Hey, ich bin Oliver! Ich habe irgendwas mit Medien gelernt, lebe in Freiburg, beschäftige mich beruflich mit Energie und fahre Rad.



#projectipadonly

Ein Jahr autolos.

Die vor etwa einem Jahr gefällte Entscheidung mein Auto zu verkaufen war eine der besten aller Zeiten. Was sich anfänglich nach eingeschränkter Bewegungsfreiheit anfühlte, wandelte sich schnell in Gefallen an der Entschleunigung und, mit dem Kauf meines Pedelecs, in Begeisterung an Bewegung. Nicht nur, dass ich die notwendigen Wege seither auf dem Rad zurücklege, ich sitze auch sonst des Öfteren auf dem Sattel. Nach Feierabend mit dem Crossrad eine kleine Runde durch den Emmendinger Stadtwald oder am Wochenende mit dem Singlespeeder um den Kaiserstuhl. Man könnte behaupten, dass mich nach nun fasst dreißig Lebensjahren auch die Erkenntnis erreicht hat, dass dieser Sport von dem immer alle gesprochen haben, tatsächlich gut tut!


 

Pedelec

image

Dass ich gestern auf meiner ersten Fahrt zum Bahnhof, direkt nach dem Kauf meines Pedelecs in Rudis Radladen in Neckargemünd, so richtig nass wurde, betrachte ich einfach als gutes Omen für meinen Start in die autofreie Zukunft. Es kann nur besser werden, schließlich strample ich nun aktiv gegen den Klimawandel.

Für das VSF Fahrradmanufaktur P-Kompakt hatte ich mich nach längerer Recherche entschieden, trägt es die mir wichtigste Eigenschaft doch schon im Namen. Es besitzt außerdem fast alle Ausstattungsmerkmale – Bosch-Mittelmotor, Nabenschaltung, Rollenbremsen – die mir wichtig waren, das Design ist zeitlos und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist unschlagbar.

Nach den ersten 50 Kilometern, die ich gestern und heute zurückgelegt habe, hält sich die Begeisterung für mein Pedelec kaum in Grenzen. Es fährt sich unfassbar gut, ist wendig, spritzig und macht einfach Spaß. In flachem Terrain fährt man geschmeidig in niedrigster Unterstützungsstufe dahin und erreicht dabei die 25 km/h und damit die Abschaltgrenze der Motor-Unterstützung spielend. Am Berg geht es dann in Stufe 2 oder 3 (von 4) locker hinauf ohne dabei wirklich ins Schwitzen zu geraten. In Stufe 4 hängt man an der Ampel sogar Motorroller ab.

Der einzige Kritikpunkt am P-Kompakt sind die klappbaren Pedale, die an sich durchaus sinnvoll sind (schließlich steht das Rad in der Wohnung und da zählt jeder Zentimeter). Nur leider bieten sie kaum Halt. Da gibt es sicher bessere mit mehr Grip.

Eine Federsattelstütze werde ich wohl auch nachrüsten, damit ich das Ziel, das ich mir gestern voller Euphorie gesetzt habe, auch komfortabel erreiche. Ich möchte bis zum 12. Juli 2015 mindestens 5.000 Kilometer mit dem Pedelec fahren. Bisher kam ich jährlich auf maximal 600 Rad-Kilometer.

Und beim nächsten Mal erzähle ich euch dann die Geschichte, wie ich gestern am Heidelberger Bahnhof vom Bahn-Sicherheitspersonal verwarnt wurde, weil ich auf dem Bahnhofsvorplatz mit einem Schweizer Taschenmesser, ein neues Bügelschloss von seiner Verpackung befreien wollte.


 

#autolos

Ich weiß schon gar nicht mehr wie lang ich mein Auto nun schon verkaufen wollte. Mindestens seit zwei Jahren. Seitdem lege ich meinen Weg zum Büro in drei Minuten zurück. Zu Fuß! Das Auto wurde auf Kurzstrecken also nur noch aus reiner Bequemlichkeit bewegt, weil die Kondition oder das Wetter fürs Fahrrad vermeintlich zu schlecht waren. Auf längeren Strecken bin ich seit gut drei Jahren nur noch mit der Bahn (oder dem Flugzeug) unterwegs, weil ich es Leid war im Stau verharren zu müssen und nach fünf oder mehr Stunden vollkommen kraftlos aus dem Auto zu steigen.

Damit es nicht weiterhin Geld fressend im Hof steht und an Wert verliert, habe ich es nun endlich verkauft. Ab heute bin ich autolos.

Eine kleine Herausforderung wird die kommende Zeit nun sicherlich, der Mensch ist nun einmal ein Gewohnheitstier. Der eine oder andere Weg erfordert jetzt einfach etwas mehr Planung und die Bierkiste muss künftig einfach zu zweit nach Hause transportiert werden (sind zum Glück nur 250 Meter bis zum nächsten REWE). Aber alles in allem freue ich mich auf die autofreie Zeit, auf mehr finanzielle Unabhängigkeit und auf mehr Bewegung bei jedem Wetter.

Als nächstes wird sich nun he­r­aus­stel­len ob sich die Anschaffung einer Monatskarte lohnen wird. Ich vermute eher nicht. Nicht zuletzt deshalb, weil ich mir ein Pedelec anschaffen werde und damit selbst die Strecke nach Freiburg zum Kinderspiel werden sollte.


 

Dieses Blog wird mit 💙 und WordPress betrieben. Gecodet – auf Basis von UIkit – und getextet wird ausschließlich mit einem iPad . Impressum. 🏳️‍🌈

Hey, ich bin Oliver! Ich habe irgendwas mit Medien gelernt, lebe in Freiburg, beschäftige mich beruflich mit Energie und fahre Rad.



#projectipadonly