Oliver Kramer

Schnickschnack, Firlefanz und Klimbim!

Back To School Guide »

Bald heißt es auch für mich “Back To School”. Und das ist doch ein gar wunderbarer und willkommener Vorwand um allerlei Dinge und Technik zu kaufen die beim Lernen förderlich sind. Natürlich nur beim Lernen!

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Wir hatten einen phantastischen – wenn auch für die Jahreszeit recht stürmischen und kalten – Tag in St. Peter Ording und Büsum.

Wir hatten einen phantastischen – wenn auch für die Jahreszeit recht stürmischen und kalten – Tag in St. Peter Ording und Büsum.

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Woodstock-Party

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Fotos: Topman

Übernächstes Wochenende gehe ich auf eine Woodstock-Party und das sind Teile meines Outfits. Weil ich noch keine Ahnung habe, welche Schuhe ich tragen werde, habe ich sicherheitshalber auch noch eine rötliche Hose bestellt. Um den Kopf kommt noch ein helles Tuch, um den Hals die Leica, über die Schulter ein Jutebeutel mit Peace-Zeichen und an den Arm ein Lederbändchen.

Das Hemd das Joe Cocker 1969 beim Woodstock Music and Art Festival trug, wäre ja eigentlich mein Wunschoutfit gewesen. Es war aber leider nicht aufzutreiben.

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kultur & schule »

Marc von Martial begleitete den Profilkurs Fotografie an einer Bonner Schule und gibt einen Einblick in das großartige Projekt.

Der Fokus sollte in der Bildgestaltung und dem “sehen lernen” vor dem fotografieren liegen. Das war am Anfang gar nicht so einfach, es fiel vielen schwer loszulassen, einfach darauf zu Vertrauen das sie es sind, die das Foto schon im Kopf machen und nicht das iPhone mit Filter app.

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Pedelec

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Dass ich gestern auf meiner ersten Fahrt zum Bahnhof, direkt nach dem Kauf meines Pedelecs in Rudis Radladen in Neckargemünd, so richtig nass wurde, betrachte ich einfach als gutes Omen für meinen Start in die autofreie Zukunft. Es kann nur besser werden, schließlich strample ich nun aktiv gegen den Klimawandel.

Für das VSF Fahrradmanufaktur P-Kompakt hatte ich mich nach längerer Recherche entschieden, trägt es die mir wichtigste Eigenschaft doch schon im Namen. Es besitzt außerdem fast alle Ausstattungsmerkmale – Bosch-Mittelmotor, Nabenschaltung, Rollenbremsen – die mir wichtig waren, das Design ist zeitlos und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist unschlagbar.

Nach den ersten 50 Kilometern, die ich gestern und heute zurückgelegt habe, hält sich die Begeisterung für mein Pedelec kaum in Grenzen. Es fährt sich unfassbar gut, ist wendig, spritzig und macht einfach Spaß. In flachem Terrain fährt man geschmeidig in niedrigster Unterstützungsstufe dahin und erreicht dabei die 25 km/h und damit die Abschaltgrenze der Motor-Unterstützung spielend. Am Berg geht es dann in Stufe 2 oder 3 (von 4) locker hinauf ohne dabei wirklich ins Schwitzen zu geraten. In Stufe 4 hängt man an der Ampel sogar Motorroller ab.

Der einzige Kritikpunkt am P-Kompakt sind die klappbaren Pedale, die an sich durchaus sinnvoll sind (schließlich steht das Rad in der Wohnung und da zählt jeder Zentimeter). Nur leider bieten sie kaum Halt. Da gibt es sicher bessere mit mehr Grip.

Eine Federsattelstütze werde ich wohl auch nachrüsten, damit ich das Ziel, das ich mir gestern voller Euphorie gesetzt habe, auch komfortabel erreiche. Ich möchte bis zum 12. Juli 2015 mindestens 5.000 Kilometer mit dem Pedelec fahren. Bisher kam ich jährlich auf maximal 600 Rad-Kilometer.

Und beim nächsten Mal erzähle ich euch dann die Geschichte, wie ich gestern am Heidelberger Bahnhof vom Bahn-Sicherheitspersonal verwarnt wurde, weil ich auf dem Bahnhofsvorplatz mit einem Schweizer Taschenmesser, ein neues Bügelschloss von seiner Verpackung befreien wollte.

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#autolos

Ich weiß schon gar nicht mehr wie lang ich mein Auto nun schon verkaufen wollte. Mindestens seit zwei Jahren. Seitdem lege ich meinen Weg zum Büro in drei Minuten zurück. Zu Fuß! Das Auto wurde auf Kurzstrecken also nur noch aus reiner Bequemlichkeit bewegt, weil die Kondition oder das Wetter fürs Fahrrad vermeintlich zu schlecht waren. Auf längeren Strecken bin ich seit gut drei Jahren nur noch mit der Bahn (oder dem Flugzeug) unterwegs, weil ich es Leid war im Stau verharren zu müssen und nach fünf oder mehr Stunden vollkommen kraftlos aus dem Auto zu steigen.

Damit es nicht weiterhin Geld fressend im Hof steht und an Wert verliert, habe ich es nun endlich verkauft. Ab heute bin ich autolos.

Eine kleine Herausforderung wird die kommende Zeit nun sicherlich, der Mensch ist nun einmal ein Gewohnheitstier. Der eine oder andere Weg erfordert jetzt einfach etwas mehr Planung und die Bierkiste muss künftig einfach zu zweit nach Hause transportiert werden (sind zum Glück nur 250 Meter bis zum nächsten REWE). Aber alles in allem freue ich mich auf die autofreie Zeit, auf mehr finanzielle Unabhängigkeit und auf mehr Bewegung bei jedem Wetter.

