Hey, ich bin Oliver! Ich bin geprüfter Betriebswirt mit Fokus auf Marketing, lebe in Frei­burg, beschäftige mich mit iPad-Produktivität und Energie, fahre Rennrad und Brompton.



#projectipadonly / #bromvoyage

Die Rückkehr des iPad mini?

Einige Anwendungsszenarien als Zweitgerät.

Die Rückkehr des iPad mini? Anwendungsszenarien als Zweitgerät.
Der perfekte digitale Notizblock. Vorausgesetzt das neue iPad mini unterstützt den Apple Pencil oder den Logitech Crayon.

Dieser Tage wird viel darüber gemunkelt was Apple in diesem Jahr alles anstellen wird. Neben drei Kameras für das iPhone, größeren Veränderungen in iOS 13 und einem eigenen Video-Streaming-Service dürfen wir wohl als erstes – vermutlich im März oder April 2019 – neue (günstige) iPad-Hardware erwarten. Neben einem aufgebesserten iPad mit 9,7“, ist die Rückkehr des iPad mini (mit 7.9“) sehr wahrscheinlich.

Nun fragt sich möglicherweise der eine oder andere: Das iPad Mini – was war das noch gleich? Tja, das ist diese kleine iPad mit 7,9“ (bei identischer Auflösung wie das iPad 9.7“) das seine letzte Wiederauffrischung vor etwa 3 1/2 Jahren spendiert bekam und seit etwa zwei Jahren als völlig überteuertes iPad mini 4 in der 128 GB-Version sein Dasein fristet.

Da Apple offenbar noch immer Marktchancen für sein kleinstes Tablet sieht, habe ich mir einmal Gedanken gemacht, ob und wie das Gerät für mich einsetzbar wäre. Denn ein zweites iPad könnte ich für verschiedene Dinge durchaus wieder gebrauchen (seitdem mein iPad 9.7“ in den Besitz meiner Schwester übergegangen ist).

Da ich schwer davon ausgehe, dass ein neues iPad mini sowohl den Apple Pencil als auch den Logitech Crayon unterstützen wird, wäre das 7,9 Zoll große Gerät geradezu perfekt als digitaler Notizblock einsetzbar. Wie im Bild angedeutet liegt es dann einfach – als Alternative zum analogen Notizbuch – neben der Tastatur, um all die flüchtigen Gedanken festzuhalten, die einem während der Arbeit so kommen. Selbst unterwegs – bei Außenterminen oder in der Bahn – kann ich mir gut vorstellen es herauszuholen um digitale Notizen zu erstellen. Es ist so klein und handlich, dass es leicht mit einer Hand zu halten wäre und ein umgeschlagenes Smartcover kann für den extra Grip sorgen.

Neben einem iPad habe ich fast überall auch einen Kindle dabei. Für längeres Lesen würde ich zwar immer ein E-Ink-Display bevorzugen, doch für die kurzen Passagen die ich unterwegs lese, könnte ich mir das iPad mini sehr gut als Alternative und Universalgerät vorstellen.

Halte ich Vorträge oder gebe ich Kurse habe ich neben dem iPad auf dem Präsentation abläuft, meist noch ein zweites iPad in der Hand auf dem ich meinem Leitfaden folge bzw. auf dem ich kurz etwas recherchieren oder nachschlagen kann, wenn es zu Fragen kommt. Auch hier wäre das kleinere und leichtere iPad mini durchaus praktisch. Denn nach zwei oder drei Stunden merkt man selbst das 470 Gramm leichte iPad 9.7“.

Ich versuche, so weit es mir möglich ist, mein Leben papierlos zu gestalten. Post die ich nicht sofort abarbeiten und anschließend entsorgen kann oder Dokumente die archiviert werden müssen, scanne ich meist direkt mit dem iPhone X und Scanner Pro und lege sie in DEVONthink ab. Nun wäre es bei Formularen oder Verträgen praktisch, wenn ich sie auch noch direkt unterzeichnen könnte. Auf dem iPhone ist das nicht möglich oder ich müsste die Dokumente erst wieder am iPad Pro öffnen. Auch die Dokumente mit den 12.9 Zoll großen iPad Pro zu scannen, ist irgendwie nicht so mein Ding. Deshalb auch hier die Lösung: Das iPad mini. Es ist handlich genug um damit die Dokumente erfassen zu können, aber auch groß genug um sie digital zu unterzeichnen.

Das wären vier Szenarien die ich mir spontan mit dem iPad mini vorstellen könnte. Ob ich es mir anschaffen werde, hängt schwer vom Preis ab. Wünschen würde ich mir 299 Euro (zum Vergleich – das aktuelle iPad 9.7“ kostet 349 Euro). Aber wer versteht aktuell schon die Preispolitik von Apple. 🤷‍♂️

Hattet ihr beim Lesen des Artikels auch die Titelmelodie von Star Wars im Kopf? Also wegen „Der Rückkehr …“ 🤓

Mein Foto-Workflow am iPad.

Foto-Verwaltung, Bildbearbeitung und Bildaufbereitung – all das erledige ich an meinem iPad Pro, mit einem SD-Adapter und dem Apple Pencil mit Leichtigkeit. Dabei muss ich gleich zu Beginn gestehen, dass ich nicht mehr so viel Wert auf das perfekt ausgearbeitete Foto lege. „Früher“ habe ich schon mal Stunden damit verbracht, den richtigen Look zu finden. Doch nun fotografiere ich meist (von eher seltenen freiberuflichen Aufträgen mal abgesehen) für mich, für die Erinnerung an den Moment und weniger für die Likes.

