Hey, ich bin Oliver! Ich habe irgendwas mit Medien gelernt, lebe in Frei­burg, beschäftige mich beruflich mit Energie, fahre Rennrad und Brompton.



#projectipadonly / #bromvoyage

Mein neuer Computer.

Mein neuer Computer ist – wer hätte es gedacht – ein iPad Pro. Es ist der leistungsstärkste Computer, der kompakteste und auch annähernd der teuerste den ich je besaß. Es ist der Computer, auf den ich mich seit gut einem Jahr gefreut habe. Es ist der Computer, mit dem ich gern arbeite, mit dem ich produktiv bin. Und es ist der Computer, an dem ich am wenigsten darüber nachdenke, dass ich gerade an einem Computer sitze.

iPad Pro 12.9 (2018) mit Smart Folio Keyboard

Seit knapp zwei Wochen nutze ich nun das neue Apple iPad Pro 12.9 mit 256 GB in der Wifi-Version zusammen mit dem Smart Folio Keyboard und so langsam gewöhne ich mich an meinen neuen Computer. Das Handling (vor allem das der Tastatur) ist noch etwas ungewohnt und läuft noch nicht so flüssig wie beim Vorgänger, dem iPad Pro von 2015. Doch es fühlt sich seit dem Öffnen der Verpackung irgendwie richtig an. Wie die Zukunft des Computers. Verspürt habe ich beim Auspacken die gleiche Begeisterung für Technik wie Anfang 2017 beim iPad Air 2. Mit dem Unterschied, dass ich mir diesmal der Leistung dessen, was ich in Händen hielt bewusst war. Auch musste ich mich nicht fragen, ob das was ich auspackte mein neuer Computer werden könnte.

Der Sprung nach vorn – der Fortschritt – der zwischen beiden Geräten und drei Jahren Entwicklungszeit liegt, ist nicht nur eindeutig an äußerlichen Merkmalen erkennbar, sondern auch deutlich spürbar und in der Anwendung geradezu omnipräsent. Dies beginnt schon beim Entsperren des Gerätes via Face ID. Nach zweimaligem Tippen auf die Leertaste ist das iPad bereit. Die Sicherheit meiner Daten wird zur Selbstverständlichkeit. Die Gedanken, die man sich um dieses wichtige Thema machen sollte und die Technik, die diese Sicherheit gewährleistet, treten als verlässliche Tatsache komplett in den Hintergrund. Face ID funktioniert dabei – im Vergleich zum iPhone X – noch einmal deutlich zuverlässiger (wobei es für mich am iPhone absolut nichts zu bemängeln gibt) und wirklich aus jeder Position. Hochformatig, querformatig oder auf dem Kopf.

iPad Pro 12.9 (2018) mit 256 GB

Am deutlichsten zu sehen ist der Fortschritt wohl am Display, das nahezu randlos mit gerundeten Ecken ausgestattet ist. Wobei natürlich anzumerken ist, dass das nur 5,9 Millimeter dünne Gehäuse auch nicht übel ist. Doch das randlose Display-Design und der fehlende Homebutton sparen gegenüber den Vorgängermodellen etwa zwei Zentimeter der Gesamtgröße. Die Interaktion mit dem Touchscreen mit 120Hz Bildwiederholungsrate ist wahnsinnig direkt und flüssig. Der leistungsstarke Prozessor sorgt dafür, dass Verzögerungen praktisch nicht auftreten – egal ob beim Drag & Drop oder beim Multi-Tasking. Selbst wenn man eigentlich nicht erwartet einen Unterschied zu spüren – zum Beispiel beim Erstellen einer Präsentation in Keynote – zeigt sich sofort die Power des Gerätes. Das iPad Pro mit seinem A12X-Prozessor an seine Grenzen zu bringen, wird in absehbarer Zeit sicher schwierig, sodass ich mir sicher bin, dass mich dieser Computer über die nächsten zwei bis drei Jahre begleiten wird.

iPad Pro 12.9 (2018) mit NOVOO USB-C-Dock

Die Umstellung auf einen USB-C-Anschluss zum Laden und Anschließen von Peripheriegeräten bedeutet zunächst einmal, dass ich neue Adapter und Kabel kaufen musste. Unter anderem einen Audio-Adapter, da Apple aufgrund der dünnen Bauweise den Kopfhörer-Anschluss bzw. Audio-Eingang einsparen musste. Doch dieser ist zum Podcasten nunmal leider unerlässlich. Dafür spart mir ein Universal-Adapter mit SD-Karten-Leser, HDMI-Anschluss und USB-A-Anschlüssen das rumschleppen von einzelnen Adaptern. Langfristig – die Gerüchte um iOS 13 gleichen aktuell geradezu einem Wunschkonzert – wird die USB-C-Technik dem iPad sicherlich viele neue Perspektiven eröffnen. Mit der Möglichkeit Festplatten anzuschließen, rechne ich allerdings nicht.

