Hey, ich bin Oliver! Ich habe irgendwas mit Medien gelernt, lebe in Freiburg, beschäftige mich beruflich mit Energie und fahre Rad.



#projectipadonly

Ich und #snapchat. Teil 1/100.

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Ich finde Snapchat wirklich spannend. In der Theorie. Und als Konsument. In der Praxis und als potentieller “Produzent” habe ich noch Schwierigkeiten mir den Nutzen der App zu erschließen, mich meiner Vorurteile zu entledigen und den Hype zu verstehen.

Zum ersten Mal installierte ich Snapchat vor etwa zwei Jahren. Ich folgte ein paar Leuten und deinstallierte es relativ schnell wieder. Irgendwann installierte und deinstallierte ich es erneut. Nun landete die App zum dritten mal auf meinem Smartphone – die allgegenwärtige Diskussion um die App verleitete mich dazu. 

Das was mich an Snapchat fasziniert, “verwirrt” mich zugleich auch am meisten – die Kurzlebigkeit. Man läuft doch ständig Gefahr etwas Spannendes zu verpassen (sofern es denn etwas Spannendes gibt – dazu komme ich noch), denn im Vergleich zu anderen Diensten gibt es keine Timeline und kein Archiv. Nach 24 Stunden ist alles weg. Das mag schnelle, nahe und echte “Formate” garantieren, doch verhindert das nicht auch eine gewisse Qualität? Oder habe ich einfach zu hohe Ansprüche an das Medium Snap? Andererseits sehe ich täglich Snaps von labberigen Müslis, Menschen die scheinbar ziellos durch Straßen laufen und dabei in ihre Kamera sprechen und Haustieren. Und das soll der neue heiße Scheiß sein?

Spannend und inspirierend sind dagegen die kleinen mit Liebe und Konzept produzierten Stories (zusammenhängende Snaps) von Kathrin Rösch (kulturklo) oder Eva Schulz (hurraeva). Je mehr ich von diesen Geschichten sehe, desto größere Lust bekomme ich selbst zu snapchatten. Ich könnte ja morgen früh meine Müslischüssel filmen und ein paar lustige Emoticons darauf verteilen …

Halten wir zunächst fest, so lang wie derzeit hat sich Snapchat noch nie auf meinem Smartphone gehalten. Es kann also nicht mehr lang dauern bis ich auch mal eine Story produziere.

Bis dahin findet man hier einige interessante Snapchatter. Richard Gutjahrs Snapchat-Experiment kann man auch mal lesen. Und Casey Neidtat’s Snapchat-Tutorial für die New York Times gibt auch einen guten Einblick. Meinen Snapcode ? könntet ihr auch schon mal scannen.


 

Oh, if only they knew! This job is more of a live wire than a dead end. I look forward to Monday mornings, when I get on my bike, join the swarms of commuters heading for central London – and then just keep on riding. I could never get bored dancing through the traffic, my mind in a thrall of concentration that excludes all thought or doubt or worry, my legs burning and glowing as I pedal, my eyes drinking in the endless pageantry of London life as I cycle through it.


 

Brüssel. Not my kind of town.

Der Liebste und ich verbrachten ein langes Wochenende in Brüssel. Eine Stadt mit der ich bis vor kurzem, mal abgesehen vom Europaparlament, recht wenig in Verbindung brachte. Letztes Jahr begann ich Niederländisch zu lernen und dessen Sprachraum zu entdecken, dann kamen die Anschläge von Paris und kurze zeit später der Ausnahmezustand in Brüssel. Die Stadt rückte ganz automatisch in meinen Fokus und ich begann mich über die Nachrichten hinaus mit ihr zu beschäftigen. Langer Rede kurzer Sinn: Ende 2015 buchte ich uns eine kurze Reise in die belgische Hauptstadt, die wir letzten Donnerstag antraten.

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Mein erster Eindruck der Stadt war nicht der beste. Zwischenzeitlich fühlte ich mich durchaus wohl, muss aber abschließend (sofern das Wort “abschließend” nach nur vier Tagen überhaupt angebracht ist) feststellen, dass Brüssel keine Stadt für mich ist.

