nicht zwischen RAW und JPG unterscheiden kann bzw. beide Formate quasi gemeinsam ablegt. Das ist in sofern unkritisch, wenn man Apps wie VSCO oder Affinity Photo zur Weiterverarbeitung nutzt. Denn diese können beim Import das RAW erkennen und auswählen.

Für meinen weiteren RAW-orientierten Workflow mit Bildern aus der DSLR ist diese unklare Trennung allerdings ein Problem. Daher habe ich meinen Workflow bereits kameraseitig angepasst und ich fotografiere wie gesagt nur im RAW-Format. Damit habe ich beim Import und der Weiterverarbeitung keine Schwierigkeiten bei der Format-Auswahl. Falls ich doch einmal JPGs aufnehme, dann stelle ich meine DSLR so ein, dass diese gesondert auf der zweiten Speicherkarte landen.

Die erste Bild-Auswahl treffe ich in der Fotos-App, lege Favoriten fest, lösche direkt alles, was ich nicht für brauchbar erachte und ziehe ein Backup der Originale – via Drag & Drop aus der Fotos-App in die Dateien-App – in die iCloud. Mein dortiger Bilder-Ordner ist auf der ersten Ebene nach Kamera-Modellen strukturiert (davon hatte ich schon einige!) und in der zweiten Ebene nach dem Aufnahmedatum der Bilder, kombiniert mit einer möglichst sinnvollen Bezeichnung (z.B. 20190119_Schauinsland). Darin liegen dann wiederum drei Unterordner für die Originale, die Retuschen/Korrekturen, sowie ein Ordner für die Exporte in bestimmen Formaten.

Damit wäre die Fotoverwaltung in meinem Fall schon abgehakt. Einzig bei der Verarbeitung von RAW-Dateien aus der DSLR kommt abschließend noch ein Shortcut zum Einsatz, der den letzten Bildimport in die Lightroom-App schiebt und danach die RAW-Dateien löscht.

Auch hier nochmal der Hinweis auf die unklare Trennung von RAW und JPG. Hat man beide Formate importiert, wählt der Shortcut automatisch die JPGs und ignoriert die RAWs. Ich hoffe, dass Adobe hier bald an seinem Shortcut nachbessert und mehr Optionen anbietet. Denn mit den JPGs kann man in Lightroom recht wenig anfangen.

Bildbearbeitung – Korrekturen und Retuschen

Wer nun ✨ fancy ✨ Retusche-Tipps erwartet, den muss ich direkt enttäuschen. Denn auch an diesem Punkt bleibt mein Workflow eher minimalistisch. Bei Bildern vom iPhone – ganz gleich ob aus der Kamera-App oder mit Halide aufgenommen – landen die Bilder in der VSCO-App. Die Usability der App ist durchaus fragwürdig. Doch kommt man einmal mit ihr klar, erhält man wahnsinnig schnell phantastische Ergebnisse. Das gilt auch für die Bildbearbeitung am iPhone.

Der einfachste Weg die Bilder in die VSCO-App zu importieren, führt über die Teilen-Funktion aus der Fotos-App. In VSCO selbst wende ich meist einfach nur einen der Filter an, die ich mir vor Jahren einmal gekauft habe oder ich kopiere eine bestehende Bearbeitung von einem Bild aus meiner Bibliothek und wende diese Einstellungen auf die neuen Bilder an. Nun sind meist nur noch wenige Details anzupassen. Die Horizont-Linie begradigen, die Perspektive einwenig verschieben, schattige Bereiche aufhellen oder ein wenig nachschärfen. An Werkzeugen lässt VSCO kaum etwas vermissen. Die fertig bearbeiteten Bilder können dann entweder zurück in die Fotos-App gesichert oder auch direkt über die Dateien-App in eine Cloud gespeichert werden. Sollen noch weitere Apps zur Bearbeitung zum Einsatz kommen, empfiehlt sich natürlich das Speichern in die Fotos-App, da die wenigstens Apps auf die Dateien-App zugreifen können.

