Hey, ich bin Oliver! Ich habe irgendwas mit Medien gelernt, lebe in Freiburg, beschäftige mich beruflich mit Energie und fahre Rad.



#projectipadonly

5.000 Kilometer.

Heute fuhr ich ihn. Den 5.000 Rennradkilometer in diesem Jahr. Auf dem Weg von der neuen Wohnung in Freiburg zur alten in Emmendingen. Damit wäre mein Jahresziel erreicht und wenn das Wetter im Dezember einigermaßen brauchbar wird, werden noch ein paar Kilometer drauf gesetzt. Auf den 5.000 Kilometern bin ich mehr als 60.000 Höhenmeter geklettert. Unfassbar.

Und nächstes Jahr? Wieder 5.000 Kilometer auf dem Rad. Den SchwarzwaldSuper in Silber. Außerdem möchte ich noch einen Halbmarathon laufen.


 

Schwarzwald Super!

Mit etwa 4.200 Trainingskilometern in den Beinen habe ich mich gestern an den SchwarzwaldSuper! (Bronze-Route) gewagt! Tja, ich habe es geschafft. Nie zuvor bin ich eine größere Runde gefahren. Nie zuvor habe ich mehr Höhenmeter bewältigt. Dementsprechend stolz bin ich nun, obwohl ich etwa 15 Minuten über meiner Ziel-Zeit lag.

Das Ziel für das kommende Jahr ist damit klar: Die Silber-Route!


 

Meine wahren #2015bestnine.

#2015bestnine

So ziemlich jeder postet derzeit seine #2015bestnine auf Instagram. Gestern ließ ich mich vom Trend anstecken und postete auch meine neun “besten” Fotos des Jahres 2015. Kaum eine Stunde später löschte ich das Bild wieder aus meinem Instagram-Account. Warum? Weil diese neun Fotos wenig mit meinem Jahr 2015 zu tun haben. Instagram funktioniert für mich wie ein Fotoalbum, dort finden sich annähernd all die kleinen und großen Momente die das Jahr 2015 zu einem ganz phantastischen Jahr gemacht haben. Ich könnte zu jedem Foto eine Geschichte erzählen. 

Wenn ich nun das Hashtag #2015bestnine für mich und meinen Umgang mit Instagram interpretiere, dann sind die “best nine” nicht die Fotos die am häufigsten geliked wurden, sondern es sind die Momente die mir etwas bedeuten. Momente die bleiben. Und das sind ihre Geschichten:

Foto 1: https://www.instagram.com/p/y5NcUJK1to/
Es beginnt traurig. Im Februar verreisten die Schwiegereltern in die USA und wir zogen für zwei Wochen in deren Haus, um auf den Hund meines Liebsten aufzupassen, den wir in unserer Wohnung nicht halten durften.
Die beiden Wochen als Vollzeit-Hundebesitzer waren wundervoll – wir waren so oft mit Jack draußen, haben ihn verwöhnt und bespaßt, haben mit ihm verstecken gespielt und ihn beim schlafen und schnarchen beobachtet. Aus heutiger Sicht waren diese beiden Wochen unheimlich kostbar. Denn im Juli musste dieser unfassbar liebe Hund leider eingeschläfert werden. Jack war schon sehr alt und auch krank, aber das macht es nicht mal rational betrachtet leichter. Er fehlt mir, am meisten wenn ich das Haus der Schwiegereltern betrete.

Foto 2: https://www.instagram.com/p/2ayGnWK1nz/
Anfang Mai ging für mich und meine Mutter ein kleiner Traum in Erfüllung – wir haben schnitzen gelernt! Während eines einwöchigen Kurses im erzgebirgischen Schwarzenberg bei einem phantastischen Dozenten habe ich erste Grundlagen zum Werkstoff Holz, den Schnitzwerkzeugen und -techniken gelernt. Zwei Figuren habe ich innerhalb von fünf Tagen geschnitzt. Vor allem auf meinen Bären bin ich mächtig stolz! Die gemeinsame Zeit mit meiner Mutter war ebenso toll – sehe ich sie doch nur ein paar mal im Jahr. Wenn wir nicht gerade geschnitzt haben, saßen wir unter Rentnern im örtlichen Café, wanderten, kamen vom Weg ab und haben es uns beim Italiener um die Ecke gut gehen lassen. Im Herbst 2016 geht es wieder nach Schwarzenberg. Die Mama ist natürlich auch dabei!