Doch ausgehend von der Anzahl der Fragen die ich zu diesem Thema erhalte, sind Bildbearbeitung und Bildverwaltung für meine Kurs-Teilnehmer, Leser und Follower äußerst wichtige Kriterien, die über einen Umstieg auf das iPad entscheiden können. Deshalb versuche ich einmal meinen Foto-Workflow im Detail zu beschreiben. In meinen Kursen behandle ich das Thema hingegen allgemeiner. In meinem Buch [work in progress] selbstverständlich auch. 📚

Foto-Verwaltung – Von der Kamera auf das iPad und in die Cloud

Bevor ich meinen Workflow erklären kann, müssen natürlich erstmal Fotos gemacht werden. Meist geschieht das mit dem iPhone und der Apple Kamera-App im JPG-Format. Wenn ich mehr Zeit investiere, nutze ich die phantastische App Halide und fotografiere im RAW-Format. Eine Vollformat-DSLR, die Nikon D600, kommt auch noch gelegentlich zum Einsatz. Auch hier nehme ich die Bilder im RAW-Format auf.

Auf das iPad Pro gelangen die Bilder vom iPhone ganz einfach via AirDrop. Von der DSLR werden die Bilder über den USB-C-Hub von NOVOO und die Import-Funktion der Fotos-App übertragen. Für die älteren iPads nutzt man am besten den Lightning-Adapter von Apple. Wichtig zu wissen ist, dass die Fotos-App beim Bildimport von einer SD-Karte nicht zwischen RAW und JPG unterscheiden kann bzw. beide Formate quasi gemeinsam ablegt. Das ist in sofern unkritisch, wenn man Apps wie VSCO oder Affinity Photo zur Weiterverarbeitung nutzt. Denn diese können beim Import das RAW erkennen und auswählen.

Für meinen weiteren RAW-orientierten Workflow mit Bildern aus der DSLR ist diese unklare Trennung allerdings ein Problem. Daher habe ich meinen Workflow bereits kameraseitig angepasst und ich fotografiere wie gesagt nur im RAW-Format. Damit habe ich beim Import und der Weiterverarbeitung keine Schwierigkeiten bei der Format-Auswahl. Falls ich doch einmal JPGs aufnehme, dann stelle ich meine DSLR so ein, dass diese gesondert auf der zweiten Speicherkarte landen.

Die erste Bild-Auswahl treffe ich in der Fotos-App, lege Favoriten fest, lösche direkt alles, was ich nicht für brauchbar erachte und ziehe ein Backup der Originale – via Drag & Drop aus der Fotos-App in die Dateien-App – in die iCloud. Mein dortiger Bilder-Ordner ist auf der ersten Ebene nach Kamera-Modellen strukturiert (davon hatte ich schon einige!) und in der zweiten Ebene nach dem Aufnahmedatum der Bilder, kombiniert mit einer möglichst sinnvollen Bezeichnung (z.B. 20190119_Schauinsland). Darin liegen dann wiederum drei Unterordner für die Originale, die Retuschen/Korrekturen, sowie ein Ordner für die Exporte in bestimmen Formaten.

Damit wäre die Fotoverwaltung in meinem Fall schon abgehakt. Einzig bei der Verarbeitung von RAW-Dateien aus der DSLR kommt abschließend noch ein Shortcut zum Einsatz, der den letzten Bildimport in die Lightroom-App schiebt und danach die RAW-Dateien löscht.

Auch hier nochmal der Hinweis auf die unklare Trennung von RAW und JPG. Hat man beide Formate importiert, wählt der Shortcut automatisch die JPGs und ignoriert die RAWs. Ich hoffe, dass Adobe hier bald an seinem Shortcut nachbessert und mehr Optionen anbietet. Denn mit den JPGs kann man in Lightroom recht wenig anfangen.

Bildbearbeitung – Korrekturen und Retuschen

Wer nun ✨ fancy ✨ Retusche-Tipps erwartet, den muss ich direkt enttäuschen. Denn auch an diesem Punkt bleibt mein Workflow eher minimalistisch. Bei Bildern vom iPhone – ganz gleich ob aus der Kamera-App oder mit Halide aufgenommen – landen die Bilder in der VSCO-App. Die Usability der App ist durchaus fragwürdig. Doch kommt man einmal mit ihr klar, erhält man wahnsinnig schnell phantastische Ergebnisse. Das gilt auch für die Bildbearbeitung am iPhone.

Der einfachste Weg die Bilder in die VSCO-App zu importieren, führt über die Teilen-Funktion aus der Fotos-App. In VSCO selbst wende ich meist einfach nur einen der Filter an, die ich mir vor Jahren einmal gekauft habe oder ich kopiere eine bestehende Bearbeitung von einem Bild aus meiner Bibliothek und wende diese Einstellungen auf die neuen Bilder an. Nun sind meist nur noch wenige Details anzupassen. Die Horizont-Linie begradigen, die Perspektive einwenig verschieben, schattige Bereiche aufhellen oder ein wenig nachschärfen. An Werkzeugen lässt VSCO kaum etwas vermissen. Die fertig bearbeiteten Bilder können dann entweder zurück in die Fotos-App gesichert oder auch direkt über die Dateien-App in eine Cloud gespeichert werden. Sollen noch weitere Apps zur Bearbeitung zum Einsatz kommen, empfiehlt sich natürlich das Speichern in die Fotos-App, da die wenigstens Apps auf die Dateien-App zugreifen können.

Bevor ich noch zwei Tools vorstelle, mit denen ich meinen Bildern gelegentlich den letzten Schliff gebe, möchte ich zunächst noch das Vorgehen mit den RAW-Dateien aus der Nikon beschreiben. Wie bereits erwähnt, werden diese über einen Shortcut in die Bibliothek von Lightroom CC importiert. An Funktionen mangelt es der iPad-Variante von Lightroom im Vergleich zur Desktop-Version an nichts. Zumindest vermisse absolut nichts. 🤷‍♂️ Selbst das Importieren von Presets (zum Beispiel von VSCO) ist inzwischen eingeschränkt möglich. Der Import selbst muss nämlich am Mac oder PC erfolgen. Die Presets werden dann über die Adobe Cloud synchronisiert und stehen am iPad zur Verfügung. Wie auch beim Bearbeiten in VSCO-App wende ich meist eine bestehende Vorgabe auf meine RAW-Bilder an. Im Anschluss folgen die Detailkorrekturen an Belichtung, Lichtstimmung und den Details um einen möglichst durchgängigen Look bei Bildserien zu erzielen. Eher selten nutze ich selektive Korrekturen. Aber auch diese sind am iPad ganz einfach anzuwenden. Die Regler bediene ich fast ausschließlich mit dem Apple Pencil. Sitze ich dann noch bei guter Musik auf der Couch, wird die Bildbearbeitung zu einem völlig neuen, entspannten Erlebnis. Der Export aus Lightroom CC kann entweder in die Fotos-App erfolgen oder direkt in die Cloud. Dabei bietet einem die App entweder die maximale Auflösung oder eine kleine Version mit 2048 Pixeln an. Das gesamte Handling der Bilder, das Anwenden von Korrekturen oder der Export laufen sehr flüssig ab. Das Surface Pro 5, mit 3,6 GHz i7 und 16 GB RAM, das ich im Hauptjob nutze, kommt da kaum hinterher. 🐌