Als nächstes wird sich nun he­r­aus­stel­len ob sich die Anschaffung einer Monatskarte lohnen wird. Ich vermute eher nicht. Nicht zuletzt deshalb, weil ich mir ein Pedelec anschaffen werde und damit selbst die Strecke nach Freiburg zum Kinderspiel werden sollte.

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Radfahrer machen eine Stadt erst richtig lebendig »

Darum müssen wir dafür werben, das Radfahren als Bestandteil integrierter Mobilitätssysteme zu begreifen, als Teil einer Strategie, Städte mit hoher Lebensqualität zu schaffen.

Nicht nur die dänische Stadtplanerin Helle Søholt ist verwundert, dass Deutschland in Sachen fahrradgerechter Infrastruktur nicht weiter ist.

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#nichtmeintag

Beim Putzen der Küche und Vorbereiten des (oder der?) Saltimbocca, habe ich mir fast ein Messer in den Fuß gerammt, ein Glas zerstört, mir mittels einer Käsereibe die Haut vom Leib gerissen, Zitronen durch die Küche geworfen und für eine mittelgroße Überschwemmung gesorgt, weil mir eine Glaskaraffe fast aus der Hand gerutscht wäre. 

Heute läufts!

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Studium

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Ab 1. Oktober bin ich Student. Und das im zarten Alter von (noch) 28 Jahren. Einige Tage später sind es dann schon 29 Einheiten der im letzten Satz genannten Messgröße. Ich werde zu diesem Zeitpunkt auch schon etwas mehr als zwölf Jahre meines Berufslebens hinter mir haben, von denen ich je drei Jahre in einer Ausbildung zum Mediengestalter und in einer Weiterbildung zum Medienfachwirt verbracht habe. Und nun beginne ich ein Psychologie-Studium in Teilzeit, das bis zum Bachelor voraussichtlich weitere sechs Jahre in Anspruch nehmen wird.

Nun mag sich manch einer verwundert die Augen reiben und nicht nur die genannten Zahlen, sondern auch die Wahl des Studiengangs zum Anlass nehmen um zu fragen: Warum?

Kurzversion

Weil mich die Psychologie interessiert und ich der Überzeugung bin, dass das Studium das ist, was ich lang gesucht habe.

Langversion

Spätestens zum Zeitpunkt, als ich den Meisterbrief in der Tasche hatte, war ich mir sicher das dies nicht alles gewesen ist. Über die drei Weiterbildungsjahre hinweg, wurden viele spannende Themen angerissen und diese hatten recht wenig mit dem zu tun, was mich ursprünglich zur Ausbildung als Mediengestalter bewogen hat. Mit dem Meisterbrief ging auch die Erfüllung der Zulassungsvoraussetzungen von Fachhochschulen einher und damit kamen für mich erstmalig auch diverse Studiengänge in Frage. Doch die naheliegenden Studiengänge (Medieninformatik, Kommunikationsdesign, …), überzeugten mich nach genauerer Betrachtung nicht wirklich – hatte ich mich doch bisher bewusst für praktische Ausbildungen entschieden. Außerdem kam für mich kein Vollzeitstudium in Frage. Noch weniger überzeugend waren sich vermeintlich anbietende IHK-Weiterbildungen (Betriebswirt, etc.). Doch die IHK ist eine ganz andere (unschöne) Geschichte.

Zu dieser Zeit fanden auch meine ersten größeren beruflichen Veränderungen statt und damit einhergehend eine sich verändernde Sichtweise zu vielen Dingen, die sich in der Medien- und Werbebranche abspielen. Das alles ging sogar soweit, dass ich zeitweise – meinen prägenden Erlebnissen in einer kleinen Freiburger Werbeagentur sei Dank – der Werbung gänzlich den Rücken kehren wollte.

Dann kam ich eher zufällig zu meinem jetzigen Job. Der abwechslungsreicher ist als jeder zuvor. Bei dem ich nicht “nur Werbung” mache, sondern alles betreue, was ein Energieversorger in Sachen Kommunikation zu stemmen hat. Wirklich alles. Diese Tätigkeit fordert mich oft weit über mein eigentliches Fachwissen hinaus und so war ich weiterhin auf der Suche nach einem optimalen Weg, meinen Horizont zu erweitern. Kürzlich stieß ich dann auf ein einjähriges Zertifikats-Studium zum “Kommunikations­psychologen”, welches sogar “in Kooperation mit der Kommunikationslegende Prof. Schulz von Thun” angeboten wird. In der Kommunikationslegende dürfte jedoch auch der Preis von 5.200 Euro (bei einer Dauer von einem Jahr) begründet liegen, die mich neben den “nur” 30 Credit Points, die das Zertifikats-Studium einbringt, dann doch davon abhielten.

Der aufmerksame Leser merkt, so langsam schließt sich der Kreis und wir kommen zur Psychologie. Bis zu meiner Entscheidung für den Psychologie-Studiengang an der FernUniversität Hagen ist es auch nicht mehr weit. Mein Interesse für die Psychologie war also wieder geweckt. Das war es schon mal während der Weiterbildung zum Medienfachwirt als es um Kommunikationsmethoden, Zusammenarbeit im Betrieb und Personalführung ging. Ich suchte Alternativen und fand die FernUni Hagen. Den Gedanken, mich nicht auf Kommunikationpsychologie zu beschränken, fand ich interessant und so ich schrieb mich, meinem guten Bauchgefühl (BAUCHGEFÜHL FTW!) folgend, für das Wintersemester ein.

Nur etwa 10 Tage später bekam ich Post aus Hagen – irgendwann im September folgt der erste Studienbrief. Dann werde ich sehen, ob sich meine Vorstellungen erfüllen und ob ich das Studium neben meinem Vollzeitjob gestemmt bekomme.

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