Hey, ich bin Oliver! Ich habe irgendwas mit Medien gelernt, lebe in Freiburg, beschäftige mich beruflich mit Energie und fahre Rad.



#projectipadonly

#status

  1. Ohne eine anstehende Prüfung im Nacken lebt es sich leichter. Auch wenn ich mir ziemlich sicher bin, dass ich meine erste Klausur in Psychologie – und damit ein halbes Jahr Fernstudium – gegen die Wand gefahren habe. An diesem Punkt greift dann ein Abwehrmechanismus aus der Psychoanalyse, die Verdrängung.
  2. Zum Jahresbeginn bin ich voller Elan in ein veganes Experiment gestartet. Doch vor einigen Wochen habe ich dann doch wieder in ein Fleischkäse-Brötchen gebissen. Nicht weil ich Fleisch vermisst hätte oder es sonderlich gut schmecken würde (das tat es ganz und gar nicht). Es war nur so wunderbar einfach und ohne großen zeitlichen Aufwand zu besorgen wie zu verspeißen. Die Zeit die ich mir Anfangs für Frühstück, zur Mittagspause oder am Abend für die Zubereitung von frischem Essen ohne tierische Erzeugnisse genommen habe, war irgendwann nicht mehr vorhanden (siehe Punkt 1). Und schließlich ist nichts einfacher als in alte Gewohnheiten zurückzufallen. 
    Ich habe allerdings auch festgestellt, dass es rein vegan – aufgrund meiner Fruktoseintoleranz – nicht geht. Aber zumindest vegetarische Ernährung muss drin sein. Ich versuche es wieder.
  3. Wann immer ein Zusteller von DHL, UPS, Hermes oder DPD ein Paket mittlerer Größe bei uns abgibt, ist mir ein fragend-vorwurfsvoller Blick meines Liebsten sicher. Denn meist befindet sich darin eine neue alte Kamera. Doch seit November des letzten Jahres konnte ich der Versuchung widerstehen. Ich habe sogar kürzlich meine leider defekte Leica M3 verkauft und das “gewonnene” Geld nicht weiter investiert. Überhaupt bin ich derzeit sehr glücklich mit vier Kameras – drei analogen und einer digitalen –, plane ein kleines Fotoprojekt mit der Yashica T4 und werde demnächst (endlich) die zweite Ausgabe von Random Exposures und dazu ein kleines Nordsee-Special veröffentlichen.

 

Anwendungsorientierung.

Ein zweiter Grund ist, dass sich die akademische Psychologie in Deutschland traditionell – und im Unterschied zu den USA und Großbritannien – weit weniger sozialwissenschaftlich und anwendungsorientiert, sondern stärker naturwissenschaftlich und forschungsorientiert ausgerichtet hat (Lück, 2002).

Mit großen Schritten geht es auf die erste Prüfung meines Psychologie(teilzeit)studiums zu und ich bin derzeit – für meine Verhältnisse – sehr fleißig am lernen. Was mich beim Lesen der Studienbriefe und Bücher jedoch ab und an einholt, spiegelt sich in obigem Zitat wieder: die mangelnde Anwendungsorientierung. Wann immer es die Autoren schaffen, auf ihre hoch wissenschaftlichen Abhandlungen eine konkrete Verbindung zur Praxis zu schaffen, mache ich innerlich einen kleinen Freudensprung.


 

Studium

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Ab 1. Oktober bin ich Student. Und das im zarten Alter von (noch) 28 Jahren. Einige Tage später sind es dann schon 29 Einheiten der im letzten Satz genannten Messgröße. Ich werde zu diesem Zeitpunkt auch schon etwas mehr als zwölf Jahre meines Berufslebens hinter mir haben, von denen ich je drei Jahre in einer Ausbildung zum Mediengestalter und in einer Weiterbildung zum Medienfachwirt verbracht habe. Und nun beginne ich ein Psychologie-Studium in Teilzeit, das bis zum Bachelor voraussichtlich weitere sechs Jahre in Anspruch nehmen wird.

