Hey, ich bin Oliver! Ich habe irgendwas mit Medien gelernt, lebe in Freiburg, beschäftige mich beruflich mit Energie und fahre Rad.



#projectipadonly

iOS 11 beta.

Knapp eine Woche nach der WWDC Keynote hielt ich es nicht mehr aus. Eigentlich wäre Lernen für den Betriebswirt angesagt gewesen. Also habe ich mir – ohne Apple Developer Account – die Betaversion von iOS 11 auf meinem iPad Pro installiert. Nach einem klassischen iTunes-Backup und 30 Minuten Download- und Installationswartezeit war es geschafft: iOS 11 präsentierte sich, zwar etwas ruckelig, in voller Schönheit. Mal abgesehen von Apples San Francisco-Schrift, die ich immer noch nicht so recht mag. Doch Drag’n’drop, das Dock, verbessertes Multi-Tasking, Screen-Recording und das direkte Bearbeiten von Screenshots sind phantastisch. Meine neugieriges Nerdherz ist zunächst befriedigt.

Da an flüssiges, produktives Arbeiten mit dieser ersten Beta jedoch nicht zu denken ist, werde ich heute Abend zurück zu iOS 10.3.2 wechseln. Vor allem fehlen mir, da essentiell für meine Workflows, Document Provider und Picker, die wie es scheint komplett durch die Files-App ersetzt wurden. In dieser fehlt wiederum aktuell die Integration von OneDrive, Dropbox oder auch DEVONthink. Ich hoffe, dass die Entwickler ihre Apps frühzeitig anpassen werden, sodass ich bereits in der Public Beta-Phase wieder zu iOS 11 wechseln kann und nicht bis Herbst warten muss.

Oder ich kaufe mir ein Betatestzweitipad. ?


 

Three big questions about Apple’s new iPad announcements →

Yesterday I was sitting with a couple notable Apple writers and they were taken aback with the device I was writing my article with—a 12.9-inch iPad with the Brydge keyboard. I’ll grant you, at first glance it’s easy to get confused about what device I’m using. It looks like a MacBook Pro, but it’s not. It’s an iPad and a clip-on Bluetooth keyboard.

But once they realized I was working on my iPad, the larger issue was that they both didn’t really understand why. And I realized, this is an interesting area where the Apple world—which is often viewed as monolithic from the outside—is actually segmented in a few interesting ways. Those of us who work on the iPad are a loud, passionate group—but there are many people who would just prefer to use a MacBook. I don’t think these positions are necessarily in opposition—not every Apple product is for every person, and that’s fine. But it was an interesting reminder that even among my peer group, there are plenty of people for whom the progression of the iPad as a productivity device is an interesting story, but not one with any personal impact.

Interessant, dass selbst im Kern der Apple-Blase das iPad als Arbeitsmaschine noch nicht ernst genommen wird. Ich bin gespannt ob iOS 11 daran etwas ändern wird. Mein Fazit aus der WWDC-Keynote ist jedenfalls, dass Apple an seiner Vision vom iPad als Computer der Zukunft und als Computer für Jedermann festhält. Und dies ist, was für mich als iPad-Enthusiast zählt.


 

The iPad takes a big step toward being the computer for everyone →

The iPad has never been a full-fledged computer. At its launch back in 2010, it was mocked for having a large screen without a typical large-screen operating system like macOS or Windows, and it was dismissed as just a bigger iPhone. But, as it turned out, people found a whole bunch of really cool and enjoyable uses for that enlarged iPhone, and even as iPad sales have slowed over recent years, Apple’s tablet has proven enduringly popular among those who’ve acquired one.

Eine gute Zusammenfassung dessen, womit Apple mich am Montag Abend sehr, sehr glücklich gemacht hat. Der Fokus von iOS 11 liegt nicht nur klar auf dem iPad – Apple hat geradezu ein Feature-Feuerwerk gezündet: Besseres Multitasking, eine Files-App die zugleich als Hub zu verschiedenen Cloud-Services dient, Drag’n’Drop, ein Dock, ein verbesserter App-Switcher, und so viel mehr. Es wird spannend, bis zum offiziellen Release im Herbst und ich kann es kaum abwarten.


