Hey, ich bin Oliver! Ich habe irgendwas mit Medien gelernt, lebe in Freiburg, beschäftige mich beruflich mit Energie und fahre Rad.



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Erzgebirge­männchen­schnitzerblues.


Mein zweiter Schnitzkurs bzw. mein zweiter Kreativurlaub in der Volkskunstschule in Schwarzenberg im Erzgebirge liegt hinter mir. Schön war es wieder. Und auch ganz erfolgreich. Mein Wikinger ist so gut wie fertig – zumindest fertiger als gedacht. Denn bis zum dritten Kurstag hätte ich nicht gedacht, dass mein diesjähriges Vorhaben überhaupt etwas wird. Nur so richtig urlaubig war es nicht. Die Arbeit mit den Schnitzeisen und die Konzentration auf eine doch sehr ungewohnte Aufgabe strengen an. Für 2017 bin ich jedoch schon wieder angemeldet – man ist ja ambitioniert!


 

10 Kilometer für den guten Zweck.

Das ist unser Mehrgenerationen-Team, genauer das “HoRiKra-Racing-Team”, beim heutigen Lebenshilfe-Lauf 2016 in Emmendingen.

5 Kilometer hatte ich mir vorgenommen, über 10 Kilometer für den guten Zweck sind es geworden! Bin mächtig stolz auf mich – bin ja sonst nicht so der Läufer. Doch das bunte, inklusive Teilnehmerfeld und die tolle Stimmung auf der Strecke haben mich ungemein motiviert.

Nächstes Jahr sind wir bestimmt wieder dabei! Insgesamt ist unser Team übrigens fast 40 Kilometer gelaufen. ?


 

brackets.io – A modern, open source code editor that understands web design →

Ich weiß nicht wie dieser phantastische Editor an mir vorbeigehen konnte. Nun, es könnte daran liegen dass das Thema Frontend-Entwicklung in den letzten Monaten nicht so arg in meinem Focus stand und ich als Eierlegende-Marketing-Sau mit anderen Dingen beschäftigt war. Doch ab kommender Woche werde ich mich intensiv der Umgestaltung der Website meines Arbeitgebers widmen und Brackets wird mich dabei unterstützen. 

Nach den ersten Tests und Spielereien möchte ich eigentlich nie wieder einen anderen Editor nutzen. Besonders die Quick Edit-Funktion hat es mir angetan. Diese mit Command+E abrufbare Funktion zeigt alle zu einem Element gehörigen CSS-Regeln (egal aus wie vielen Stylesheets), ermöglicht es diese direkt zu bearbeiten oder zu erweitern. Zusammen mit der Live-Vorschau ein unfassbar gutes Feature!


 

Gender: Rosa ist scheiße →

Anfangs dachte ich noch an ein Milieuphänomen. Dann hörte ich auch studierte, kluge Frauen von “Rabaukenjungs” und “zarten Mädchen” sprechen, die nicht bemerkten, dass ihre zarten Mädchen gerade die Rabaukenjungs verdroschen.

P.S. Ich hatte auch einen Puppenwagen. Mit Puppen drin!


 

Schwarzwald Super!

Mit etwa 4.200 Trainingskilometern in den Beinen habe ich mich gestern an den SchwarzwaldSuper! (Bronze-Route) gewagt! Tja, ich habe es geschafft. Nie zuvor bin ich eine größere Runde gefahren. Nie zuvor habe ich mehr Höhenmeter bewältigt. Dementsprechend stolz bin ich nun, obwohl ich etwa 15 Minuten über meiner Ziel-Zeit lag.

Das Ziel für das kommende Jahr ist damit klar: Die Silber-Route!


 

http://www.zeit.de/kultur/2016-08/burkaverbot-minderheiten-deutschland-abgrenzung-kiyaks-deutschstunde/komplettansicht →<

Burka verbieten. Kopftuch verbieten. Burkini verbieten. Moscheen verbieten. Minarette verbieten. Handschlagverweigern verbieten. Doppelpass verbieten. Beschneidung verbieten. Erdoğan-Anhimmeln verbieten. Fusselbarttragen verbieten. Auf-Arabisch-Beten verbieten. Auf-Türkisch-Beten verbieten. Auf der Straße, auf dem Schulhof und auf der Beschilderung von Läden türkische und arabische Sprache verbieten. Schweinefleischverbot verbieten.


 

Washington Post: Ein Blatt wendet sich →

Die »Washington Post« setzt auf dieselbe Strategie, mit der Amazon groß wurde. Kann das im Journalismus funktionieren?

Erwarten uns Zeitungsartikel, zugeschnitten auf den möglicherweise beschränkten Horizont seiner Leser? Das ist, kurz gefasst und überspitzt gesagt, was ich beim Lesen des obigen Artikels befürchte. Und das widerspricht komplett meinem Verständnis von Journalismus.