Bevor ich noch zwei Tools vorstelle, mit denen ich meinen Bildern gelegentlich den letzten Schliff gebe, möchte ich zunächst noch das Vorgehen mit den RAW-Dateien aus der Nikon beschreiben. Wie bereits erwähnt, werden diese über einen Shortcut in die Bibliothek von Lightroom CC importiert. An Funktionen mangelt es der iPad-Variante von Lightroom im Vergleich zur Desktop-Version an nichts. Zumindest vermisse absolut nichts. 🤷‍♂️ Selbst das Importieren von Presets (zum Beispiel von VSCO) ist inzwischen eingeschränkt möglich. Der Import selbst muss nämlich am Mac oder PC erfolgen. Die Presets werden dann über die Adobe Cloud synchronisiert und stehen am iPad zur Verfügung. Wie auch beim Bearbeiten in VSCO-App wende ich meist eine bestehende Vorgabe auf meine RAW-Bilder an. Im Anschluss folgen die Detailkorrekturen an Belichtung, Lichtstimmung und den Details um einen möglichst durchgängigen Look bei Bildserien zu erzielen. Eher selten nutze ich selektive Korrekturen. Aber auch diese sind am iPad ganz einfach anzuwenden. Die Regler bediene ich fast ausschließlich mit dem Apple Pencil. Sitze ich dann noch bei guter Musik auf der Couch, wird die Bildbearbeitung zu einem völlig neuen, entspannten Erlebnis. Der Export aus Lightroom CC kann entweder in die Fotos-App erfolgen oder direkt in die Cloud. Dabei bietet einem die App entweder die maximale Auflösung oder eine kleine Version mit 2048 Pixeln an. Das gesamte Handling der Bilder, das Anwenden von Korrekturen oder der Export laufen sehr flüssig ab. Das Surface Pro 5, mit 3,6 GHz i7 und 16 GB RAM, das ich im Hauptjob nutze, kommt da kaum hinterher. 🐌

Falls doch mal ein Element im Bild stört, kommt Photoshop Fix für die Retusche zum Einsatz. Gelegentlich pimpe ich auch mal ein Bild für Instagram noch mit ein bisschen Lens Flare und nutze dazu die App Lens Distortions.

Bildaufbereitung – Blog, Instagram und Co.

Nachdem die Fotos nun aufgenommen, bearbeitet bzw. korrigiert und strukturiert in der Cloud abgelegt wurden, geht es an die Veröffentlichung und die damit verbundene Aufbereitung der Bilder. Auch an diesem Punkt betreibe ich – wer hätte es gedacht – keinen allzu großen Aufwand bzw. lasse mir die Arbeit durch Automatisierungen in Shortcuts abnehmen.

Meinen No-Crop-Shortcut für Instagram hatte ich hier ja schon einmal beschrieben. Für mein Foto-Blog, welches bei Tumblr gehostet ist, und diese Website, welche mit WordPress läuft, nutze ich den „kleinen“ Lightroom-Export. Für die webtaugliche Optimierung sorgt unter WordPress ein PlugIn von TinyPNG. Sollte ich mal ein Bild in einer ganz bestimmten Größe ausgeben wollen, muss dafür keine komplexe App wie Affinty Photo gestartet werden, sondern es genügt dieser Shortcut. Ein Wasserzeichen könnte man mit Shortcuts auch noch auf seine Bilder montieren. Das würde ich allerdings nie tun. 🤦‍♂️

Festplatte oder USB-Stick am iPad anschließen.

Man kennt das: Irgendjemand drückt einem eine Diskette einen USB-Stick mit Daten in Hand, die man sich schnell auf den Computer ziehen soll. Doch leider scheitert dieses Vorhaben nicht nur daran, dass das iPad nicht über die passenden Anschlüsse verfügt, sondern auch am Betriebssystem iOS, welches keinerlei externe Datenträger (außer beim Foto-Import) zulässt.