 

Meditation, Coaching & Life →

Als Rapper, Buddhist und ausgebildeter Systemischer Coach spreche ich über Dinge, die mich bewegen und mein Leben bereichert haben – mit dem Wunsch, daß sie auch Euch Inspiration und Mehrwert bringen!

Der Rap-Held meiner Jugend podcastet und jeder sollte ihm zuhören. Das galt zwar schon für seine Rap-Alben, doch für seinen Podcast „Meditation, Coaching & Life“ gilt es umso mehr.


 

iOS 11: iPad Wishes and Concept Video →

We haven’t seen something truly new, bold, and transformational happen on the iPad platform in nearly two years. It’s time for Apple to step up their game and continue pursuing the vision for the future of computing set forth in 2015. There’s so much more work to be done with iOS, multitasking, and the redefinition of computing for the multitouch era. The iPad Pro can be a computer for everything, but it needs another leap forward to become the computer for everyone. And that can’t happen without a serious reconsideration of its software.

The iPad needs another bold, daring step towards the future. With iOS 11, Apple has an opportunity to pick up where they left off with iOS 9, forging a new direction for the iPad platform.

Da ist man mal zwei Tage offline und dann haut der „iPad Sensei“ Frederico Viticci, der das produktive Arbeiten mit dem iPad vorantreibt und ausreizt wie kein zweiter, ein unfassbar gutes und durchdachtes Konzept-Video für iOS 11 raus. Ich bin gespannt ob Apple am 5. Juni annähernd so gute Funktionen für die iPad Pro-Nutzer vorstellen wird.


 

Thoughts on iOS automation →

It’s funny to hear so many people complain about the lack of automation in iOS. In reality, iOS automation has already happened. We were just looking the other way, and when we turned around, we couldn’t remember what was there before.


 

Es ist kompliziert.

Auf flachem Terrain, im höchsten Gang, tief nach vorn gebeugt über 40 km/h auf dem Rennrad treten. Tja, das kann ich wohl erstmal knicken. Aber immerhin weiß ich nun warum.


Vorher/Nachher: Kürzerer Vorbau und breiterer Lenker sollen für eine aufrechtere Haltung und einen enspannteren Brustkorb sorgen. Ich hasse es.

Seit vielen Wochen bin ich gesundheitlich angeschlagen. Schlitterte erst von einer Erkältung zur nächsten und war ständig müde und abgeschlagen. Dann hatte ich zunehmend Probleme mit meinem Bauch (also mehr als gewöhnlich) und machte dafür zunächst meine Fructoseintoleranz verantwortlich. Auch ständige Schmerzen im Brsutkorb machten mir zu schaffen. So gern ich mich auf das Rennrad gesetzt habe, so ernüchternd war dann jedoch meine Leistung. Nach wenigen Kilometern brach ich regelrecht ein, der Puls schoss nach oben und Bauch und Brust verkrampften sich. Nach spätestens 30 Kilometern gab ich meist auf.

Vor etwa zwei Wochen wusste ich mir dann gar nicht mehr zu helfen und war mit den Nerven auch ziemlich am Ende. Ich ging zum Arzt und bekam eine Magenspiegelung verordnet. Diagnose: Eine zu große Magenöffnung und dadurch bedingte Refluxkrankheit.

Nun weiß ich was mit mir los ist. Doch die Diagnose stellt mich noch vor größere Probleme als zuvor. Denn mit ein paar Medikamenten ist es leider nicht getan. Ich werde mein Leben noch viel radikaler umkrempeln und auf noch viel mehr verzichten müssen als bisher. Süßigkeiten, Kuchen oder Limonaden konnte ich durch meine Fructoseintoleranz ohnehin nur in sehr geringen Mengen zu mir nehmen. Ganz darauf verzichten wird keine so große Umstellung. Doch nun darf ich auch keinen Alkohol und Kaffee mehr trinken. KEINEN KAFFEE! Und bei allem was bisher einigermaßen bedenkenlos essbar war – Brot, Fleisch, Gemüse – muss ich nun auch vorsichtig sein. Hinzu kommt, dass ich meinen geliebten Ausgleich, das Rennradfahren, aufgrund der Belastung auf den Bauchraum (Achtung: Beschönende Formulierung) erstmal unterlassen sollte. Mein Singlespeeder habe ich direkt mit einem neuen Lenker versehen. Doch nach einer kurzen Proberunde wurde schnell klar: Spaß macht mir das Radfahren so nicht. Auch Laufen ist nicht die optimale Sportart – zu viel Erschütterung. Das Belohnungszentrum meines Gehirns wird aufgrund der Einschränkungen wohl erstmal stillgelegt.