Foto 3: https://www.instagram.com/p/4jQfRxq1pT/
Ich, ja ich, der bis Mai diesen Jahres Sport nur vom Hörensagen kannte, ich bin aus eigener Kraft auf den 1241 Meter hohen Kandel gefahren (Der Kandel ist übrigens der höchste Berg im mittleren Schwarzwald. Man sagt, wer dort hinaufkommt, der muss Alpe d’Huez nicht fürchten).
Rennradbegeistert war ich schon als kleiner Stöpsel, als ich mit meinem Vater die Tour de France im Fernsehen geschaut habe. Doch auf die Idee, selbst aufs Rad zu steigen kam mir erst dieses Jahr im Juni. Bezeichnenderweise in einer Zeit, in der ich dank einer Borreliose unter Langzeitantibiotika stand und alles andere als fit war (Was tut das jetzt eigentlich zu Sache!?). Jedenfalls bin ich seither, wann immer es die Zeit und Munterkeit zulassen, auf dem Rennrad zu finden. 2.500 Kilometer und 30.000 Höhenmeter sind so in diesem Jahr zusammengekommen. 

Foto 4: https://www.instagram.com/p/5Rx7Roq1pv/
Im Juli urlaubte meine Familie im Schwarzwald und ich habe ihnen wieder etwas von meiner Wahlheimat zeigen können – wir wanderten, grillten, aßen Schwarzwälder-Kirsch, feierten den Geburtstag meines Vaters, und – mit meinen Schwestern – ging es zum Freiburger CSD. Ein unfassbar schöner und heißer Sommertag mit Glitzer, Schaum und Helene Fischer (ungewollt und unvermeidbar!).
Nun sind meine beiden kleinen Schwestern seit September unterwegs in Neuseeland. Ich vermisse sie arg und an Weihnachten (mein erstes Weihnachten ohne sie) hätte ich heulen können. Nächstes Jahr sind sie wieder da – hoffentlich auch zum Freiburger CSD 2016!

Foto 5: https://www.instagram.com/p/67zgJzK1mU/
Das ich recht unerwartet zum Radfahren gekommen bin, erwähnte ich ja bereits. Doch dass ich in einem Monat – dem August – mal eben knapp 600 Kilometer gefahren bin, erstaunt mich selbst.
Und jetzt wird’s noch besser: Kaum eine Stunde bevor dieses Foto auf einer dreistündigen Feierabendrunde (im wunderschönen Simonswald) entstand, kam mir mein persönlicher Radsportheld, zwischen St. Peter und St. Märgen, auf dem Rennrad entgegen: Simon Geschke!

Foto 6: https://www.instagram.com/p/8bfWGMq1gI/
Paris. Was soll ich sagen. Die Reise war das Geburtstagsgeschenk für meinen Liebsten und es war einfach phantastisch. Keine Stadt ist wie Paris. Ich kann mir nicht vorstellen, wie man die Stadt nicht lieben kann. Die Menschen, die Gebäude, das Essen, der Charme, das Leben … kein Terrorist dieser Welt kann und wird daran etwas ändern!