Ja, diese File-Sharing-Welt fernab von Cloud und AirDrop gibt es noch. Vor allem im beruflichen Umfeld begegnen mir noch immer recht häufig USB-Sticks oder auch externe Festplatten. Natürlich könnte ich bei solchen Begegnungen missionieren und von der schönen neuen Welt berichten. Doch weiterbringen würde mich das bei diesen Begegnungen natürlich nicht. Deshalb habe ich seit kurzem immer ein kleines, multifunktionales Stück Hardware für knapp 40 Euro – den Filehub von RAVPower – im Gepäck.

Die Kernfunktion des Gerätes ist es drahtlosen Zugriff (über WLAN) von einem iOS- oder Android-Gerät auf externe Datenträger zu ermöglichen. Ganz konkret können SD-Karten in, und USB-Geräte (also Sticks oder Festplatten) an das Gerät gesteckt werden. Über die passende App werden die Datenträger ausgelesen und deren Daten können auf das iPad übertragen werden. Umgekehrt können natürlich auch Daten vom iPad auf den Datenträger gespielt werden. ↕️ Das alles funktioniert reibungslos. Einzige Voraussetzung für die Datenträger: Sie müssen FAT- oder NTFS-formatiert sein. Mit Mac-Formatierungen kann der Filehub nichts anfangen.

Des Weiteren steckt im Filehub eine kleine Powerbank – mit geradezu niedlichen 6.000 mAh – und ein mobiler Router. Man kann einfach ein Ethernetkabel anschließen und schon wird das Netzwerk zu einem kabellosen.

Nachtrag: Wie man aus der Dateien-App auf den Filehub zugreifen kann, beschreibe ich hier.

Backup meiner (aktuell) wichtigsten Daten.

English Version: Backup of my (currently) most important data.

Wie ich mir einen Backup-Shortcut für Texte aus iA Writer mit x-callback-URLs, ein bisschen SSH und Launch Center Pro gebastelt habe.

Backup-Shortcut für wichtige Texte in iA Writer

Dass iA Writer das Schreibprogramm meiner Wahl ist, ist kein Geheimnis. Aktuell nutze ich die App sogar noch intensiver als dies für gewöhnlich der Fall ist, denn sie ist nicht nur Ausgangspunkt, sondern auch einer der Hauptschauplätze für ein mir sehr, sehr wichtiges Projekt. 📚

Natürlich macht man sich bei so einem Projekt Gedanken um mögliche Risiken. Das größte Risiko, das ich für mich identifiziert habe, liegt klar in der genutzten Technik. Obwohl ich sowohl meinem iPad, der Software mit der ich arbeite und auch den Cloud-Diensten, die meine Daten speichern, in sehr großem Maße vertraue und deren Zuverlässigkeit erprobt ist, gehe ich in diesem Fall lieber vom „Worst Case“ aus und versuche diesen von Beginn an weitestgehend auszuschließen. Wie sagt meine Mama immer so schön: „Man hat schon Pferde kotzen sehen“. 🐴

Konkret geht es damit um das regelmäßige Backup von aktuell zwei Textdateien (mit je etwa 20.000 Wörtern), die in meiner iCloud im Ordner von iA Writer liegen. In den nächsten Tagen und Wochen werden sicherlich weitere Dateien hinzu kommen oder die beiden Dateien weiter an Umfang gewinnen.

Der einfachste Weg wäre es natürlich, wann immer ich etwas geschrieben habe, die beiden Dateien zum Beispiel in eine Dropbox zu kopieren. Aber das wäre mir als Fan der Shortcuts-App nicht nur viel zu trivial, ich würde das händische Kopieren schlicht auch regelmäßig vergessen.