Mein Leben ist aktuell ein absolutes Träumchen und dieser Blogpost aus der Rubrik "Es kann nur besser werden".


 

Apple Is Pushing iPad Like Never Before →

Apple is pulling out all the stops when it comes to selling iPad. We are seeing the company take its most aggressive stance yet in getting existing iPad owners to upgrade. For the first time, Apple is also making a concerted effort to reach prospective iPad owners by targeting PC users. On the surface, these efforts seem like a last ditch effort to save iPad, which faces continued sales declines. However, Apple is guided by a different motive. There are signs of Apple pushing iPad like never before in order to solve its growing Mac dilemma.


 

Filemanagement mit iOS

Von alten Gewohnheiten, großen Unterschieden und neuen Perspektiven.

People shouldn’t need to think about the file system while creating, viewing, and manipulating files. If your app works with files, downplay file handling as much as possible.

Das Zitat verdeutlicht es – Filemanagement unter iOS ist anders als alles was wir bisher von macOS, Windows oder auch Linux kannten. Es gibt keinen Finder oder Explorer, mit dem wir uns frei im Dateisystem bewegen können. In unseren bekannten Dateiorganisationsmustern zu denken, bringt uns unter iOS nicht weiter. Zumindest auf den lokalen Speicher des iPads bezogen. Gleiches gilt für das innerliche Auflehnen gegen die Limitierungen des Dateisystems. Auf die Filemanagement-Philosophie hinter iOS muss man sich einlassen. Punkt. Das mag den Einstieg nicht unbedingt leicht machen und gelegentlich wird diese Philosophie auch zur Herausforderung. Für uns professionelle Anwender, die sich unbedingt Gedanken um die Organisation ihrer Dateien machen wollen und die für eine produktive Arbeitsweise gewisse Funktionalitäten benötigen, hat Apple jedoch seit iOS 8 schon einiges getan.

Von bisherigen Dateiverwaltungsgewohnheiten mit Terabyte-großen Datenansammlungen und zusätzlichen Backups auf externen Festplatten gilt es, sich als iPad-Benutzer zu verabschieden. Mit dem Gedanken, seine Dateien einem Cloud-Dienst anzuvertrauen, sollte man sich dagegen anfreunden können. Denn um die Kontrolle über seine Dateien nicht zu verlieren und wie gewohnt Daten synchronisieren und sichern zu können, führt an der Cloud praktisch kein Weg vorbei.

Filesystem? Ich verstehe nur Bahnhof.

Schaffen wir erstmal ein paar Grundlagen. Ich bin kein Informatiker. Ich kann noch nicht mal richtig programmieren. Nichtsdestotrotz versuche ich kurz zu erklären, worin die wesentlichen Unterschiede beim Filemanagement zwischen iOS und macOS (oder auch Windows) bestehen. Ganz bewusst außer acht lasse ich dabei zunächst die jüngsten Entwicklungen, die das Filemanagement unter iOS wesentlich verändert haben.

Beginnen wir mit macOS (oder Windows, dort ist es nicht anders):

… both users and software have access to the file system. Users access the file system directly through the Finder… Apps access the file system using the system interfaces, which show the complete file system precisely as it appears on disk.

Das bedeutet, dass Benutzer und Software die gleichen Rechte haben, um auf das Dateisystem zuzugreifen und dieses zu verändern. An beliebiger Stelle des lokalen Speichers können Ordner und Unterordner angelegt werden. Darin können Dateien unterschiedlichster Typen ablegt und mit der App (dem Programm) der Wahl aufgerufen und verändert werden.

