Hey, ich bin Oliver! Ich habe irgendwas mit Medien gelernt, lebe in Freiburg, beschäftige mich beruflich mit Energie und fahre Rad.



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Jeder soll gehen dürfen, wann er will →

Jeder sollte so aus dem Leben gehen dürfen, wie er möchte. Selbstbestimmt, oder sich dem hingebend, was ist. Denn wer sind wir, dass wir, die wir nicht in denselben Schuhen gelaufen sind, über einen anderen entscheiden oder seine Entscheidung beurteilen dürften?

Das Thema Sterbehilfe gehört bei uns Zuhause zu den heiß diskutierten. Wann immer es aufkommt – durch einen Zeitungsartikel, eine Dokumentation oder durch Studium und Arbeit meines Freundes – könnten unsere Meinungen nicht unterschiedlicher sein.

Ohne jemals auch nur annähernd in einer ähnlichen Situation gewesen zu sein, vertrete ich dennoch die Meinung des verlinkten Artikels. Niemand sollte sich anmaßen, sich über einen Menschen mit dem ausdrücklichen Wunsch zu sterben hinwegzusetzen. Denn wer kann von sich behaupten, besser zu wissen wie sich ein schwer an Multiple Sklerose erkrankter Mensch fühlt? Oder wie sich der Alltag mit schwersten Depressionen anfühlt?

Damit möchte ich nicht sagen, dass nicht alles menschenmögliche getan werden sollte, um den Tod eines geliebten Menschen zu verhindern. Dies sollte jedoch nicht aus egoistischen Gründen geschehen. Das wiederum setzt eine tiefergehende Auseinandersetzung mit dem Thema Krankheit und Tod voraus, welche in unserer Gesellschaft selten über die Dauer einer Talkshow hinaus geschieht.

Nachtrag

Wie ich nun feststelle, heißt der Artikel auf ZEIT ONLINE inzwischen nicht mehr “Jeder soll gehen dürfen, wann er will” sondern “Was bleibt”. Außerdem beginnt er nun mit einer Entschuldigung der Redaktion: “Er widerspricht der redaktionellen Linie von ZEIT ONLINE im Umgang mit dem Thema Suizid. Und er vermittelt ein falsches Bild von psychischen Erkrankungen und den heutigen Behandlungsmöglichkeiten.” Dies finde ich äußerst schade und rückt den Artikel meiner Meinung nach in ein falsches Licht. Der Artikel thematisiert eben nicht die Behandlungsmöglichkeiten psychischer Erkrankungen sondern, mit den persönlichen Worten einer Mutter die ihre Tochter verloren hat, die Auseinandersetzung mit Krankheit und Tod.


 

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