Nehmen wir einen Artikel über den syrischer Bürgerkrieg der von jemandem gelesen wird, der kurz zuvor noch süße Katzenvideos bei Youtube schaute und wenig später eine Kuscheldecke und Teelichter bei Amazon bestellte. Werden diesem Nutzer dann in der Hoffnung auf einen Klick ein paar hundert Tote in der Überschrift verschwiegen, weil derartige Meldungen sonst nicht in seine, von Algorithmen analysierte, Katzen-Kuschel-Welt passen?

Gruselige Vorstellung.


 

Von Zwangsoutings und einem grundlegenden Problem ganz anderer Art.

Es gibt Momente, in denen mich die ach so tolerante LGBT-Community unfassbar aufregt. Vor allem diejenigen, die meinen allein ein lustiges Kostüm beim örtlichen CSD wäre allen ernstes eine politische Botschaft. Oder die, die sich hinter ihrem anonymen Twitter-Profil verstecken, von “hasserfüllter Hetero-Scheiße” schreiben und unfähig sind eine sachliche Diskussion zu führen. Es gibt ja schließlich den Blockieren-Button. Und dann noch die Pappnasen, die in völliger Unkenntnis über “unsere” (LGBT-)Rechte jede Initiative kleinreden und sich lieber unter ihrer selbst gestrickten Decke aus Ungerechtigkeit verkriechen.

Bestes Beispiel für meine neuerliche Aufregung: Die taz veröffentlichte am Wochenende einen durchaus kontroversen Artikel, in dem das Zwangsouting von Olympioniken durch einen “Hetero-Reporter” der US-Entertainmentplattform “The Daily Beats” behandelt wird. Ganz konkret stellt der taz-Autor provozierend die Frage in den Raum, warum das Verhalten des Daily Beast-Reporters denn einen Shitstorm ausgelöst hat. Mit keinem Wort heißt er das Vorgehen des Daily Beast-Reporters gut (man könnte ihm vorwerfen, dass er es auch nicht verurteilt), vielmehr beschäftigt er sich mit der Naivität der Weltklasseathleten bei Olympia und spricht ihnen aufgrund ihres Auftretens bei einer so bedeutenden Veranstaltung eine gewisse Verantwortung zu. Über die Art und Weise der Darstellung kann man streiten. Einen gewissen Unterton oder die böse Hetero-Perspektive könnte man sicher auch hinein interpretieren. Doch auf rein sachlicher Ebene betrachtet spricht der Autor ein Problem an und es heißt nicht Zwangsouting.

Und wie reagiert die aufgestachelte Meute: Mit Kommentaren wie “ignoranter menschenverachtender Text”, mit der Unterstellung die taz würde “Skandaljournalismus auf BLÖD-Zeitungs Niveau” verteidigen oder mit der Feststellung, dass “bei der Suche nach einem Sexualpartner … das Aussehen des Penis eher eine untergeordnete Rolle” spielt. Mhh, ja, das sollte man wissen um den Artikel auch richtig einordnen zu können! Danke dafür.

Ich hoffe man versteht mich nun nicht falsch. Ich verurteile das Zwangsouting eines jeden Menschen, egal ob im Fokus der Öffentlichkeit oder nicht. Die politisch oder religiös motivierten Folgen sind nicht zu unterschätzen. Auch die Privatsphäre eines jeden Menschen gehört unter allen Umständen gewahrt, egal ob es Angela Merkel beim wandern betrifft, den Olympioniken der ein Sexdate klar macht oder das händchenhaltende Pärchen im Café um die Ecke. Aber, und das ist auch der Grund warum ich den taz-Artikel nicht als so großen Aufreger interpretiere, ich lese den Artikel als Aufforderung. Als Aufforderung an die in der Öffentlichkeit stehenden Mitglieder der LGBT-Community endlich Verantwortung zu übernehmen, um dem Wunsch nach Gleichberechtigung ein Gesicht zu geben. Egal wie oft ich meinen Freund in der Fußgängerzone auch küsse, es wird nie die gleiche Signalwirkung davon ausgehen wie von einem geouteten Sportler, den Millionen von Menschen beachten. Mich stört es ungemein, dass das Thema Zwangsouting überhaupt dazu taugt einen Shitstorm auszulösen und sich keiner die Frage nach dem grundlegenden Problem stellt. Eigentlich sollte uns die Behauptung oder der Beweis, dass dieser oder jene Sportler schwul ist nur ein müdes Schulterzucken entlocken! Wir können keine Gleichberechtigung fordern und zugleich unter allen Umständen Stillschweigen über unsere (sexuelle) Identität wahren wollen. Irgendeiner muss mal vorangehen!

Nochmal zu meinem anfänglichen Aufreger: Blöderweise konnte ich mich nicht zurückhalten und habe mich bei Twitter in eine Diskussion eingeklinkt. Ergebnis: Einmal direkt geblockt nach einem sachlichen Tweet bzw. Belehrung darüber, dass man die “Hetero-Perspektive” des Artikels nur erkennt, wenn man sich eingehender “mit der Materie” beschäftigt. So so. Wie kann ich Dummerchen, als seit 14 Jahren geouteter schwuler Mann, mir auch anmaßen etwas von der Materie zu verstehen.


 

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