Falls doch mal ein Element im Bild stört, kommt Photoshop Fix für die Retusche zum Einsatz. Gelegentlich pimpe ich auch mal ein Bild für Instagram noch mit ein bisschen Lens Flare und nutze dazu die App Lens Distortions.

Bildaufbereitung – Blog, Instagram und Co.

Nachdem die Fotos nun aufgenommen, bearbeitet bzw. korrigiert und strukturiert in der Cloud abgelegt wurden, geht es an die Veröffentlichung und die damit verbundene Aufbereitung der Bilder. Auch an diesem Punkt betreibe ich – wer hätte es gedacht – keinen allzu großen Aufwand bzw. lasse mir die Arbeit durch Automatisierungen in Shortcuts abnehmen.

Meinen No-Crop-Shortcut für Instagram hatte ich hier ja schon einmal beschrieben. Für mein Foto-Blog, welches bei Tumblr gehostet ist, und diese Website, welche mit WordPress läuft, nutze ich den „kleinen“ Lightroom-Export. Für die webtaugliche Optimierung sorgt unter WordPress ein PlugIn von TinyPNG. Sollte ich mal ein Bild in einer ganz bestimmten Größe ausgeben wollen, muss dafür keine komplexe App wie Affinty Photo gestartet werden, sondern es genügt dieser Shortcut. Ein Wasserzeichen könnte man mit Shortcuts auch noch auf seine Bilder montieren. Das würde ich allerdings nie tun. 🤦‍♂️

Festplatte oder USB-Stick am iPad anschließen.

Man kennt das: Irgendjemand drückt einem eine Diskette einen USB-Stick mit Daten in Hand, die man sich schnell auf den Computer ziehen soll. Doch leider scheitert dieses Vorhaben nicht nur daran, dass das iPad nicht über die passenden Anschlüsse verfügt, sondern auch am Betriebssystem iOS, welches keinerlei externe Datenträger (außer beim Foto-Import) zulässt.

Ja, diese File-Sharing-Welt fernab von Cloud und AirDrop gibt es noch. Vor allem im beruflichen Umfeld begegnen mir noch immer recht häufig USB-Sticks oder auch externe Festplatten. Natürlich könnte ich bei solchen Begegnungen missionieren und von der schönen neuen Welt berichten. Doch weiterbringen würde mich das bei diesen Begegnungen natürlich nicht. Deshalb habe ich seit kurzem immer ein kleines, multifunktionales Stück Hardware für knapp 40 Euro – den Filehub von RAVPower – im Gepäck.

Die Kernfunktion des Gerätes ist es drahtlosen Zugriff (über WLAN) von einem iOS- oder Android-Gerät auf externe Datenträger zu ermöglichen. Ganz konkret können SD-Karten in, und USB-Geräte (also Sticks oder Festplatten) an das Gerät gesteckt werden. Über die passende App werden die Datenträger ausgelesen und deren Daten können auf das iPad übertragen werden. Umgekehrt können natürlich auch Daten vom iPad auf den Datenträger gespielt werden. ↕️ Das alles funktioniert reibungslos. Einzige Voraussetzung für die Datenträger: Sie müssen FAT- oder NTFS-formatiert sein. Mit Mac-Formatierungen kann der Filehub nichts anfangen.

Des Weiteren steckt im Filehub eine kleine Powerbank – mit geradezu niedlichen 6.000 mAh – und ein mobiler Router. Man kann einfach ein Ethernetkabel anschließen und schon wird das Netzwerk zu einem kabellosen.

Nachtrag: Wie man aus der Dateien-App auf den Filehub zugreifen kann, beschreibe ich hier.

Backup meiner (aktuell) wichtigsten Daten.

English Version: Backup of my (currently) most important data.

Wie ich mir einen Backup-Shortcut für Texte aus iA Writer mit x-callback-URLs, ein bisschen SSH und Launch Center Pro gebastelt habe.

Backup-Shortcut für wichtige Texte in iA Writer

Dass iA Writer das Schreibprogramm meiner Wahl ist, ist kein Geheimnis. Aktuell nutze ich die App sogar noch intensiver als dies für gewöhnlich der Fall ist, denn sie ist nicht nur Ausgangspunkt, sondern auch einer der Hauptschauplätze für ein mir sehr, sehr wichtiges Projekt. 📚

Natürlich macht man sich bei so einem Projekt Gedanken um mögliche Risiken. Das größte Risiko, das ich für mich identifiziert habe, liegt klar in der genutzten Technik. Obwohl ich sowohl meinem iPad, der Software mit der ich arbeite und auch den Cloud-Diensten, die meine Daten speichern, in sehr großem Maße vertraue und deren Zuverlässigkeit erprobt ist, gehe ich in diesem Fall lieber vom „Worst Case“ aus und versuche diesen von Beginn an weitestgehend auszuschließen. Wie sagt meine Mama immer so schön: „Man hat schon Pferde kotzen sehen“. 🐴

Konkret geht es damit um das regelmäßige Backup von aktuell zwei Textdateien (mit je etwa 20.000 Wörtern), die in meiner iCloud im Ordner von iA Writer liegen. In den nächsten Tagen und Wochen werden sicherlich weitere Dateien hinzu kommen oder die beiden Dateien weiter an Umfang gewinnen.