Im Kontrast dazu steht nun iOS:

To keep the system simple, users of iOS devices do not have direct access to the file system and apps are expected to follow this convention… For security purposes, an iOS app’s interactions with the file system are limited to the directories inside the app’s sandbox directory.

Auch in Ermangelung einer App wie dem Finder oder dem Explorer ist es uns Benutzern, wie bereits Eingangs erwähnt, nicht möglich auf das komplette Dateisystem zuzugreifen. Den installierten Apps ergeht es ähnlich. Änderungen dürfen sie nur innerhalb des eigenen Verzeichnisses vornehmen. Die Dateien liegen im jeweiligen Ordner der App mit der sie erstellt oder geöffnet wurden. Das Verschieben einer Datei von der einen zur anderen App ist ebenso wenig vorgesehen, wie der Zugriff mit einer App auf das Verzeichnis einer anderen. Die einzige Ausnahme bildet dabei der Bilder-Ordner, auf den wir verschiedenste Apps zugreifen lassen können.

Seit iOS 8 gibt es jedoch eine Möglichkeit, die das Filemanagement unter iOS geradezu revolutioniert hat. Also fast. Naja, sagen wir es wurde einiges besser.

Document Provider und Document Picker

Mit der Erweiterung Document Provider stellt Apple seit iOS 8 eine Möglichkeit zur Verfügung mit Apps, die diese Erweiterung implementiert haben, auf Dateien in der Cloud oder auf lokal gespeicherte Dateien in anderen Apps zuzugreifen. Ganz konkret bietet die Benutzeroberfläche der Erweiterung, der Document Picker, bis zu vier Möglichkeiten an: Dateien importieren, exportieren, öffnen oder verschieben.

Use the import and export operations to copy files into or out of your app’s sandbox.
The open and move operations provide access to files outside your app’s sandbox. These operations let users modify the documents in-place, enabling a much deeper level of sharing between apps. This approach gives users a great amount of flexibility when it comes to working with their documents. For example, it lets users create a complex workflow, where a single document is processed using multiple apps.

Das bedeutet, dass man nun auch Dateien an Ort und Stelle, wie von MacOS oder Windows gewohnt, bearbeiten kann. Also theoretisch. Denn praktisch ist es oft komplizierter. Um die vier Aktionen ausführen zu können, müssen sowohl die App mit der man arbeiten möchte (z.B. PDF Expert), als auch die App die als Document Provider agiert (z.B. Dropbox), die Aktionen implementiert haben und zulassen. Da haben wir das Dilemma. Denn Dropbox nutzt zwar zum Import und Export von Dokumenten in oder aus der Cloud den Document Picker. Dropbox stellt aber die in der Cloud gespeicherten Daten nicht allen Apps als Document Provider zur Verfügung. Wenn ich also ein PDF aus meiner Dropbox bearbeiten möchte, müsste ich mir noch immer eine lokale Kopie erstellen und diese manuell zurück in die Dropbox schieben.

Eine App-Kombination, mit der mein PDF-Workflow übrigens ganz wunderbar funktioniert, ist PDF Expert und Google Drive. PDFs lassen sich einfach über den Document Picker auswählen, in PDF Expert bearbeiten und werden automatisch zurückgespeichert.

Eine Eigenschaft des Document Pickers die mich wirklich nervt und bei der ich auf baldige Abhilfe seitens Apple hoffe, ist die Beschränkung auf nur eine einzige Datei. Möchte ich drei PDF-Dateien an eine Mail anhängen, muss ich drei mal den Document Picker bemühen und drei mal den kompletten Pfad zur Datei gehen, weil sich der entsprechende Document Provider auch nicht merkt, in welchem Ordner ich gerade war.

Ab in die Cloud

Ich hatte es eingangs schon kurz erwähnt. Wer ernsthaft und produktiv mit dem iPad arbeiten möchte, sollte mit seinen Dateien in die Cloud ziehen. Alle Dateien wie Fotos, PDFs, Word- oder Excel-Dokumente lokal auf dem iPad abzulegen, ist zwar möglich, es ergibt jedoch nur in begrenztem Maße Sinn.

