Cro.

Gar nicht mal schlechte Musik macht dieser Cro. Wenn auch nicht viel, denn mit 38 Minuten ist das Album doch etwas kurz. Er erfindet auch nichts wirklich neu, was sein Raop (die Verschmelzung aus Rap und Pop) eigentlich verspricht. Doch die Beats sind locker und gehen ins Ohr. Hier und da ist Cro überraschend eloquent, schreibt gut gelaunte, optimistische Texte, ist jedoch bei weitem nicht so poetisch wie Clueso oder so wortgewandt wie Dendemann.

Seine (Panda-)Maske macht ihn mysteriös und unnahbar – wir erinnern uns, das klappte auch schon mal bei Sido. Glücklicherweise kommt Cro ohne brennende Mülltonnen und Ghetto-Rap aus, muss auch keine “Fuffies durch den Club” schmeißen und wild um sich “dissen”. Seine Marketingstrategie – das wird außer mir wenige interessieren – trifft hunderprozentig den Zeitgeist, auch wenn man ab und zu Schwierigkeiten hat, einen Unterschied zum Erscheinungsbild von VIVA zu erkennen (alles voller Dreiecke!). Dennoch oder gerade deswegen mögen plötzlich mal wieder alle Hip Hop und Rap. Jan Delay soll sogar gesagt haben, Cro sei “die Zukunft von Deutsch-Rap“. Das lasse ich mal so stehen und erfreue mich einfach an einem kurzweiligen Album das mir den Sommer versüßt.

Und wer lesen möchte, wie das Album in Grund und Boden geschrieben wurde, der sollte mal bei der taz vorbei schauen.

12. August 2012 | Schlagwörter: , , , , , | Schreibe einen Kommentar

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