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Dass Brüssel die Stadt der Autofahrer ist, hatte mich diese sehenswerte Fahrradkurier-Doku bereits zurvor gelehrt. Doch wenn man dann zufällig zur Feierabendzeit im Herzen Brüssels ankommt, erschlägt bzw. überrollt einen die Blechlawine geradezu. Auch andere Tageszeiten oder gar das Wochenende scheinen für die Brüsseler kein Grund zu sein ihre Metro, die Tram oder den Bus zu nutzen. Die Öffentlichen sind meist angenehm leer, zumindest nicht vergleichbar gefüllt wie in anderen europaischen Metropolen.

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Wer denkt, dass Berlin eine architektonische Katastrophe ist, dem lege ich eine Reise nach Brüssel wärmstens ans Herz! Zwar gibt es wunderschöne Straßen mit kleinen Häusern die an Amsterdam erinnern und prächtige Straßen mit monumentalen Fassaden wie in Paris. Doch leider liegt dahinter nie eine Gracht oder die Seine, sondern ein furchtbar hässliches oder heruntergekommenes Bürogebäude inklusive Obdachlosencamp. Je mehr ich von Brüssel sah, desto mehr hatte ich den Eindruck das hier nichts so recht zusammenpasst und ganz sicher vieles besser laufen könnte.

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Wie bereits erwähnt lerne ich Niederländisch. Nie zuvor hat mir das Lernen einer Sprache ansatzweise so viel Spaß gemacht. Ich bin was Sprachen betrifft nicht sonderlich talantiert, aber diesmal macht es einfach Spaß. Dementsprechend war mein Touristenwortschatz gut gefüllt und gleich im Hotel wollte ich zeigen was ich kann!

Ik heb een tweepersoonskamer gereserveerd op naam Kramer!

Ich war so stolz auf mich – “gereserveerd” ist nicht gerade leicht auszusprechen. Und was macht der Typ an der Rezeption? Er antwortet mir auf fucking Englisch! Und so ging es immer weiter. Wir versuchten es auf niederländisch doch unser Gegenüber ging ohne Zögern in englisch oder französisch über. Ausnahme: (Niederländischer) Buchladen und Frittenbude.

Friet met Mayonaise zonder autjes, alstublieft!

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Nichtsdestotrotz ist Brüssel einen (diesen) Besuch wert. Es ist eine spannende Stadt und unsere kurze Reise hat großen Spaß gemacht. Das Europaparlament sollte man als Europäer mal besucht haben (vor allem das rechte Pack auf unseren Straßen könnte dort einiges lernen). Das Atomium ist größer als gedacht und sieht innen aus wie die Enterprise aus der Originalserie. Das Comicmuseum (niederländisch “Stripmuseum” … hihi) ist phantastisch, die Fritten sind lecker und Moules-frites sowieso. Darüber hinaus gibt es noch viel, viel mehr zu sehen.

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So, Brüssel, es war schön mit dir! Du bist toll, aber nichts für mich. Ob ich wiederkomme weiß ich noch nicht. Ich möchte mir auch gar nicht vorstellen wie du wohl im Sommer riechst.


 

Danke David!

Auch einen Tag danach kann ich kaum fassen, dass David Bowie gestorben ist. Als ich die Nachricht gestern Morgen um kurz nach 7 Uhr laß, saß ich einige Minuten regungslos im dunklen Wohnzimmer, starrte auf das Display meines Smartphones und konnte die Tränen nicht zurückhalten. Ich hätte nicht für möglich gehalten, dass mich der Tod eines Künstlers einmal so mitnehmen würde. Doch David Bowie war eben nicht irgendein Künstler. Seine Musik, sein gesamtes Schaffen hat mir unheimlich viel bedeutet und mich seit vielen Jahren begleitet. Unzählige Erinnerungen sind eng mit seiner Musik verwoben, in schwierigen Phasen hat sie mir Kraft und Halt gegeben, mir Mut gemacht und mich bei so vielen Aufgaben inspiriert. Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass mich die Person David Bowie, mit seiner Sicht auf die Dinge und seinen klugen Worten (auch außerhalb seiner Songs), in vielerlei Hinsicht geprägt hat.

Daher: Danke David. Danke für alles und ganz besonders dafür!

Und sag Marc und Freddie einen Gruß!


 

Liebes Tagebuch,

heute ist der 1. Januar 2016 und alle meine Vorsätze für 2016 sind bereits erfüllt. Heute bin ich den Texaspass hochgefahren – von beiden Seiten (erst durchschnittlich 12% dann 11% Steigung). Es war so nass und kalt wie das Bild vermuten lässt, es war steil und es war geil!

Dein Oliver


 

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