Hey, ich bin Oliver! Ich habe irgendwas mit Medien gelernt, lebe in Freiburg, beschäftige mich beruflich mit Energie und fahre Rad.



#projectipadonly

http://www.zeit.de/kultur/2016-08/burkaverbot-minderheiten-deutschland-abgrenzung-kiyaks-deutschstunde/komplettansicht →<

Burka verbieten. Kopftuch verbieten. Burkini verbieten. Moscheen verbieten. Minarette verbieten. Handschlagverweigern verbieten. Doppelpass verbieten. Beschneidung verbieten. Erdoğan-Anhimmeln verbieten. Fusselbarttragen verbieten. Auf-Arabisch-Beten verbieten. Auf-Türkisch-Beten verbieten. Auf der Straße, auf dem Schulhof und auf der Beschilderung von Läden türkische und arabische Sprache verbieten. Schweinefleischverbot verbieten.


 

Washington Post: Ein Blatt wendet sich →

Die »Washington Post« setzt auf dieselbe Strategie, mit der Amazon groß wurde. Kann das im Journalismus funktionieren?

Erwarten uns Zeitungsartikel, zugeschnitten auf den möglicherweise beschränkten Horizont seiner Leser? Das ist, kurz gefasst und überspitzt gesagt, was ich beim Lesen des obigen Artikels befürchte. Und das widerspricht komplett meinem Verständnis von Journalismus.

Nehmen wir einen Artikel über den syrischer Bürgerkrieg der von jemandem gelesen wird, der kurz zuvor noch süße Katzenvideos bei Youtube schaute und wenig später eine Kuscheldecke und Teelichter bei Amazon bestellte. Werden diesem Nutzer dann in der Hoffnung auf einen Klick ein paar hundert Tote in der Überschrift verschwiegen, weil derartige Meldungen sonst nicht in seine, von Algorithmen analysierte, Katzen-Kuschel-Welt passen?

Gruselige Vorstellung.


 

Von Zwangsoutings und einem grundlegenden Problem ganz anderer Art.

Es gibt Momente, in denen mich die ach so tolerante LGBT-Community unfassbar aufregt. Vor allem diejenigen, die meinen allein ein lustiges Kostüm beim örtlichen CSD wäre allen ernstes eine politische Botschaft. Oder die, die sich hinter ihrem anonymen Twitter-Profil verstecken, von “hasserfüllter Hetero-Scheiße” schreiben und unfähig sind eine sachliche Diskussion zu führen. Es gibt ja schließlich den Blockieren-Button. Und dann noch die Pappnasen, die in völliger Unkenntnis über “unsere” (LGBT-)Rechte jede Initiative kleinreden und sich lieber unter ihrer selbst gestrickten Decke aus Ungerechtigkeit verkriechen.

Bestes Beispiel für meine neuerliche Aufregung: Die taz veröffentlichte am Wochenende einen durchaus kontroversen Artikel, in dem das Zwangsouting von Olympioniken durch einen “Hetero-Reporter” der US-Entertainmentplattform “The Daily Beats” behandelt wird. Ganz konkret stellt der taz-Autor provozierend die Frage in den Raum, warum das Verhalten des Daily Beast-Reporters denn einen Shitstorm ausgelöst hat. Mit keinem Wort heißt er das Vorgehen des Daily Beast-Reporters gut (man könnte ihm vorwerfen, dass er es auch nicht verurteilt), vielmehr beschäftigt er sich mit der Naivität der Weltklasseathleten bei Olympia und spricht ihnen aufgrund ihres Auftretens bei einer so bedeutenden Veranstaltung eine gewisse Verantwortung zu. Über die Art und Weise der Darstellung kann man streiten. Einen gewissen Unterton oder die böse Hetero-Perspektive könnte man sicher auch hinein interpretieren. Doch auf rein sachlicher Ebene betrachtet spricht der Autor ein Problem an und es heißt nicht Zwangsouting.

Und wie reagiert die aufgestachelte Meute: Mit Kommentaren wie “ignoranter menschenverachtender Text”, mit der Unterstellung die taz würde “Skandaljournalismus auf BLÖD-Zeitungs Niveau” verteidigen oder mit der Feststellung, dass “bei der Suche nach einem Sexualpartner … das Aussehen des Penis eher eine untergeordnete Rolle” spielt. Mhh, ja, das sollte man wissen um den Artikel auch richtig einordnen zu können! Danke dafür.

Ich hoffe man versteht mich nun nicht falsch. Ich verurteile das Zwangsouting eines jeden Menschen, egal ob im Fokus der Öffentlichkeit oder nicht. Die politisch oder religiös motivierten Folgen sind nicht zu unterschätzen. Auch die Privatsphäre eines jeden Menschen gehört unter allen Umständen gewahrt, egal ob es Angela Merkel beim wandern betrifft, den Olympioniken der ein Sexdate klar macht oder das händchenhaltende Pärchen im Café um die Ecke. Aber, und das ist auch der Grund warum ich den taz-Artikel nicht als so großen Aufreger interpretiere, ich lese den Artikel als Aufforderung. Als Aufforderung an die in der Öffentlichkeit stehenden Mitglieder der LGBT-Community endlich Verantwortung zu übernehmen, um dem Wunsch nach Gleichberechtigung ein Gesicht zu geben. Egal wie oft ich meinen Freund in der Fußgängerzone auch küsse, es wird nie die gleiche Signalwirkung davon ausgehen wie von einem geouteten Sportler, den Millionen von Menschen beachten. Mich stört es ungemein, dass das Thema Zwangsouting überhaupt dazu taugt einen Shitstorm auszulösen und sich keiner die Frage nach dem grundlegenden Problem stellt. Eigentlich sollte uns die Behauptung oder der Beweis, dass dieser oder jene Sportler schwul ist nur ein müdes Schulterzucken entlocken! Wir können keine Gleichberechtigung fordern und zugleich unter allen Umständen Stillschweigen über unsere (sexuelle) Identität wahren wollen. Irgendeiner muss mal vorangehen!