Die einzige Möglichkeit, um die auf die Organisation seiner Daten in gewohnter Weise Einfluss zu nehmen, ist sich einem Cloud-Dienst anzuvertrauen. Doch auch hier sollte man wachsam sein. Bis ich etwas tiefer in mein #projectipadonly eingetaucht bin, habe ich OneDrive (1 TB) für die ausschließlich von mir genutzten Daten und Dropbox (15 GB) für Kollaborationen genutzt. Beide Dienste bzw. deren Apps und wiederum deren Integration in iOS, haben sich nun für den reinen iPad-Workflow als nicht optimale Lösung herausgestellt.


Der Document-Picker zum Dateiupload von Dropbox und OneDrive im Vergleich. Dropbox greift auf alle Document Provider zu. OneDrive dagegen nur auf die Bilder und die Microsoft-Apps.

Inzwischen überlege ich mit all meinen Daten in die iCloud oder zu Google Drive umzuziehen. Kein Dienst ist besser im System integriert als die iCloud. Jedoch bin ich kein großer Fan der iCloud Drive-App und die von den Apps angelegten Ordner sind auch in der iCloud von einander isoliert. Mit Word eine Text-Datei aus iA Writer öffnen geht also nicht. Am Google Drive stört neben dem Material Design, das einfach nicht in iOS passt, vor allem der extra Fingertipp den es grundsätzlich benötigt, um das Google-Konto auszuwählen.

Documents – der kleine Finder-/Explorer für das iPad

Paul Ciano beschreibt Documents als Schweizer Taschenmesser für das iOS Filemangement. Und hat damit vollkommen recht. Die App ist Dokumentenbetrachter, Downloadmanager, FTP-Client, Cloud-Client, Mediaplayer und Dateimanager in einem. Kurz: Die beste Alternative zum Finder/Explorer die man unter iOS finden kann und noch viel mehr.

Würde man seine Daten alle lokal auf dem iPad sammeln und nicht in Datei-Duplikaten in den verschiedenen Apps ersticken wollen, Documents wäre die beste Lösung dafür, denn die App agiert auch als Document Provider für andere Apps. Außerdem kann man Ordner automatisiert mit der Cloud synchronisieren lassen.

Dateien lassen sich wie gewohnt in Ordnern und Unterordnern verwalten, kopieren, umbenennen und sogar innerhalb der App per Drag and Drop verschieben. Mit dem integrierten Browser können beliebige Dateien aus dem Internet heruntergeladen werden (eine Funktion die man in Safari schmerzlich vermisst). Darüber hinaus bietet Documents Schnittstellen zu allen bekannten Cloud-Diensten und auch FTP-Verbindungen.

Ich nutze Documents am häufigsten als Desktop-Ersatz zur kurzen Zwischenablage und als Download-Sammlung. Dokumente, die ich geliefert bekomme oder an denen ich gerade arbeite, die aber noch keinen endgültigen Bestimmungsort haben, lagen meist einfach auf dem Desktop. Nun speichere ich sie in Documents, das spart unterwegs auch die mobile Datenverbindung, und schiebe sie später in den entsprechenden Ordner in der Cloud.

Ein etwas steiniger, aber begehbarer Weg

Verglichen mit macOS oder Windows steckt das Filemanagement unter iOS noch in den Kinderschuhen. Das auf Einfachheit und Sicherheit ausgelegte iOS mit den Ansprüchen von professionellen Anwendern in Einklang zu bringen ist sicher auch keine einfache Aufgabe. Doch Apple hat diesen Weg mit seiner iPad Pro-Serie selbst eingeschlagen und muss nun liefern und nachbessern. Meiner Meinung nach besteht aktuell auch noch großer Nachholbedarf bei vielen App-Entwicklern. Viele gehen andere (Um)Wege und nutzen nicht die iOS-eigene Erweiterung. Daher sollte Apple die Integration des Document Provider und Document Picker, vor allem im professionellen App-Bereich und bei den Cloud-Diensten forcieren, um für Kohärenz zu sorgen.