Der einfachste Weg wäre es natürlich, wann immer ich etwas geschrieben habe, die beiden Dateien zum Beispiel in eine Dropbox zu kopieren. Aber das wäre mir als Fan der Shortcuts-App nicht nur viel zu trivial, ich würde das händische Kopieren schlicht auch regelmäßig vergessen.

Damit war ich recht schnell bei meinen Überlegungen zu einem Backup-Shortcut angelangt. Ziel war es, dass er regelmäßig automatisch getriggert bzw. ausgeführt wird und dass das Ausführen des Shortcuts für mich mit so wenig wie möglich Aufwand verbunden ist. Denn ebenso wie ich händisch keine Dateien von A nach B kopieren will, möchte ich mich durch irgendwelche Menüs hangeln und eine Auswahl treffen müssen.

Wie sieht nun die Lösung – der Shortcut aus? Zunächst musste ich an die gewünschten Daten – die Text-Dokumente – kommen. Hier macht es einem Shortcuts nicht ganz einfach. Während man in der Dropbox jeden beliebigen Dateipfad ansteuern kann, beschränkt einen die iCloud auf das Shortcuts-Verzeichnis. Doch meine Texte liegen nun mal im Verzeichnis der iA Writer-App. Gelöst habe ich das Problem über URL-Befehle, die erst vor ein paar Monaten in Shortcuts implementiert wurden.

In einer Liste zum Beginn des Shortcuts sind die Pfade zu den Texte hinterlegt. Kommen neue Texte hinzu, kann ich sie hier einfach ergänzen. Anhand der Pfade holt sich der Shortcut über eine x-callback-URL die Texte (Danke iA!) und komprimiert sie in einer ZIP-Datei. Die Datei wird anhand des aktuellen Datums und der Uhrzeit benannt und anschließend via SSH-Befehl auf einen meiner Server übertragen. Auf dem gleichen Weg könnte man die Datei auch auf einen lokalen NAS-Server schieben. Damit wäre der Shortcut prinzipiell auch schon am Ende. 🚀 Doch weil doppelt bekanntlich besser hält, wird die ZIP-Datei auch noch in die Dropbox geschoben.

Der einfachste Weg, diesen Shortcut nun regelmäßig zu triggern, führt über die App Launch Center Pro. Es ist möglich den Shortcut ortsbezogen aufzurufen – zum Beispiel beim Verlassen des Büros – oder nach einem festen Zeitplan. Die App sendet dann eine Benachrichtigung und mit einem Tap zur Bestätigung wird der Shortcut ausgeführt.

Damit liegen meine wichtigsten Texte nun lokal auf dem iPad, in der iCloud, in der Dropbox und auf einem privaten Server. Dass Daten verloren gehen, sollte eine der Instanzen ausfallen, ist damit ein wenig unwahrscheinlicher geworden.

PS: Ich bin noch nicht dazu gekommen, meinen Screenshot-Shortcut auf die neuen iPad Pro-Modelle anzupassen. 😪

Mein neuer Computer.

Mein neuer Computer ist – wer hätte es gedacht – ein iPad Pro. Es ist der leistungsstärkste Computer, der kompakteste und auch annähernd der teuerste den ich je besaß. Es ist der Computer, auf den ich mich seit gut einem Jahr gefreut habe. Es ist der Computer, mit dem ich gern arbeite, mit dem ich produktiv bin. Und es ist der Computer, an dem ich am wenigsten darüber nachdenke, dass ich gerade an einem Computer sitze.

iPad Pro 12.9 (2018) mit Smart Folio Keyboard

Seit knapp zwei Wochen nutze ich nun das neue Apple iPad Pro 12.9 mit 256 GB in der Wifi-Version zusammen mit dem Smart Folio Keyboard und so langsam gewöhne ich mich an meinen neuen Computer. Das Handling (vor allem das der Tastatur) ist noch etwas ungewohnt und läuft noch nicht so flüssig wie beim Vorgänger, dem iPad Pro von 2015. Doch es fühlt sich seit dem Öffnen der Verpackung irgendwie richtig an. Wie die Zukunft des Computers. Verspürt habe ich beim Auspacken die gleiche Begeisterung für Technik wie Anfang 2017 beim iPad Air 2. Mit dem Unterschied, dass ich mir diesmal der Leistung dessen, was ich in Händen hielt bewusst war. Auch musste ich mich nicht fragen, ob das was ich auspackte mein neuer Computer werden könnte.

Der Sprung nach vorn – der Fortschritt – der zwischen beiden Geräten und drei Jahren Entwicklungszeit liegt, ist nicht nur eindeutig an äußerlichen Merkmalen erkennbar, sondern auch deutlich spürbar und in der Anwendung geradezu omnipräsent. Dies beginnt schon beim Entsperren des Gerätes via Face ID. Nach zweimaligem Tippen auf die Leertaste ist das iPad bereit. Die Sicherheit meiner Daten wird zur Selbstverständlichkeit. Die Gedanken, die man sich um dieses wichtige Thema machen sollte und die Technik, die diese Sicherheit gewährleistet, treten als verlässliche Tatsache komplett in den Hintergrund. Face ID funktioniert dabei – im Vergleich zum iPhone X – noch einmal deutlich zuverlässiger (wobei es für mich am iPhone absolut nichts zu bemängeln gibt) und wirklich aus jeder Position. Hochformatig, querformatig oder auf dem Kopf.

iPad Pro 12.9 (2018) mit 256 GB

Am deutlichsten zu sehen ist der Fortschritt wohl am Display, das nahezu randlos mit gerundeten Ecken ausgestattet ist. Wobei natürlich anzumerken ist, dass das nur 5,9 Millimeter dünne Gehäuse auch nicht übel ist. Doch das randlose Display-Design und der fehlende Homebutton sparen gegenüber den Vorgängermodellen etwa zwei Zentimeter der Gesamtgröße. Die Interaktion mit dem Touchscreen mit 120Hz Bildwiederholungsrate ist wahnsinnig direkt und flüssig. Der leistungsstarke Prozessor sorgt dafür, dass Verzögerungen praktisch nicht auftreten – egal ob beim Drag & Drop oder beim Multi-Tasking. Selbst wenn man eigentlich nicht erwartet einen Unterschied zu spüren – zum Beispiel beim Erstellen einer Präsentation in Keynote – zeigt sich sofort die Power des Gerätes. Das iPad Pro mit seinem A12X-Prozessor an seine Grenzen zu bringen, wird in absehbarer Zeit sicher schwierig, sodass ich mir sicher bin, dass mich dieser Computer über die nächsten zwei bis drei Jahre begleiten wird.