Damit war ich recht schnell bei meinen Überlegungen zu einem Backup-Shortcut angelangt. Ziel war es, dass er regelmäßig automatisch getriggert bzw. ausgeführt wird und dass das Ausführen des Shortcuts für mich mit so wenig wie möglich Aufwand verbunden ist. Denn ebenso wie ich händisch keine Dateien von A nach B kopieren will, möchte ich mich durch irgendwelche Menüs hangeln und eine Auswahl treffen müssen.

Wie sieht nun die Lösung – der Shortcut aus? Zunächst musste ich an die gewünschten Daten – die Text-Dokumente – kommen. Hier macht es einem Shortcuts nicht ganz einfach. Während man in der Dropbox jeden beliebigen Dateipfad ansteuern kann, beschränkt einen die iCloud auf das Shortcuts-Verzeichnis. Doch meine Texte liegen nun mal im Verzeichnis der iA Writer-App. Gelöst habe ich das Problem über URL-Befehle, die erst vor ein paar Monaten in Shortcuts implementiert wurden.

In einer Liste zum Beginn des Shortcuts sind die Pfade zu den Texte hinterlegt. Kommen neue Texte hinzu, kann ich sie hier einfach ergänzen. Anhand der Pfade holt sich der Shortcut über eine x-callback-URL die Texte (Danke iA!) und komprimiert sie in einer ZIP-Datei. Die Datei wird anhand des aktuellen Datums und der Uhrzeit benannt und anschließend via SSH-Befehl auf einen meiner Server übertragen. Auf dem gleichen Weg könnte man die Datei auch auf einen lokalen NAS-Server schieben. Damit wäre der Shortcut prinzipiell auch schon am Ende. 🚀 Doch weil doppelt bekanntlich besser hält, wird die ZIP-Datei auch noch in die Dropbox geschoben.

Der einfachste Weg, diesen Shortcut nun regelmäßig zu triggern, führt über die App Launch Center Pro. Es ist möglich den Shortcut ortsbezogen aufzurufen – zum Beispiel beim Verlassen des Büros – oder nach einem festen Zeitplan. Die App sendet dann eine Benachrichtigung und mit einem Tap zur Bestätigung wird der Shortcut ausgeführt.

Damit liegen meine wichtigsten Texte nun lokal auf dem iPad, in der iCloud, in der Dropbox und auf einem privaten Server. Dass Daten verloren gehen, sollte eine der Instanzen ausfallen, ist damit ein wenig unwahrscheinlicher geworden.

PS: Ich bin noch nicht dazu gekommen, meinen Screenshot-Shortcut auf die neuen iPad Pro-Modelle anzupassen. 😪

Mein neuer Computer.

Mein neuer Computer ist – wer hätte es gedacht – ein iPad Pro. Es ist der leistungsstärkste Computer, der kompakteste und auch annähernd der teuerste den ich je besaß. Es ist der Computer, auf den ich mich seit gut einem Jahr gefreut habe. Es ist der Computer, mit dem ich gern arbeite, mit dem ich produktiv bin. Und es ist der Computer, an dem ich am wenigsten darüber nachdenke, dass ich gerade an einem Computer sitze.

iPad Pro 12.9 (2018) mit Smart Folio Keyboard

Seit knapp zwei Wochen nutze ich nun das neue Apple iPad Pro 12.9 mit 256 GB in der Wifi-Version zusammen mit dem Smart Folio Keyboard und so langsam gewöhne ich mich an meinen neuen Computer. Das Handling (vor allem das der Tastatur) ist noch etwas ungewohnt und läuft noch nicht so flüssig wie beim Vorgänger, dem iPad Pro von 2015. Doch es fühlt sich seit dem Öffnen der Verpackung irgendwie richtig an. Wie die Zukunft des Computers. Verspürt habe ich beim Auspacken die gleiche Begeisterung für Technik wie Anfang 2017 beim iPad Air 2. Mit dem Unterschied, dass ich mir diesmal der Leistung dessen, was ich in Händen hielt bewusst war. Auch musste ich mich nicht fragen, ob das was ich auspackte mein neuer Computer werden könnte.

