Hey, ich bin Oliver! Ich habe irgendwas mit Medien gelernt, lebe in Freiburg, beschäftige mich beruflich mit Energie und fahre Rad.



#projectipadonly

Back to the Future.

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Seit einigen Tagen trage ich wieder die Pebble der 1. Generation, denn so richtig glücklich bin ich mit meiner Pebble Time nicht. Das Gehäuse um das Display ist bereits unansehnlich verkratzt, das Armband zieht jede Art von Schmutz magisch an, der Akku muss nach nur vier Tagen wieder geladen werden und – obwohl sie sich mehr wie eine Uhr anfühlt und auch trägt – das neue Pebble OS mit seinen ständigen Animationen ist mir im Alltag zu verspielt und schlicht zu langsam.

Nehmen wir als Beispiel den Empfang einer Nachricht: Am Arm vibriert es und ich blicke in Richtung Handgelenk. An meiner Pebble bekomme ich in den seltensten Fällen noch mit wie sich die Nachricht von unten auf das Display schiebt. Bei der Pebble Time muss ich mir erst die Animation einer Flaschenpost ansehen. Auch wenn dies nur minimal länger dauert, die Verzögerung ärgert mich zunehmend. Auch beim Wechsel zwischen Timeline und Menü oder beim Öffnen einer App – immer bremst eine Animation, an der man sich viel zu schnell satt sieht.

Das farbige eInk-Display überzeugt mich auch nicht wirklich. Die geringe Auflösung stört mich dabei jedoch überhaupt nicht. Bei Tageslicht betrachtet sieht es nett aus, doch leider geht irgendwann die Sonne unter und bei aktivierter Hintergrundbeleuchtung bleibt von den 4096 Farben (von denen nur 32 zeitgleich darstellbar sind) nur noch ein ungesättigter Farbschimmer.

Die Idee der Timeline empfand ich in der Theorie sehr durchdacht und sinnvoll – zumindest hob es sich von allen anderen Smartwatch-Konzepten, die nur Informationen vom Smartphone durchreichen oder es in geringem Maße fernsteuern, ab. In der Praxis fehlt mir noch die sinnvolle Anwendung der Timeline über die Vorschau der anstehenden Termine hinaus. Ich lasse mir schon nicht jeden Mist auf mein Smartphone pushen – noch weniger landet also auf der Smartwatch. Ich verfolge kaum Sportereignisse und bin auch kein Vielflieger, wann die Sonne untergeht sehe ich beim Blick aus dem Fenster und wenn ich wissen möchte wie das Wetter wird, genügt mir ein 8 Pixel großes Icon leider nicht.

Zumindest weiß ich nun, was ich von (m)einer Smartwatch erwarte. Ich möchte die Informationen – die ich möchte – durchgereicht bekommen um nicht das Smartphone hervorkramen zu müssen. Der Akku sollte eine Woche durchhalten. Das Display muss in allen Situation gut und möglichst gleichbleibend ablesbar sein – die Anzahl der Farben ist mir dabei herzlich egal. Wenn ich dann noch meinen Einkaufszettel aus Evernote und ein paar Daten zur aktuellen Radtour an meinem Handgelenk ablesen kann, bin ich rundum zufrieden.


 

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