Nichtsdestotrotz lässt es sich mit dem iPad produktiv arbeiten. Selbstverständlich vorausgesetzt die Funktionalitäten von iOS und die benötigten Apps harmonieren mit den persönlichen Workflows und Bedürfnissen. Wer eine macOS- oder Windows-ähnliche Arbeitsweise erwartet, der wird mit iOS nicht glücklich werden. Auch wenn ich mir ziemlich sicher bin, das Apple bald auf die Wünsche seiner User eingehen wird. Funktionen wie Drag and Drop im Split View Modus, das Auswählen mehrerer Dateien mit dem Document Picker, eine Zwischenablage für Dateien oder die Freigabe aller Ordner im iCloud Drive werden sicher bald in iOS auftauchen. Apps wie Documents oder Workflow sorgen heute schon für adäquate Lösungen des einen oder anderen Problems.


 

Die beste Tastatur für das iPad Pro 12.9". Oder auch: Ich hatte sie alle!

Von einem, der aufbrach, die ideale iPad Pro-Tastatur zu finden.

Seit den ersten Tagen des personal computers gab es, zur Steuerung der schlichten grauen Kästen, eine Tastatur. Wer hätte also ahnen können, dass es – Jahrzehnte später – so schwierig sein würde die passende Tastatur für das iPad Pro 12.9" zu finden. Seit dem ersten iPad habe ich mir immer eine Tastatur dazugekauft – denn mehr als einen Suchbefehl für Google, eine URL oder ein Passwort für meinen Mailaccount tippe ich auf der Bildschirmtastatur äußerst ungern. Damit ist es selbstverständlich, dass auch bei meinem Versuch das iPad als Hauptcomputer zu nutzen, kein Weg an einer Tastatur vorbei führt.

Für das iPad Air oder das Pro 9.7" finden sich unzählige Modelle die meinen wichtigsten Kriterien entsprechen:

  • Gutes Schreibgefühl (vor allem bei längeren Texten) und ein angenehmes taktiles Feedback.
  • Geringes Gewicht.
  • Zum Bedienkonzept des iPads passendes Handling.

Für das Pro 12.9" sucht man dagegen, auf einem überraschenderweise sehr überschaubaren Markt, fast vergeblich. Größer, schwerer und globiger geht es immer. Doch kaum ein Hersteller scheint sich vor Augen zu führen für welches Gerät er sein Zubehör anbietet oder welche Kerneigenschaften es erfüllen sollte, um zum eigentlichen Produkt zu passen. Dabei sind diese aus jeder Apple-Pressemitteilung herauszulesen: Dünn, leicht, leistungstark.

Vier Tastaturen im Wert von 530 Euro (!), die hier gerade um mich herum liegen, habe ich getestet. Hundertprozentig zufrieden bin ich mit keiner. Behalten werde ich zwei Modelle für verschiedene Anwendungsfelder. Gerade tippe ich – und das überrascht mich selbst am meisten – auf dem Apple Smart Keyboard. Aber der Reihe nach.

Logitech CREATE – eine solide, leider zu schwere Tastaturhülle mit perfektem Schreibgefühl.

Die Logitech CREATE habe ich direkt zusammen mit meinem iPad Pro 12.9" bestellt. Ich wusste auf was ich mich einlasse – war nach dem Auspacken aber doch ein wenig überrascht. Die CREATE ist nicht einfach nur eine Tastatur, sondern eine richtige Schutzhülle die das iPad komplett umschließt. Das iPad sicherer zu verpacken ist vermutlich kaum möglich. Dementsprechend massiv und schwer (725 Gramm) ist die Tastaturhülle. Nur blöd, das ich noch nie ein großer Fan von Hüllen war.