Der Sprung nach vorn – der Fortschritt – der zwischen beiden Geräten und drei Jahren Entwicklungszeit liegt, ist nicht nur eindeutig an äußerlichen Merkmalen erkennbar, sondern auch deutlich spürbar und in der Anwendung geradezu omnipräsent. Dies beginnt schon beim Entsperren des Gerätes via Face ID. Nach zweimaligem Tippen auf die Leertaste ist das iPad bereit. Die Sicherheit meiner Daten wird zur Selbstverständlichkeit. Die Gedanken, die man sich um dieses wichtige Thema machen sollte und die Technik, die diese Sicherheit gewährleistet, treten als verlässliche Tatsache komplett in den Hintergrund. Face ID funktioniert dabei – im Vergleich zum iPhone X – noch einmal deutlich zuverlässiger (wobei es für mich am iPhone absolut nichts zu bemängeln gibt) und wirklich aus jeder Position. Hochformatig, querformatig oder auf dem Kopf.

iPad Pro 12.9 (2018) mit 256 GB

Am deutlichsten zu sehen ist der Fortschritt wohl am Display, das nahezu randlos mit gerundeten Ecken ausgestattet ist. Wobei natürlich anzumerken ist, dass das nur 5,9 Millimeter dünne Gehäuse auch nicht übel ist. Doch das randlose Display-Design und der fehlende Homebutton sparen gegenüber den Vorgängermodellen etwa zwei Zentimeter der Gesamtgröße. Die Interaktion mit dem Touchscreen mit 120Hz Bildwiederholungsrate ist wahnsinnig direkt und flüssig. Der leistungsstarke Prozessor sorgt dafür, dass Verzögerungen praktisch nicht auftreten – egal ob beim Drag & Drop oder beim Multi-Tasking. Selbst wenn man eigentlich nicht erwartet einen Unterschied zu spüren – zum Beispiel beim Erstellen einer Präsentation in Keynote – zeigt sich sofort die Power des Gerätes. Das iPad Pro mit seinem A12X-Prozessor an seine Grenzen zu bringen, wird in absehbarer Zeit sicher schwierig, sodass ich mir sicher bin, dass mich dieser Computer über die nächsten zwei bis drei Jahre begleiten wird.

iPad Pro 12.9 (2018) mit NOVOO USB-C-Dock

Die Umstellung auf einen USB-C-Anschluss zum Laden und Anschließen von Peripheriegeräten bedeutet zunächst einmal, dass ich neue Adapter und Kabel kaufen musste. Unter anderem einen Audio-Adapter, da Apple aufgrund der dünnen Bauweise den Kopfhörer-Anschluss bzw. Audio-Eingang einsparen musste. Doch dieser ist zum Podcasten nunmal leider unerlässlich. Dafür spart mir ein Universal-Adapter mit SD-Karten-Leser, HDMI-Anschluss und USB-A-Anschlüssen das rumschleppen von einzelnen Adaptern. Langfristig – die Gerüchte um iOS 13 gleichen aktuell geradezu einem Wunschkonzert – wird die USB-C-Technik dem iPad sicherlich viele neue Perspektiven eröffnen. Mit der Möglichkeit Festplatten anzuschließen, rechne ich allerdings nicht.