iPad Pro 12.9 (2018) mit NOVOO USB-C-Dock

Die Umstellung auf einen USB-C-Anschluss zum Laden und Anschließen von Peripheriegeräten bedeutet zunächst einmal, dass ich neue Adapter und Kabel kaufen musste. Unter anderem einen Audio-Adapter, da Apple aufgrund der dünnen Bauweise den Kopfhörer-Anschluss bzw. Audio-Eingang einsparen musste. Doch dieser ist zum Podcasten nunmal leider unerlässlich. Dafür spart mir ein Universal-Adapter mit SD-Karten-Leser, HDMI-Anschluss und USB-A-Anschlüssen das rumschleppen von einzelnen Adaptern. Langfristig – die Gerüchte um iOS 13 gleichen aktuell geradezu einem Wunschkonzert – wird die USB-C-Technik dem iPad sicherlich viele neue Perspektiven eröffnen. Mit der Möglichkeit Festplatten anzuschließen, rechne ich allerdings nicht.

Dass ich – wie eingangs erwähnt – noch ein wenig mit dem Handling des neues Gerätes hadere, liegt vor allem am neuen Smart Keyboard, welches jetzt ein Smart Keyboard Folio ist und dank über einhundert Magneten an der iPad-Rückseite „klebt“. Sicher, das alte Smart Keyboard war mit seiner Origami-Dreiecks-Falttechnik etwas gewöhnungsbedürftig, am Ende aber doch irgendwie praktisch. Mit dem neuen Folio fühlt sich das iPad Pro Laptop-artiger an und liegt auch wirklich stabil auf den Beinen. Doch klappt man das Folio nach hinten, wenn man das iPad zum Beispiel kurz im Hochformat zum Lesen nutzen möchte, hält man die Tastatur in Händen. Und das fühlt sich nicht richtig an. Auch der neue, zweite Winkel, in dem man das iPad in der Tastatur einrasten kann, ist aus meiner Sicht absolut nutzlos. Viel zu steil. Bei jedem Tap auf das Display, gibt dieses in beiden möglichen Winkeln weit mehr nach, als es beim alten Smart Keyboard der Fall war. Doch zwei Eigenschaften der Tastatur sind gleichbleibend gut bzw. sogar minimal besser: Zum einen das Schreibgefühl, zum anderen der Formfaktor. Für eine Tastatur-Hülle in dieser Größe schreibt es sich hervorragend. So wird das Smart Keyboard Folio vorerst meine „allways-on“-Tastatur bleiben und zuhause vom Magic Keyboard unterstützt. Gespannt bin ich was Logitech entwickelt und ab die von Brydge angekündigte Tastatur auch für den deutschen Markt produziert wird. Das Canopy-Keyboard-Case von Studio Neat habe ich mir schon mal testweise bestellt.

iPad Pro 12.9 (2018) mit Smart Folio Keyboard

Richtig angepisst bin ich übrigens – nein, nicht vom Preis des iPad Pros, den kann ich für mich rechtfertigen – sondern davon, dass ich weder meinen Apple Pencil der ersten Generation noch den Logitech Crayon am neuen iPad Pro nutzen kann. Natürlich habe ich mir deshalb zunächst keinen bestellt und natürlich weiß ich inzwischen, dass ich ihn ziemlich häufig brauche. Also warte ich noch zwei Wochen auf meine Bestellung im Wert von 130 Euro. 😪 Immerhin mit Gravur!

Auch nicht so ganz glücklich bin ich mit meiner Entscheidung, nur die Wifi-Version gekauft zu haben. Hintergrund war der Mehrpreis von 170 Euro, den Apple mittlerweile für die Cellular-Version verlangt. Doch bereits nach dieser kurzen Zeit fühlt es sich so an, als hätte ich am falschen Ende gespart. Das Verbinden mit dem iPhone nervt. Also bin ich schwer am überlegen, ob ich nicht bald auf die Cellular-Version upgraden sollte. Bei 256 GB Speicher werde ich bleiben. Die 128 GB des alten iPads waren nie zu mehr als 50 Prozent belegt. Auch wenn ich gerade tiefer in das Thema Podcasting einsteige und eine kleine Instagram- bzw. Youtube-Serie (mit der großartigen Video-Schnitt-App LumaFusion) in Arbeit ist, wird der Speicher für meine Bedürfnisse ausreichen.

Mein Fazit: Ich bin ziemlich glücklich mit meinem neuen Computer. Apple bleibt Apple – der teils heftige Anstieg der Preise war zu erwarten (siehe iPhone X). Allerdings arbeite ich nun auch mit einem Gerät, das erneut Maßstäbe setzt, Leistungsreserven für die nächsten Jahre hat und einer ganzen Branche wieder als Pausvorlage dienen wird (siehe iPhone X). Insgesamt freut es mich, dass Apple mit den neuen Pro-Modellen das iPad als ernstzunehmende, für sich stehende Computer-Plattform weiter entwickelt und nicht den Stimmen nachgibt, die zwanghaft Laptop-Vergleiche ziehen müssen.

#Update 05.