Daher gibt es einen Minuspunkt für das Einsetzen bzw. das Entfernen des iPads. Man braucht schon ein wenig Kraft und es beschleicht einen schnell das Gefühl, dass man bei häufiger Wiederholung etwas kaputt macht. Das iPad schnell aus der Hülle herauszuholen, um nur mit dem Apple Pencil darauf zu arbeiten, ist praktisch nicht möglich. Zwar kann man die Hülle so klappen, dass der iPad-Bildschirm die Tastatur überdeckt, doch das gesamt 1,5 Kilogramm schwere Konstrukt aus iPad und Tastaturhülle zu halten, ist wirklich kein Vergnügen.

Um das Verbinden muss man sich keine Gedanken machen, die CREATE nutzt Apples Smart Connector. Einfach das iPad auf den Magnetstreifen setzen – fertig. Strom bezieht die Tastatur auch über den Smart Connector. Sogar eine Hintergrundbeleuchtung in verschiedenen Intensitätsstufen ist integriert. Außerdem eine Funktionsleiste mit Home- und Lock-Button, Lautstärke und Helligkeitsreglern.

Das Schreiben auf der CREATE ist eine wahre Freude. Von den vier getesteten Tastaturen ist sie mein Favorit. Selbst Romanautoren dürften an ihr nichts zu kritisieren haben. Gut dass ich kein Autor bin und Kritisieren eine meiner Stärken ist: Mich stört außerdem der feste Blickwinkel. Auf dem Tisch ist er kein Problem, auf den Oberschenkeln leider viel zu steil.

Doch allein das phantastische Schreibgefühl sind ein Grund die CREATE zu behalten. Für längere Texte oder Webprojekte gibt es aktuell keine Alternative. Die CREATE wird meine Schreibtischtastatur.

 

BRIDGE 12.9 QWERTY – der Traum einer iPad-Tastatur. Leider nur als QWERTY-Version verfügbar.

Auf die BRIDGE 12.9 bin ich über Folge 126 vom Podcast Upgrade gestoßen. Dort schwärmten Myke Hurley und Jason Snell von ihr. Ich folgte blind deren Empfehlung. Doch nach dem Auspacken stellte sich Ernüchterung ein: Die BRYDGE hat ein QWERTY-Tastaturlayout. Die aufkeimende Hoffnung, dass ich mich beim Bestellen einfach nur verklickt hätte, verschwand nach kurzer Recherche. Sie ist weder als QWERTZ-Version verfügbar noch als solche geplant – das schrieb mir gestern der Kundenservice von BRYDGE:

We are looking into developing a version of the Brydge 12.9 in the QWERTZ variation but do not currently have any official plans to do so. We appreciate your feedback and I will push this through to my management team as we take customer input very seriously.

Dabei ist die BRYDGE mein Traum einer iPad-Tastatur. Zwar ist sie mit 710 Gramm ungefähr so schwer wie das iPad selbst, dafür grundsolide und wunderbar zu handhaben. Das Gehäuse aus Aluminium ist in allen iPad-Farben erhältlich. In Kombination erinnern Tastatur und iPad fast an ein MacBook, denn das iPad wird in zwei Scharniere am hinteren Rand gesteckt. Dort sitzt es fest und sicher. Der Blickwinkel kann bis 180° frei gewählt werden.

Die Tasten erinnern vom Schreibgefühl an die des MacBook Air und sind hintergrundbeleuchtet. Auch eine Reihe mit Funktionstasten ist vorhanden. Das Pairing erfolgt über Bluetooth, nicht über den Smart-Connector, funktioniert aber auch bei Aufklappen problemlos. Geladen wird über Micro-USB.

Sollte sich BRYDGE jemals für die Herstellung einer QWERTZ-Version entscheiden – ich kaufe sie sofort! Die QWERTY-Version geht leider zurück.

 

Supremery – für den Preis keine Überraschung. Auf Dauer unbenutzbar. Sie knarzt!

Die Tastatur von Supremery ist im Vergleich zu allen anderen Modellen ein echtes Schnäppchen. Für nur 45 Euro erhält man eine 980 Gramm schwere Vollplastik-Kopie der BRYDGE. Mit dem Material könnte ich prinzipiell leben, jedoch hat es in diesem Fall eine sehr unschöne Eigenschaft: Es knarzt. Die Tastatur knarzt beim auspacken, beim einstecken des iPads in das 135°-Scharnier, beim Aufklappen, beim Handballen auflegen, beim Tippen und beim Zuklappen. Kurz: Immer!