Dass ich – wie eingangs erwähnt – noch ein wenig mit dem Handling des neues Gerätes hadere, liegt vor allem am neuen Smart Keyboard, welches jetzt ein Smart Keyboard Folio ist und dank über einhundert Magneten an der iPad-Rückseite „klebt“. Sicher, das alte Smart Keyboard war mit seiner Origami-Dreiecks-Falttechnik etwas gewöhnungsbedürftig, am Ende aber doch irgendwie praktisch. Mit dem neuen Folio fühlt sich das iPad Pro Laptop-artiger an und liegt auch wirklich stabil auf den Beinen. Doch klappt man das Folio nach hinten, wenn man das iPad zum Beispiel kurz im Hochformat zum Lesen nutzen möchte, hält man die Tastatur in Händen. Und das fühlt sich nicht richtig an. Auch der neue, zweite Winkel, in dem man das iPad in der Tastatur einrasten kann, ist aus meiner Sicht absolut nutzlos. Viel zu steil. Bei jedem Tap auf das Display, gibt dieses in beiden möglichen Winkeln weit mehr nach, als es beim alten Smart Keyboard der Fall war. Doch zwei Eigenschaften der Tastatur sind gleichbleibend gut bzw. sogar minimal besser: Zum einen das Schreibgefühl, zum anderen der Formfaktor. Für eine Tastatur-Hülle in dieser Größe schreibt es sich hervorragend. So wird das Smart Keyboard Folio vorerst meine „allways-on“-Tastatur bleiben und zuhause vom Magic Keyboard unterstützt. Gespannt bin ich was Logitech entwickelt und ab die von Brydge angekündigte Tastatur auch für den deutschen Markt produziert wird. Das Canopy-Keyboard-Case von Studio Neat habe ich mir schon mal testweise bestellt.

iPad Pro 12.9 (2018) mit Smart Folio Keyboard

Richtig angepisst bin ich übrigens – nein, nicht vom Preis des iPad Pros, den kann ich für mich rechtfertigen – sondern davon, dass ich weder meinen Apple Pencil der ersten Generation noch den Logitech Crayon am neuen iPad Pro nutzen kann. Natürlich habe ich mir deshalb zunächst keinen bestellt und natürlich weiß ich inzwischen, dass ich ihn ziemlich häufig brauche. Also warte ich noch zwei Wochen auf meine Bestellung im Wert von 130 Euro. 😪 Immerhin mit Gravur!

Auch nicht so ganz glücklich bin ich mit meiner Entscheidung, nur die Wifi-Version gekauft zu haben. Hintergrund war der Mehrpreis von 170 Euro, den Apple mittlerweile für die Cellular-Version verlangt. Doch bereits nach dieser kurzen Zeit fühlt es sich so an, als hätte ich am falschen Ende gespart. Das Verbinden mit dem iPhone nervt. Also bin ich schwer am überlegen, ob ich nicht bald auf die Cellular-Version upgraden sollte. Bei 256 GB Speicher werde ich bleiben. Die 128 GB des alten iPads waren nie zu mehr als 50 Prozent belegt. Auch wenn ich gerade tiefer in das Thema Podcasting einsteige und eine kleine Instagram- bzw. Youtube-Serie (mit der großartigen Video-Schnitt-App LumaFusion) in Arbeit ist, wird der Speicher für meine Bedürfnisse ausreichen.

Mein Fazit: Ich bin ziemlich glücklich mit meinem neuen Computer. Apple bleibt Apple – der teils heftige Anstieg der Preise war zu erwarten (siehe iPhone X). Allerdings arbeite ich nun auch mit einem Gerät, das erneut Maßstäbe setzt, Leistungsreserven für die nächsten Jahre hat und einer ganzen Branche wieder als Pausvorlage dienen wird (siehe iPhone X). Insgesamt freut es mich, dass Apple mit den neuen Pro-Modellen das iPad als ernstzunehmende, für sich stehende Computer-Plattform weiter entwickelt und nicht den Stimmen nachgibt, die zwanghaft Laptop-Vergleiche ziehen müssen.

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Hey, ich bin Oliver! Ich bin geprüfter Betriebswirt mit Fokus auf Marketing, lebe in Frei­burg, beschäftige mich mit iPad-Produktivität und Energie, fahre Rennrad und Brompton.




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