Dass ich – wie eingangs erwähnt – noch ein wenig mit dem Handling des neues Gerätes hadere, liegt vor allem am neuen Smart Keyboard, welches jetzt ein Smart Keyboard Folio ist und dank über einhundert Magneten an der iPad-Rückseite „klebt“. Sicher, das alte Smart Keyboard war mit seiner Origami-Dreiecks-Falttechnik etwas gewöhnungsbedürftig, am Ende aber doch irgendwie praktisch. Mit dem neuen Folio fühlt sich das iPad Pro Laptop-artiger an und liegt auch wirklich stabil auf den Beinen. Doch klappt man das Folio nach hinten, wenn man das iPad zum Beispiel kurz im Hochformat zum Lesen nutzen möchte, hält man die Tastatur in Händen. Und das fühlt sich nicht richtig an. Auch der neue, zweite Winkel, in dem man das iPad in der Tastatur einrasten kann, ist aus meiner Sicht absolut nutzlos. Viel zu steil. Bei jedem Tap auf das Display, gibt dieses in beiden möglichen Winkeln weit mehr nach, als es beim alten Smart Keyboard der Fall war. Doch zwei Eigenschaften der Tastatur sind gleichbleibend gut bzw. sogar minimal besser: Zum einen das Schreibgefühl, zum anderen der Formfaktor. Für eine Tastatur-Hülle in dieser Größe schreibt es sich hervorragend. So wird das Smart Keyboard Folio vorerst meine „allways-on“-Tastatur bleiben und zuhause vom Magic Keyboard unterstützt. Gespannt bin ich was Logitech entwickelt und ab die von Brydge angekündigte Tastatur auch für den deutschen Markt produziert wird. Das Canopy-Keyboard-Case von Studio Neat habe ich mir schon mal testweise bestellt.

iPad Pro 12.9 (2018) mit Smart Folio Keyboard

Richtig angepisst bin ich übrigens – nein, nicht vom Preis des iPad Pros, den kann ich für mich rechtfertigen – sondern davon, dass ich weder meinen Apple Pencil der ersten Generation noch den Logitech Crayon am neuen iPad Pro nutzen kann. Natürlich habe ich mir deshalb zunächst keinen bestellt und natürlich weiß ich inzwischen, dass ich ihn ziemlich häufig brauche. Also warte ich noch zwei Wochen auf meine Bestellung im Wert von 130 Euro. 😪 Immerhin mit Gravur!

Auch nicht so ganz glücklich bin ich mit meiner Entscheidung, nur die Wifi-Version gekauft zu haben. Hintergrund war der Mehrpreis von 170 Euro, den Apple mittlerweile für die Cellular-Version verlangt. Doch bereits nach dieser kurzen Zeit fühlt es sich so an, als hätte ich am falschen Ende gespart. Das Verbinden mit dem iPhone nervt. Also bin ich schwer am überlegen, ob ich nicht bald auf die Cellular-Version upgraden sollte. Bei 256 GB Speicher werde ich bleiben. Die 128 GB des alten iPads waren nie zu mehr als 50 Prozent belegt. Auch wenn ich gerade tiefer in das Thema Podcasting einsteige und eine kleine Instagram- bzw. Youtube-Serie (mit der großartigen Video-Schnitt-App LumaFusion) in Arbeit ist, wird der Speicher für meine Bedürfnisse ausreichen.

Mein Fazit: Ich bin ziemlich glücklich mit meinem neuen Computer. Apple bleibt Apple – der teils heftige Anstieg der Preise war zu erwarten (siehe iPhone X). Allerdings arbeite ich nun auch mit einem Gerät, das erneut Maßstäbe setzt, Leistungsreserven für die nächsten Jahre hat und einer ganzen Branche wieder als Pausvorlage dienen wird (siehe iPhone X). Insgesamt freut es mich, dass Apple mit den neuen Pro-Modellen das iPad als ernstzunehmende, für sich stehende Computer-Plattform weiter entwickelt und nicht den Stimmen nachgibt, die zwanghaft Laptop-Vergleiche ziehen müssen.


 
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