Nochmal zu meinem anfänglichen Aufreger: Blöderweise konnte ich mich nicht zurückhalten und habe mich bei Twitter in eine Diskussion eingeklinkt. Ergebnis: Einmal direkt geblockt nach einem sachlichen Tweet bzw. Belehrung darüber, dass man die “Hetero-Perspektive” des Artikels nur erkennt, wenn man sich eingehender “mit der Materie” beschäftigt. So so. Wie kann ich Dummerchen, als seit 14 Jahren geouteter schwuler Mann, mir auch anmaßen etwas von der Materie zu verstehen.


 

4/5 Blitznarben.

Bei all den negativen Stimmen die man zum sogenannten achten Teil von Harry Potter hört: Ich bin Frau Rowling überaus dankbar für dieses “Buch”! Denn eigentlich ist es ja kein Buch, also schon gar nicht das achte. Es ist das Skript eines Theaterstücks. Als solches muss man es lesen und interpretieren. Hier wird einem nicht wie gewohnt eine detailliert beschriebene Zauberwelt zu Füßen gelegt, es werden Dialoge und Regieanweisungen serviert.

Doch allein die Dialoge und knappen Beschreibungen zum Ablauf auf der Bühne, fügten sich in meinem Kopf, gemeinsam mit dem Wissen aus sieben Büchern, zu einer lesenswerten Episode aus einer liebgewonnenen Phantasiewelt zusammen. Ob das eine oder andere nun unbedingt erzählt werden musste, oder dieser oder jene Handlungsstrang aus den Romanen aufgenommen werden musste, darüber lässt sich sicher streiten. Für mich hat es sich jedenfalls angefühlt, und das schreib ich bereits nach den ersten Seiten, als würde man gute Freunde nach langer Zeit wiedersehen und mit großer Begeisterung ihren Erzählungen lauschen.

Nicht selten habe ich mich gefragt, wie das was ich laß wohl auf der Bühne umgesetzt wird – die Szenenwechsel, die Zauberei, die Kulissen … Ich glaube, dass das Stück phantastisch inszeniert ist. Sehen werde ich es wohl nicht. Vom heute freigegebenen Kontingent konnte ich keine Karte ergattern.

Doch zurück zum “Buch” und zum freudigen Wiedersehen: 4 von 5 möglichen Blitznarben!


 

Heimaturlaub.

Ich bin auf spontanem, viertägigem Heimaturlaub und wanderte heute mit meiner Mutter etwa 15 Kilometer flotten Schrittes von der Talsperre Pöhl, über das Elstertal nach Plauen. Schön wars.


 

Ich krieche zurück in Apples Schoß.

Etwa zweieinhalb Jahre dürfte es nun her sein, dass ich mich in Sachen Smartphone von Apple verabschiedet habe und auf einen langen und dunklen Pfad des Leidens begeben habe. Grund dafür war, dass mein heißgeliebtes iPhone 4S mit iOS 7 nahezu unbenutzbar wurde. Doch für ein Upgrade auf das quietschbunte iPhone 5C war ich zu geizig. 

So gab ich in geistiger Umnachtung dem Nokia Lumia 1020 mit Windows Phone 8 eine Chance. Diese verspielte es nach weniger als zwei Monaten. Im Anschluss durfte sich ein Motorola Moto G beweisen und ich sammelte erste, unerwartet positive Erfahrungen mit Android (in seiner Reinform). Doch das Moto G war einfach zu schwach. Wenig später bekam ich die Gelegenheit den “Flagship Killer” von OnePlus, das OnePlus One zu kaufen. Angesteckt vom Hype (künstliche Verknappung und so) schlug ich zu. Für ein paar Monate war alles super. Doch mit der Einführung von OxygenOS begann das Drama. Ein halbes Jahr später konnte ich dem unfassbaren Verhältnis von Preis und Leistung, vereint im OnePlus2, nicht widerstehen und hoffte auf die Behebung der vom One bekannten Probleme. Es folgt eine Art Déjà-vu: Für ein paar Monate war alles gut. Dann das ultimative und alles verbessernde Update auf OxygenOS 2 (-Punkt-Irgendwas). Blöderweise funktionierte anschließend nichts mehr so wie es sollte. Täglicher Neustart und manuelles Leeren des Caches waren angesagt. Vergangene Woche kam dann endlich ein Update auf OxygenOS 3.0 (Communitybuild-beta-Irgendwas). Ein paar Fehler wurden behoben, neue Fehler kamen hinzu. 

Nun bin ich an dem Punkt, an dem ich die Geduld mit Oneplus verloren habe. Ein iPhone SE ist bestellt und wird hoffentlich kommende Woche geliefert. 

Die vermeintliche Inflexibilität von iOS und die hohen Preise von Apple, die dazu führten, dass ich mich mit Android durchaus anfreunden konnte, nehme ich in Kauf, wenn ich dafür wieder ein Smartphone bekomme, auf das ich mich verlassen kann. Was nutzen mir Anpassungsmöglichkeiten, wenn dadurch die Grundfunktionalität leidet? Denn was ich von meinem kleinen Hosentaschencomputer verlange, ist dass er einfach funktioniert. Auch wenn 589 Euro weniger auf dem Konto wehtun, mehr Komfort und weniger Stress sind es mir wert.


 

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Hey, ich bin Oliver! Ich habe irgendwas mit Medien gelernt, lebe in Freiburg, beschäftige mich beruflich mit Energie und fahre Rad.



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