Nun mag sich manch einer verwundert die Augen reiben und nicht nur die genannten Zahlen, sondern auch die Wahl des Studiengangs zum Anlass nehmen um zu fragen: Warum?

Kurzversion

Weil mich die Psychologie interessiert und ich der Überzeugung bin, dass das Studium das ist, was ich lang gesucht habe.

Langversion

Spätestens zum Zeitpunkt, als ich den Meisterbrief in der Tasche hatte, war ich mir sicher das dies nicht alles gewesen ist. Über die drei Weiterbildungsjahre hinweg, wurden viele spannende Themen angerissen und diese hatten recht wenig mit dem zu tun, was mich ursprünglich zur Ausbildung als Mediengestalter bewogen hat. Mit dem Meisterbrief ging auch die Erfüllung der Zulassungsvoraussetzungen von Fachhochschulen einher und damit kamen für mich erstmalig auch diverse Studiengänge in Frage. Doch die naheliegenden Studiengänge (Medieninformatik, Kommunikationsdesign, …), überzeugten mich nach genauerer Betrachtung nicht wirklich – hatte ich mich doch bisher bewusst für praktische Ausbildungen entschieden. Außerdem kam für mich kein Vollzeitstudium in Frage. Noch weniger überzeugend waren sich vermeintlich anbietende IHK-Weiterbildungen (Betriebswirt, etc.). Doch die IHK ist eine ganz andere (unschöne) Geschichte.

Zu dieser Zeit fanden auch meine ersten größeren beruflichen Veränderungen statt und damit einhergehend eine sich verändernde Sichtweise zu vielen Dingen, die sich in der Medien- und Werbebranche abspielen. Das alles ging sogar soweit, dass ich zeitweise – meinen prägenden Erlebnissen in einer kleinen Freiburger Werbeagentur sei Dank – der Werbung gänzlich den Rücken kehren wollte.

Dann kam ich eher zufällig zu meinem jetzigen Job. Der abwechslungsreicher ist als jeder zuvor. Bei dem ich nicht “nur Werbung” mache, sondern alles betreue, was ein Energieversorger in Sachen Kommunikation zu stemmen hat. Wirklich alles. Diese Tätigkeit fordert mich oft weit über mein eigentliches Fachwissen hinaus und so war ich weiterhin auf der Suche nach einem optimalen Weg, meinen Horizont zu erweitern. Kürzlich stieß ich dann auf ein einjähriges Zertifikats-Studium zum “Kommunikations­psychologen”, welches sogar “in Kooperation mit der Kommunikationslegende Prof. Schulz von Thun” angeboten wird. In der Kommunikationslegende dürfte jedoch auch der Preis von 5.200 Euro (bei einer Dauer von einem Jahr) begründet liegen, die mich neben den “nur” 30 Credit Points, die das Zertifikats-Studium einbringt, dann doch davon abhielten.

Der aufmerksame Leser merkt, so langsam schließt sich der Kreis und wir kommen zur Psychologie. Bis zu meiner Entscheidung für den Psychologie-Studiengang an der FernUniversität Hagen ist es auch nicht mehr weit. Mein Interesse für die Psychologie war also wieder geweckt. Das war es schon mal während der Weiterbildung zum Medienfachwirt als es um Kommunikationsmethoden, Zusammenarbeit im Betrieb und Personalführung ging. Ich suchte Alternativen und fand die FernUni Hagen. Den Gedanken, mich nicht auf Kommunikationpsychologie zu beschränken, fand ich interessant und so ich schrieb mich, meinem guten Bauchgefühl (BAUCHGEFÜHL FTW!) folgend, für das Wintersemester ein.

Nur etwa 10 Tage später bekam ich Post aus Hagen – irgendwann im September folgt der erste Studienbrief. Dann werde ich sehen, ob sich meine Vorstellungen erfüllen und ob ich das Studium neben meinem Vollzeitjob gestemmt bekomme.


 

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