Verbunden wird die Supremery recht problemlos via Bluetooth. Geladen wird – nach nur 50 Stunden Benutzung – über Micro-USB. Die Tasten sitzen sehr locker und das Schreibgefühl ist schwammig. Ein weiteres Ausscheidungskriterium für mich: Die spitzen Klammern sind nur über die Fn-Taste zu erreichen. Eine verkrampfte Hand wäre nach ein paar Zeilen HTML vorprogrammiert.

Wer nicht viel Geld ausgeben möchte und nur ab und zu eine kurze Mail schreibt, kann die Supremery durchaus in Erwägung ziehen. Konzentriertes, dauerhaftes Schreiben ist jedoch, meiner Meinung nach, nicht möglich. Dass nicht nur die von mir getestete, sondern alle iPad-Tastaturen von Supremery knarzen, bestätigte mir übrigens der Kundenservice. Austausch zwecklos, zurück zu Amazon.

 

Apple Smart Keyboard

Dass Apples Originalzubehör annähernd so durchdacht ist wie die Produkte für das es bestimmt ist, beweisen sie mit ihrem Smart Keyboard . Mit nur 340 Gramm ist die Apple-Tastatur die leichteste auf dem Markt. Das geringe Gewicht macht sich jedoch auch negativ bemerkbar: Dem Smart-Cover-ähnlichen Aufbau der Tastatur fehlt es an Stabilität. Vor allem wenn man sie unterwegs auf den Oberschenkeln balancieren muss.

Auf dem Tisch macht sie mit ihrem festem, aber optimalen Blickwinkel eine gute Figur und das Tippen kürzerer Texte geht auf den wasserfesten Tasten mit Textiloberfläche erstaunlich gut von der Hand. Für längere Texte ist sie für mich ungeeignet. Auch das Klickgeräusch ist etwas gewöhnungsbedürftig. Dem angenehmen Blickwinkel ist es vermutlich geschuldet, dass Apple auf eine Reihe mit Funktionstasten verzichtet hat. An die entsprechenden Tastenkombinationen (z.B. command + Tab für den App-Switcher oder command + H für den Homescreen) gewöhnt man sich dafür schnell.

Für das Smart Keyboard spricht auch der schnelle Wechsel zwischen Tastatur-Nutzung und Pencil. Das Einklicken der Tastatur in die Magnetleiste oder das Abziehen sind problemlos möglich. Verbindung zum iPad und Stromzufuhr laufen über den Smart Connector.

Das geringe Gewicht und die Flexibilität machen das Smart Keyboard zum perfekten Begleiter. Täglich im Rucksack zählt für mich jedes Gramm und bei der Weiterbildung das leichte und flexible Handling. Das Smart Keyboard darf bleiben.

 

Fazit

Die Tastatur ist das Zubehör, das die Produktivität am iPad immens steigert. Ein gutes, ermüdungsfreies Schreibgefühl, taktiles Feedback das Sicherheit verleiht und einen angenehmen Geräuschpegel sollte sie mitbringen. Dazu geringes Gewicht und ein angenehmes Handling, das das Bedienkonzept des iPads nicht gänzlich ignoriert. Eine lösbare Aufgabe. Meint man. Doch leider muss die perfekte iPad-Tastatur erst noch gebaut werden. Sollte also ein Hersteller von iPad-Zubehör mitlesen – ich hätte da ein paar Ideen!

Zufrieden stellt mich mein Kompromiss aus zwei Tastaturen also nicht, doch zumindest sind alle Anwendungsfelder zunächst abgedeckt.


 

Dieses Blog wird mit 💙 und WordPress betrieben. Gecodet – auf Basis von UIkit – und getextet wird ausschließlich mit einem iPad . Impressum. 🏳️‍🌈

Hey, ich bin Oliver! Ich habe irgendwas mit Medien gelernt, lebe in Freiburg, beschäftige mich beruflich mit Energie und fahre Rad.



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