Ich bin – gewissermaßen – zurück! Es war durchaus ein wenig still hier geworden. Das lag daran, dass das #projectipadonly aus dem Internet hinaus in das wahre Leben transportiert wurde und seine erste Bewährungsprobe als fünfstündiger Kurs über zwei Abende erfolgreich bestanden hat. Offenbar geht mein Konzept auf und mein Ansatz, das iPad als vollwertigen Computer zu nutzen, wird auch von anderen angenommen und gutgeheißen. In die Vorbereitung flossen unzählige Stunden, die sich – rückblickend betrachtet – mehr als gelohnt haben. Nicht nur wegen des positiven Feedbacks, welches ich von meinen Kursteilnehmern erhalten habe, vor allem auch weil sich aktuell neue Möglichkeiten ergeben, die das was hier mit ein paar Blogposts begann, auf ein neues Level heben könnten. Die nächsten Wochen werden sicher spannend!

Kiez-Gespräche: Ein Podcast über alles und nichts – mit dezent betriebswirtschaftlichem Einschlag.

Ein weiteres Projekt, dass schon sehr lang auf seine Umsetzung wartete, hat gestern in Form seiner ersten Episode das Licht der Welt erblickt. Zusammen mit Martin – einem meiner besten Freunde – habe ich gestern unseren ersten Podcast mit dem Titel Kiez-Gespräche aufgenommen. Der Podcast basiert auf unseren Gesprächen in unserer Stammkneipe – dem Kiez – die wir während unserer Zeit in der Weiterbildung zum Betriebswirt geführt haben. Also ein Podcast über alles und nichts – mit dezent betriebswirtschaftlichem Einschlag. ?

Mit der ersten Folge bin ich ganz zufrieden und ich bin gespannt was aus unseren Kiez-Gesprächen wird. An der Tonqualität, vor allem der Aufnahmelautstärke, arbeiten wir noch. Abonnieren kann man uns über alle gängigen Podcast-Player hier. An der Listung bei Apple Podcasts oder Spotify arbeiten wir gerade.

Ich bleibe beim Thema Podcasts und möchte euch die aktuellen Folgen von Upgrade, Connected und Supercomputer wärmstens an Herz legen. Alle drei beschäftigen sich mit den neuen iPad Pro-Modellen. Im Gegensatz zu den meisten Reviews jedoch aus der Perspektive von Menschen, die ihre iPads auch wirklich im (Arbeits-)Alltag einsetzen und ihre Meinungen nicht aus der zwölfstündigen Nutzung eines Review-Gerätes ziehen.

Seit ich meine Begeisterung für das iPad öffentlich teile, wird mir gern die Glorifizierung eines viel zu teuren Tablets vorgeworfen, mit dem man ja nicht mal ansatzweise seinen Computer ersetzen kann. Gegen solche Verallgemeinerungen wehre ich mich natürlich und versuche immer mit einer sehr individuellen Herangehensweise zu argumentieren. Entscheidend, ob das iPad für jemanden als Computer in Frage kommt, sind die eigenen Bedürfnisse und Anforderungen. Doch diese sind den meisten Kritikern nicht bewusst, weil sie ihre Arbeitsweise an Betriebssysteme und Software anpassen, die seit zwanzig Jahren nur noch aktualisiert, aber kaum mehr weiterentwickelt wird. Muss mein Computer alles können? Nein. Muss er das, was für mich am wichtigsten ist können? Ja. Und sollte mein Computer mir das Ausführen dieser speziellen Aufgaben so angenehm wie möglich machen? JA!

Ob das iPad zum Beispiel als Computer für einen Web-Developer geeignet ist, beschreibt Craig Morey mit einer sehr differenzierten und nicht unkritischen Sichtweise in diesem Artikel. Genau so sollte man sich der Frage nähern.

If you’re building a site in a “flat” method (ie, with HTML/CSS/JS) you can get quite a long way on an iPad alone, either with preview servers or uploading to a Virtual Private Server (VPS).

Ich gehöre zum Glück zu den Menschen, die meist „flat“ entwickeln.

How not to: iPad Pro Review.

Liest, hört oder sieht man dieser Tage so manches iPad Pro Review möchte man entweder heulen oder sehr laut „Äh, NEIN!“ rufen. Denn die Reviewer schaffen es erneut nicht, nach bereits gescheiterten Versuchen aus den Jahren 2015 und 2017, ihre leidigen Laptop-Vergleiche zu unterlassen. Ein iPad Pro-Review läuft demnach in etwa wie folgt ab:

  • Wow, es ist so dünn!
  • Wow, es ist so schnell! Sogar scheller als ein MacBook.
  • Wow, es ist so vielseitig!
  • Wow, der Akku hält wirklich zehn Stunden. Bis hier hin 10 von 10 Punkten!
  • Mhh, blöd … aber es ist eben kein Laptop. Gibt also nur 6 von 10 Punkten.

Im Wortlaut, von theverge.com-Autor Nilay Patel, klingt das dann so:

Is the new iPad Pro a stunning engineering achievement? Without question. Has Apple once again produced mobile hardware that puts the rest of the industry to shame when it comes to performance, battery life, and design? Yep. Is the iPad Pro the best, most capable iPad ever made? It certainly is. But you know what? It’s still an iPad.

Es kann nun vielleicht daran liegen, dass ich kein Journalist bin, doch so richtig objektiv erscheint mir diese Herangehensweise nicht. Scheinbar ist der stereotype „Creative Professional“ der einzig mögliche Anwender für ein iPad. Nur so erklärt sich mir, dass dessen Bedürfnisse für jedes Review herangezogen werden. Dass es noch andere, ebenfalls professionelle Anwendungsszenarien gibt, die ein iPad abdeckt und bedient, scheint den Reviewern allem Anschein nach noch nicht aufgefallen zu sein. Auch scheint noch nicht zu allen durchgedrungen zu sein, dass ein iPad nun mal ein iPad und damit eine gänzlich andere Produktkategorie ist. Falls dazu mal jemand Nachhilfe benötigt – ich halte rein zufällig Kurse zu dem Thema ab. 👨‍🏫

Ganz ähnlich sehen das übrigens die Herren Federico Viticci und Myke Hurley in der aktuellen Connected-Ausgabe.

#Update 04.