Foto 7: https://www.instagram.com/p/88BMbGq1oC/
Dieses Foto wäre fast nicht zustande gekommen. Wie jedes Jahr musste mein Liebster für einige Tage nach Salzburg um dort Prüfungen und Präsenzunterricht zu absolvieren. Ich wollte für ein langes Wochenende nachkommen. Blöderweise hatte ich mir eine heftige Erkältung einfangen. Also haderte ich bis kurz vor Abfahrt des Zuges mit mir, machte mich dann aber doch hustend und schniefend auf den Weg.
Es stellte sich als die richtige Entscheidung heraus. Nach einem Tag ging es mir schon besser und wir konnten die Stadt genießen, liebgewonnene Plätze besuchen und wieder neues entdecken – obwohl es für Ende Oktober wirklich unfassbar kalt war. 
Salzburg hat auch dazu beigetragen, dass sich mein Blick auf Europa (Stichwort: “Flüchtlingskrise”) begann sich zu wandeln. Der pulsierende Salzburger Bahnhof, den ich ein Jahr zuvor erlebte, war praktisch lahmgelegt und stand unter militärischer Beobachtung. Der Grenzverkehr war nach Wochen noch immer praktisch nicht existent, wenn doch ein Zug fuhr, kam man nur mit Ausweis und Ticket zum Gleis. Generell lag eine bedrückende Stimmung der Unsicherheit in der Luft – sowohl auf Seite der Geflüchteten als auch bei Polizei und Militär. Bisher fühlte ich mich als Europäer, konnte ich doch mit der Bahn vollkommen frei bewegen und nur mit meinem Personalausweis ins Flugzeug steigen, um ohne Kontrolle in jedes EU-Land zu reisen. Dieses Gefühl geriet nun erstmals ins wanken …

Foto 8: https://www.instagram.com/p/9LL5SfK1t9/
Einen Tag nach meinem 29. Geburtstag beschloss ich meinen 30. in London zu verbringen. Um die Entscheidung zu zementieren, buchte ich sogleich ein Hotel, wenig später die Flüge. Tja, und ein Jahr später um kurz nach 4 Uhr am Morgen klingelte es an unserer Tür und ein Taxi zum Flughafen stand bereit.
Unser London-Trip war noch soviel besser, als ich ihn mir hätte erträumen können. Vor allem mein Geburtstagsessen in Jamie Olivers Fifteen war der Wahnsinn – ich kann noch heute jeden der vier Gänge sowie sämtliche Getränke aufzählen. Alles was mein Liebster gegessen und getrunken hat ebenso. Dann war da noch Notting Hill, die Bond in Motion-Ausstellung, das Full English Breakfast, der Tower of London, diverse Pints und … und … und! Nur dass man uns ständig für Franzosen gehalten hat, war etwas seltsam.

Foto 9: https://www.instagram.com/p/9yR5Ecq1oc/
Mein Job stand in diesem Jahr ganz klar an erster Stelle. Es galt ein Firmenjubiläum zu organisieren und durchzuführen und ganz nebenbei das Tagesgeschäft aufrechtzuerhalten. Zehn Aktionen und Events wurden von der ersten Idee bis zum letzten Müllsack, der vom Gelände zu tragen war, von mir betreut. Sowas sage ich selten, doch ich bin zufrieden mit dem, was ich dieses Jahr abgeliefert habe (und der Rest der Firma war es auch).
Das Foto zeigt unsere Baumpflanzaktion, zu der ich 140 Menschen auf ein entlegenes, von Stürmen beschädigtes Waldstück bei Freiamt locken konnte. Abgesehen davon, dass das Wetter für einen Novembertag mit 18 Grad und Sonnenschein einfach unglaublich gut war, war es wundervolles Gefühl, den Leuten dabei zuzusehen wie sie auf steinigem Waldboden ihre Bäumchen einbuddelten. Für meine Arbeit bei den Stadtwerken sind Ökologie und Nachhaltigkeit grundsätzlich ein wichtiger Faktor. Wenn man dann noch sieht, dass die Kunden unsere Botschaft annehmen und mittragen, dann ist das eine Art der Bestätigung, die mit Geld nicht zu bezahlen ist.

Das wahren sie, meine wahren #2015bestnine. Und 2016? Ich hab da schon Vermutungen was ziemlich gut werden könnte: Eine Reise nach Brüssel, eine Fahrrad-Trip durch die Niederlande, ein Ausflug zur Tour de France und ein weiterer Schnitzkurs im Herbst.