Das Apple-Herbst-Event steht vor der Tür und die neuen iPhones und Apple-Watches sind bereits geleaked. Doch handfeste Hinweise auf die neuen iPads fehlen. Das könnte bedeuten, dass diese erst im Oktober auf den Markt kommen. Nicht gerade meine Wunschvorstellung, denn die neuen iPhones interessieren mich so wenig wie noch nie. Bin ich doch noch immer überaus zufrieden mit meinem iPhone X. Doch bei der Vorstellung von randlosen iPad Pros mit Face ID und möglicherweise neuen Tastaturen werde ich ein wenig hibbelig.

Wohin Apples Reise in Sachen iPad gehen wird, fasst Jason Snell in diesem Artikel, basierend auf allen Gerüchten zusammen. Die Frage, für welche Größe ich mich entscheiden werde, habe ich mir bisher noch nicht endgültig beantwortet. Aktuell tendiere ich zur 11″-Version.

In dieser Woche hat Serif endlich die erste Beta-Version ihrer Desktop Publishing-Software Affinity Publisher veröffentlicht und damit Adobe erneut Feuer unterm Hintern gemacht. Sowohl unter Windows als auch am Mac habe ich schon einen kurzen Blick darauf geworfen und bin recht beeindruckt. Das will etwas heißen, denn Adobes InDesign ist die Software, die mir sozusagen in Fleisch und Blut übergegangen ist. Ähnlich wie bei Affintiy Photo und Designer gilt es nun zunächst die bekannten Denkmuster zu überwinden und sich auf die neue Software einzulassen.

Apropos, Affinity Photo und Designer. Vor etwa zwei Wochen habe ich meinen @brom_voyage-Instragram-Account neu gestaltet. Statt einzelner Posts gibt es nun einen zusammenhängenden Feed, wie man ihn hier oder hier vielleicht schon mal gesehen hat. Die Vorlage dazu habe ich in Affinity Photo am Mac erstellt. Gepflegt wird das, inzwischen um die einhundert Ebenen um fassende Dokument jedoch am iPad. Auch der instagramgerechte Export findet am iPad, unter Zuhilfenahme des Designers, statt. Denn in der iOS-Version von Photo fehlt die Slice-Funktion. Die Performance der beiden Apps ist dabei absolut beeindruckend und ich kann nur hoffen, dass Affintiy auch den Publisher für iOS umsetzt. Dann ist das #projectipadonly nicht mehr zu stoppen.

Aus der Welt der Podcasts möchte ich euch eine Neuheit von Alex Cox und Matthew Cassinelli ans Herz legen: Supercomputer. Bisher erschienen drei kurzweilige Folgen, die sich damit befassen, wie wir der Technik die uns umgibt Herr werden.

In der Blütezeit der Blogs hatten wir vermutlich alle einen. Einen Feed-Reader. Dann kamen Facebook und Twitter und wir bekamen neue Artikel gefühlt zu oft unter die Nase gerieben, sodass wir uns der Feed-Reader entledigten. Nun meidet man die sozialen Medien zunehmend, weil dort die Nazis und Wutbürger immer lauter werden und hat das Gefühl die guten Inhalte zu verpassen. Langer Rede, kurzer Sinn: Ich nutze wieder einen Feed-Reader, nämlich Reeder 3.

Update #03.

Diese Woche stand für mich ganz im Zeichen der Automatisierung. Was soll man auch anderes machen, wenn man bei 37°C Außentemperatur mit einer Mandelentzündung zuhause liegt und gefühlt schon jede Netflix-Serie gesehen hat.

Die Developer-Beta von Shortcuts ist seit ein paar Wochen verfügbar und die beiden Herren von Canvas teilen ihre Erfahrungen. Alles sehr vielversprechend!

In Folge 203 von Upgrade dreht sich alles um das Arbeiten am iPad. Nicht viel neues (für mich), aber immer wieder schön zu hören, wie andere arbeiten.

Okay. Ihr habt es vielleicht schon geahnt. Und irgendwann muss es ja mal raus: Ich oute mich als Rosemary Orchard-Fanboy. ? Sie ist meine persönliche Automatisierungs-Heldin und mit ihrer Philosophie, die ich in diversen Podcasts mit ihr geradezu aufgesaugt habe, dafür verantwortlich, dass ich gerade so tief in Workflow und Co. eintauche. Aktuell hört man sie in Folge 19 des Podcasts Roboism. Übrigens der Podcast mit der besten Intro-/Outro-Musik! Ein langes Interview mit ihr ist auch im Podcast Systematic zu hören. Wer Inspiration sucht, um in das Thema Automatisierung einzusteigen, sollte einmal hier und hier vorbei schauen.

Apropos Automatisierung: Diese Woche habe ich drei Workflows gebastelt. Zwei Instagram-Workflows und einen zur Erstellung eines Literaturverzeichnisses aus einer Airtable-Datenbank. Auf den bin ich schon ein bisschen stolz.

Ein Icon in der iOS 12 Beta 5 hat das Aussehen der neuen iPad Pros bestätigt. Als Vorstellungstag wird der 12. September 2018 gemunkelt. Ich kann es kaum erwarten!

Airtable + Workflow = 💙

Vor einigen Wochen habe ich Airtable wiederentdeckt. Airtable ist ein Onlineservice der Datenbank und Tabellenkalkulation auf einzigartige Weise verbindet, gute Apps für iPad und iPhone bereitstellt und mit vielen nützlichen wie intuitiven Funktionen aufwartet. Der Einstieg wurde mir diesmal außerdem von den zahlreichen Templates erleichtert die Airtable mitbringt. Für praktisch jeden Anwendungszweck – ob Datenbank zur Reiseplanung, Ausgaben-Tracker, Rezepte-Sammlung oder Mini-Customer Relationship Managament (CMR) – gibt es eine Vorlage. Man kommt quasi zwangsläufig auf Ideen, wie man das Tool für sich verwenden kann.

Meine erste Idee war ein Literatur- bzw. Quellenverzeichnis. Ein solches habe ich beim Schreiben meiner Projektarbeit für den Betriebswirt schmerzlich vermisst. Denn nachdem man zehn energiewirtschaftliche Studien und diverse betriebswirtschaftliche Werke gelesen hat, verliert man dezent den Überblick bzw. es kostet unnötige Energie alle Verbindungen im Kopf zu behalten. So soll es mir bei meinem Buch-Projekt nicht ergehen. Doch wirklich brauchbare Apps – die einem die Arbeit auf diesem Gebiet erleichtern – gibt es für iOS nicht. Eine praktikable und einfache Lösung ist daher Airtable.

Das Anlegen einer neuen Datenbank ist kinderleicht. Insgesamt habe ich für mein Literaturverzeichnis 13 Felder definiert: Autor (oder Herausgeber), Titel der Publikation, Untertitel, Medium (Buch, Website, Studie oder Artikel), Seitenzahl, Herausgabejahr, Verlagssitz, Verlagsname, Zeitschriftenname, Link, Abrufdatum des Links, Zitat und Notizen. Zack, fertig – Literatur-Datenbank!

Literaturverzeichnis-Datenbank in Airtable auf dem iPad

Gebe ich nun einen neuen Datensatz ein, öffnet sich eine schicke Eingabemaske und führt mich durch alle Felder. Die Eingaben – zum Beispiel das Erscheinungsjahr oder das Abrufdatum einer Website – werden anhand der Feld-Vorgaben sauber formatiert. Die Auswahl des Quellen-Mediums erfolgt eindeutig über ein Selektionsfeld. Die Datenbank ist durchsuchbar und ich kann die Darstellung nach meinen Wünschen anpassen. Auch Freigaben und Kollaboration sind möglich. Der Änderungsverlauf für jeden Datensatz beträgt in der kostenlosen Airtable-Version zwei Wochen.

Nun heißt dieser Blogpost jedoch nicht umsonst „Airtable + Workflow = 💙“. Denn in meinem Fall ist die Literatur-Datenbank in Airtable zwar eine phantastische Basis, doch auch nur die halbe Miete. Denn mein Ziel ist es am Ende einer Projektarbeit, eines Artikels oder eines Buches möglichst wenig Arbeit mit dem Literaturverzeichnis zu haben. Ich möchte auf ein Knöpfchen drücken und das Verzeichnis soll alphabetisch sortiert und fertig in Markdown formatiert ausgegeben werden. Dazu benötige ich Workflow (bzw. künftig Shortcuts) – die Automatisierungsallzweckwaffe unter iOS.

An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass ich kein Programmierer bin. Das zeigt sich immer deutlich, wenn ich mit JavaScript oder PHP in Verbindung komme. Ich habe ein solides Grundverständnis für Hard- und Software, komme auch in einer UNIX-Shell einigermaßen zurecht, kann Websites in HTML und CSS schreiben und auch ein Content-Management-System problemlos integrieren oder mir ein jQuery-Script zurecht basteln. Aber wann immer ich versucht habe, mich einer Script- oder Programmiersprache wie JavaScript, PHP, Python oder was auch immer von Grund auf zu nähern, bin ich (bisher) gescheitert. Wer sich nun fragt, was dies hier zu Sache tut – hier ist die Antwort: Das alles ist der Grund, warum ich Workflow so liebe und warum ich überaus begeistert – geradezu entzückt! – bin, dass Apple den Weg mit Shortcuts weiter geht. Denn mit Workflow lassen sich komplexe Abfragen oder Abläufe visuell aufbauen und lösen. Und das ist mein Ding!

Zurück zum Thema und zum einzigen kleinen Manko an Airtable: Alle Tabellen bzw. Datenbanken befinden sich in einem mehr oder weniger geschlossenen System. Zwar gibt es auf der Website eine Exportfunktion für Tabellen im CSV-Format, doch unter iOS steht nicht einmal das Share Sheet zur Verfügung. Dafür gibt es eine leicht zugängige und wirklich verständlich dokumentierte API, die auf jede Tabelle oder Datenbank zugeschnitten wird. Und wenn ich das sage, muss das – ich bitte darum sich den letzten Absatz in Erinnerung zu rufen – etwas heißen. ☝️

Mithilfe dieses Artikels habe ich mich der API genähert und sie angezapft. In meinem Workflow werden die Datensätze der Reihe nach ausgelesen und in Variablen gepackt. Um sie dann mit der entsprechenden Markdown-Syntax auszeichnen zu können, erfolgt eine Abfrage des Mediums. Denn davon sind die auszugebenden Felder des Datensatzes, deren Reihenfolge sowie und deren Formatierung abhängig. Im Anschluss werden alle Datensätze noch alphabetisch nach den Autorennamen sortiert und zu guter Letzt gesammelt, als Text in den Zwischenspeicher gepackt oder als .txt-Datei gespeichert. Zack, fertig – Literaturverzeichnis!

Der Literaturverzeichnis-Workflow: Aus der Airtable-Datenbank wird das fertige Literaturverzeichnis generiert.

Alles in allem hat mich der Workflow schon ein paar Stunden gekostet. Zeit die ich langfristig garantiert wieder reinhole, weil ich Literaturverzeichnisse nie wieder manuell formatieren muss. Außerdem habe ich mir nun einen Basis-Workflow für die Airtable-API geschaffen, auf den ich sicher noch oft aufbauen werde. Denn die Möglichkeiten der Kombination von Airtable und Workflow sind geradezu unendlich. Nicht nur für private Anwendungen, vor allem auch für Freiberufler oder kleine Unternehmen. Aus einem kleinen CRM in Airtable lassen sich leicht Auswertungen oder ein Kontaktdatenblatt für Kundentermine generieren. Projektpläne lassen sich je nach Anspruchsgruppe gezielt auslesen, als Statusinformationen aufbereiten und als PDF versenden. Es lassen sich Checklisten, Zeitpläne oder Auftragsblätter erstellen. Oder, oder, oder.

Diese Website wird mit 💙 und WordPress betrieben. Gecodet – auf Basis von UIkit – und getextet wird mit einem iPad. Impressum und Datenschutz. 🏳️‍🌈

Hey, ich bin Oliver! Ich bin geprüfter Betriebswirt mit Fokus auf Marketing, lebe in Frei­burg, beschäftige mich mit iPad-Produktivität und Energie, fahre Rennrad und Brompton.



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