 

Die Region Breisgau-Hochschwarzwald ist für mich das vielseitigste Rennradrevier Deutschlands: unzählige flache Sträßchen in der Rheinebene, kurze, steile Stiche in den Weinbergen von Tuniberg und Kaiserstuhl, welliges Gelände an der badischen Weinstraße und in Freiamt sowie über zehn Kilometer lange Anstiege an den Schwarzwaldpässen. Das Wetter ist immer ein bisschen besser und ein paar Grad wärmer als in Restdeutschland, die Leute sind weitestgehend freundlich, das Essen und der Wein ausgesprochen lecker. Wo sonst in Deutschland gibt es eine solche Kombination?


 

Schwarzwald ❤

Wären nicht so viele Insekten unterwegs gewesen, wäre ich wohl mit vor Staunen offen stehendem Mund hinauf zum Neuhäusle gefahren – so wunderschön war der Streckenabschnitt ab Obersimonswald. Auf schmalen Wegen windet man sich in einem engen Tal hinauf – umgeben von schroffen Felsen, der Wilden Gutach, Wald wohin das Auge blickt und wenig Verkehr! Schwarzwald ❤!


 

#roadbike

image

Was ist nur mit mir passiert? Ich sitze um kurz nach zehn an Schreibtisch und verspüre das dringende Bedürfnis nach Feierabend auf mein Rennrad zu steigen. Selbst wenn die Temperaturen dann wieder mindestens bei knackigen 30°C liegen, werde ich mich kaum davon abhalten lassen eine #Feierabendrunde zu drehen.

Zwei oder drei mal in der Woche sitze ich – seit mich das Rennradfieber vor etwa 10 Wochen gepackt hat – im Sattel. Letzten Monat waren es über 460 Kilometer und 6.200 Höhenmeter. Eine Strecke auf die ich durchaus stolz bin. Dabei fahre ich letztlich nicht um schneller und fitter zu werden – das ist “nur” ein durchaus willkommener Nebeneffekt. Ich kann jedoch nicht leugnen mich zu freuen, wenn ich einen Berg inzwischen 2 km/h schneller hoch fahre als noch vor einigen Wochen. Um ehrlich zu sein bin ich sogar verdammt stolz darauf, dass ich als ehemaliger Sportmuffel überhaupt einen Berg – sagen wir den Kandel – hochfahren kann, ohne mit Schnappatmung vom Rad zu kippen. 

Einigermaßen guten Asphalt vorausgesetzt, macht das Fahren auf den schmalen Rädern unfassbaren Spaß. Dieses großartige Gefühl von Leichtigkeit und Geschwindigkeit in der Ebene, wenn man in den höchsten Gängen und mit kräftigen Tritten beschleunigt. Doch selbst wenn es mitunter steil bergan geht und ich mich in den untersten Gängen den Berg hinaufschiebe, hat das Rennradfahren seinen besonderen Reiz. Außer beim Wandern könnte man die Landschaft – den Schwarzwald oder den Kaiserstuhl – kaum unmittelbarer erleben.

Was dann nach dem erklimmen eines Passes in meinem Kopf passiert, wenn auf Erschöpfung die einer rasanten Abfahrt geschuldete Adrenalin-Ausschüttung folgt, kann man nur noch schwer beschreiben. Der Alltag ist dann jedenfalls ganz weit weg … oder er kommt bei 70 km/h einfach nicht mehr hinterher.


 

Dieses Blog wird mit 💙 und WordPress betrieben. Gecodet – auf Basis von UIkit – und getextet wird ausschließlich mit einem iPad . Impressum. 🏳️‍🌈

Hey, ich bin Oliver! Ich habe irgendwas mit Medien gelernt, lebe in Freiburg, beschäftige mich beruflich mit Energie und fahre Rad.



#projectipadonly